Rāceņi zeigt die bäuerliche Seite der lettischen Küche mit ausgehöhlten Rüben, die mit Hackfleisch und rohem Reis gefüllt und langsam gegart werden. Die Füllung braucht knapp eine Stunde Garzeit, damit Rübe und Reis darin gleichermaßen weich werden. Serviert wird das Gericht warm, direkt aus dem Kochtopf. Es ist eher deftig als raffiniert, aber genau das … [Weiterlesen...] ÜberNationalgericht Lettland: Rāceņi (Rezept)
Nationalgericht Lettland
Dunkles Roggenbrot ist der Stolz Lettlands: Rupjmaize begleitet fast jede Mahlzeit und wandert sogar in Desserts, ebenso wie die verwandte Melnā maize. Die lettische Küche liebt Kartoffeln, Dill, Sauerrahm und Fisch aus der Ostsee – fein gerollt etwa in Zivju ruļļi. Deftiges wie Cepta vista, knusprig gebratenes Hähnchen, steht neben schlichten Getreidegerichten wie Mīklas putra, die von der bäuerlichen Tradition des Baltikums erzählen. Süße Backwaren wie Saldās maizes gehören zum Kaffeetisch. Gekocht wird saisonal: im Sommer Beeren und frisches Gemüse, im Winter Eingelegtes und Geräuchertes. Über 70 Rezepte aus Lettland finden sich hier – Schritt für Schritt zum Nachkochen erklärt.
Was ist das Nationalgericht von Lettland?
Ein offizielles Nationalgericht hat Lettland nicht. Am häufigsten nennen Letten Pelēkie zirņi, graue Erbsen mit gebratenem Speck und Zwiebeln. Die Erbsen sind größer und dunkler als die gelben Schälerbsen aus dem deutschen Supermarkt und schmecken leicht nussig. Sie gehören zum Weihnachtsessen, viele kochen sie aber das ganze Jahr. Zum Mittsommerfest Jāņi am 23. und 24. Juni gibt es Jāņu siers, einen runden Frischkäse aus Quark und Milch mit Kümmel. Auf keiner Feier fehlen Speķa pīrādziņi, kleine Hefebrötchen mit Speck und Zwiebeln. Und wer Letten nach dem einen Lebensmittel fragt, auf das sie stolz sind, hört meist Roggenbrot.
Was isst man in Lettland?
Der Tag beginnt in Lettland oft mit Brei, etwa Griķu biezputra aus Buchweizen, oder mit Brot, Quark und Käse. Kartoffeln kommen fast täglich auf den Tisch, gekocht mit Dill oder als Pfannkuchen. Beim Fleisch dominiert das Schwein, ob als Kotelett oder geräuchert. Aus der Ostsee stammen Hering, Lachs und Sprotten, die Räuchersprotten aus Riga kennt man auch im Ausland. Sauerrahm, Dill und Kümmel würzen viele Gerichte. Im Sommer isst man Aukstā zupa, eine kalte rosa Suppe aus Roter Bete, Kefir, Gurke und Ei. Regional fällt Kurzeme im Westen auf. Von dort stammt Sklandrausis, ein süßer Fladen mit Möhren- und Kartoffelfüllung, den die EU als traditionelle Spezialität schützt.
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