Hilbet ist ein Linseneintopf mit Kurkuma, Kreuzkümmel und Paprika, der ganz ohne tierische Zutaten auskommt und deshalb an äthiopisch-orthodoxen Fastentagen häufig auf den Tisch kommt. Grüne oder braune Linsen köcheln darin, bis sie weich sind und die Sauce eingedickt haben. Serviert wird Hilbet klassisch auf injera, mit dem die Sauce aufgenommen wird. Tipp: Hier … [Weiterlesen...] ÜberNationalgericht Äthiopien: Hilbet (Rezept)
Nationalgericht Äthiopien
Ohne Besteck, dafür mit Injera: Das säuerliche Fladenbrot aus Teff-Mehl dient in Äthiopien als Teller und Löffel zugleich. Darauf landen würzige Schmorgerichte wie Doro Wat, ein Hühnereintopf mit Berbere-Gewürzmischung und hartgekochten Eiern, der als Nationalgericht gilt. Die äthiopische Küche kennt zudem viele fleischfreie Fastentage, an denen Hülsenfrüchte den Ton angeben – etwa Foul aus geschmorten Saubohnen. Als Snack zwischendurch wird Qollo geknabbert, geröstetes Getreide mit Nüssen. Die Kaffeezeremonie, bei der die Bohnen frisch geröstet werden, gehört fest zur Esskultur des Landes. Über 100 Rezepte führen in diese ostafrikanische Gewürzwelt ein – Schritt für Schritt erklärt.
Was ist das Nationalgericht von Äthiopien?
Meist wird Doro Wat genannt. Für den Hühnereintopf schmoren sehr viele rote Zwiebeln lange ohne Fett, bis sie fast zerfallen. Dann kommen Berbere, gewürzte Butter und Hähnchenteile dazu, zum Schluss hartgekochte Eier. Doro Wat ist ein Festessen, vor allem zum orthodoxen Osterfest nach der langen Fastenzeit. Ohne Injera geht es nicht. Das säuerliche Fladenbrot aus Teff ist Unterlage, Teller und Besteck in einem, man reißt Stücke ab und greift damit zu. Die gewürzte Butter heißt Niter Kibbeh, sie steckt in vielen Schmorgerichten. Wer es nicht als Nationalgericht gelten lässt, nennt Injera selbst.
Was isst man in Äthiopien?
Gegessen wird gemeinsam von einer großen Platte Injera, auf die mehrere Wats und Gemüse kommen. Orthodoxe Christen fasten mittwochs und freitags und in langen Fastenzeiten, dann verzichten sie auf Fleisch, Milch und Eier. Die Küche hat dafür viele vegane Gerichte aus Linsen, Kichererbsen und Kohl. Zusammen auf einer Platte heißen sie Yetsom Beyaynetu. Sehr verbreitet ist Shiro Wat, ein dicker Brei aus gewürztem Kichererbsenmehl, der in zwanzig Minuten fertig ist. Die Schärfe kommt aus Berbere und Mitmita. Im Süden essen die Menschen statt Teff oft Kocho aus der Scheinbanane Ensete.
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