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Nationalgericht San Marino
Klein, aber kulinarisch selbstbewusst: San Marino, die älteste Republik der Welt, pflegt eine Küche, die tief in der Tradition der umliegenden Emilia-Romagna wurzelt. Hausgemachte Pasta steht im Mittelpunkt, etwa Cappelletti, kleine gefüllte Teigtaschen in Brühe, oder Ravioli di Ricotta e Spinaci mit cremiger Füllung. Als Festtagsbraten wird gern Coniglio in Porchetta zubereitet, Kaninchen mit Kräutern und Speck geschmort. Das süße Wahrzeichen der sanmarinesischen Küche ist die Torta Tre Monti, eine Waffeltorte mit Schokolade und Haselnusscreme, die den drei Festungstürmen des Monte Titano gewidmet ist. Olivenöl, Wein und Käse aus der Region runden das Bild ab. Über 90 Rezepte des Zwergstaates versammeln sich hier – zum Nachkochen Schritt für Schritt erklärt.
Was ist das Nationalgericht von San Marino?
San Marino hat kein offiziell bestimmtes Nationalgericht. Als Aushängeschild gilt vor allem die Torta Tre Monti, eine Torte aus dünnen Waffelblättern mit Haselnuss- und Schokoladencreme, überzogen mit Schokolade. Sie ist nach den drei Türmen auf dem Monte Titano benannt und gilt als beliebtestes Mitbringsel des Landes. Bei den herzhaften Gerichten nennen Sanmarinesen oft die Zuppa di Fagioli con Cotiche, eine Bohnensuppe mit Schweineschwarte, die traditionell an Weihnachten gegessen wird. Typisch für den Ort sind außerdem die Nidi di Rondine. Dafür rollt man Nudelplatten mit Schinken und Käse auf, schneidet sie in Scheiben und überbäckt sie mit Béchamel. Die Schnecken sehen aus wie Schwalbennester, daher der Name.
Was isst man in San Marino?
Im Alltag kocht man in San Marino wie in der benachbarten Romagna. Frische Eiernudeln werden noch oft von Hand ausgerollt, etwa für Tagliatelle, Strozzapreti oder Passatelli aus Semmelbröseln, Parmesan und Ei, die in Brühe serviert werden. Unterwegs isst man Piadina Romagnola, ein Fladenbrot aus der Pfanne, gefüllt mit Schinken, Squacquerone-Käse und Rucola. Fleisch kommt häufig vom Kaninchen, Schwein oder Wildschwein, im Herbst kommen Kastanien und Trüffel dazu. Mittags gibt es klassisch Primo und Secondo, also erst Pasta, dann Fleisch mit Gemüse. Weil das Land nur 61 Quadratkilometer groß ist, gibt es keine nennenswerten regionalen Unterschiede innerhalb San Marinos.
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