Nationalgericht Mali: Pastels (Rezept) An Straßenständen in Mali brutzeln den ganzen Tag über kleine Teigtaschen im heißen Öl, gefüllt mit Hackfleisch, Zwiebeln und Knoblauch. Man nennt sie Pastels, außen knusprig vom Frittieren, innen saftig durch die gewürzte Füllung. Sie werden heiß aus der Pfanne gegessen, oft im Stehen, mit den Fingern. In größerer Zahl ergeben … [Weiterlesen...] ÜberNationalgericht Mali: Pastels (Rezept)
Nationalgericht Mali
Hirse, Reis und Erdnüsse gehören zu den Grundpfeilern der malischen Küche, die in den fruchtbaren Regionen entlang des Niger ihre Wurzeln hat. Ein Klassiker ist Tiga Dégué, ein sämiger Eintopf auf Erdnussbasis, der mit Fleisch oder Gemüse zubereitet und zu Reis gereicht wird. Süßes Gebäck wie Gâteau de mil zeigt, wie vielseitig Hirse in Mali verarbeitet wird, während erfrischender Jus de gingembre als scharf-süßes Ingwergetränk viele Mahlzeiten begleitet. Auch Spezialitäten der westafrikanischen Nachbarn wie Attiéké aus Maniok haben ihren festen Platz. Gekocht wird oft über offenem Feuer, in großen Töpfen und für die ganze Familie. Über 60 Rezepte laden zum Entdecken dieser Esskultur ein.
Was ist das Nationalgericht von Mali?
Mali hat kein offizielles Nationalgericht, doch ein Gericht nennen die meisten zuerst. Tiga Dégué, auch Tiguadégué geschrieben, ist ein Eintopf mit Erdnusssauce. Tiga heißt auf Bambara Erdnuss. Die Sauce kocht man aus gerösteter Erdnusspaste, Tomaten und Zwiebeln, dazu kommen Rind, Lamm oder Huhn, auf dem Land auch nur Gemüse. Serviert wird mit weißem Reis. Ähnliche Erdnusseintöpfe gibt es in ganz Westafrika, etwa als Mafé im Senegal. Zweiter Kandidat ist Riz au gras, Reis, der in einer fetten Tomatensauce mit Fleisch gart und an Festen in großen Töpfen für viele Gäste gekocht wird. Im Alltag isst man oft schlicht Tô, einen festen Brei aus Hirse oder Sorghum mit Sauce.
Was isst man in Mali?
Grundlage sind Hirse, Sorghum, Reis und Mais. Im Süden und im Binnendelta des Niger baut man viel Reis an, im trockenen Norden dominieren Hirse und Milchprodukte der Viehhirten. Fonio, ein winziges Getreide mit nussigem Geschmack, wächst seit Jahrhunderten in der Region und wird wie Couscous gedämpft. Gegessen wird meist aus einer gemeinsamen Schüssel, mit der rechten Hand. Die Sauce entscheidet über das Gericht, ob mit Okra, Baobabblättern, Erdnuss oder Tomate. Aus dem Niger kommt Fisch, vor allem Nilbarsch, den die Malier Capitaine nennen, gegrillt als Brochettes de capitaine. Zum Trinken gibt es Ingwersaft, Bissap aus Hibiskusblüten und Dégué, Hirsekügelchen in gesüßtem Joghurt.
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