Nationalgericht Niederlande: Erwtensoep (Rezept) An Tagen, an denen in den Niederlanden die Grachten zufrieren, steht in vielen Küchen ein Topf Erwtensoep auf dem Herd. Grüne Spalterbsen zerkochen mit Gemüse und Räucherwurst zu einer dicken, sämigen Suppe, die von selbst cremig wird und keine Sahne braucht. Der Löffel soll darin stehen bleiben, so lautet … [Weiterlesen...] ÜberNationalgericht Niederlande: Erwtensoep (Rezept)
Nationalgericht Niederlande
Zum Kaffee ein frisch gebackener Appeltaart, am Marktstand heiße Bitterballen mit Senf – die niederländische Küche ist bodenständig, gemütlich und voller kleiner Klassiker. Süßes spielt eine große Rolle: Stroopwafels mit ihrer Sirupfüllung sind längst ein Exportschlager, und der cremige Eierlikör Advocaat gehört zu festlichen Anlässen ebenso wie Gebäck mit Amandelspijs, der typischen Mandelfüllung. Deftig wird es mit Stampftöpfen aus Kartoffeln und Gemüse, Käse aus Gouda und Edam sowie Matjes vom Fischwagen. Die Esskultur der Niederlande lebt von Einfachheit, guten Grundzutaten und einer langen Handelsgeschichte, die Gewürze ins Land brachte. Über 230 Rezepte laden zum Stöbern ein – Schritt für Schritt erklärt.
Was ist das Nationalgericht der Niederlande?
Ein amtliches Nationalgericht gibt es in den Niederlanden nicht. Die meisten Niederländer nennen trotzdem Stamppot, Kartoffelstampf, in den Gemüse direkt eingestampft wird. Die bekannteste Sorte ist Boerenkool met Rookworst, Grünkohl mit Kartoffeln und einer geräucherten Wurst, das Standardessen an kalten Winterabenden. Ein Stück Geschichte steckt in Hutspot aus Möhren, Zwiebeln und Kartoffeln. Der Überlieferung nach fanden die Leidener ihn im zurückgelassenen Lager der Spanier, als die Belagerung ihrer Stadt am 3. Oktober 1574 endete. Bis heute essen viele in Leiden an diesem Tag Leidse Hutspot. Ebenso oft genannt wird Erwtensoep, die Erbsensuppe, auch Snert genannt. Sie ist richtig, wenn der Löffel darin stehen bleibt.
Was isst man in den Niederlanden?
Der Tag beginnt in den Niederlanden mit Brot, und mittags bleibt es meist dabei. Zur Boterham, der belegten Scheibe, gehören Gouda, Erdnussbutter oder Hagelslag, Schokoladenstreusel, die auch Erwachsene ohne Scheu essen. Warm gegessen wird abends, oft schon gegen 18 Uhr, und klassisch nach dem Muster Kartoffeln, Gemüse, Fleisch. Die Kolonialgeschichte hat Indonesien fest in die Alltagsküche gebracht. Nasi Goreng, Bami und Sate mit Erdnusssauce kocht man zu Hause oder holt sie beim Imbiss. Dort gibt es auch Frikandel und Kroket aus dem Automaten. An der Küste isst man mehr Fisch, in Limburg im Süden backt man Vlaai, flache Hefekuchen mit Obstbelag.
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