Vorstellung Puddingbrezel
Puddingbrezeln sind ein süßes Bäckereigebäck aus Blätter- oder Plunderteig. Ein langer Teigstrang wird wie eine Laugenbrezel geschlungen, nur breiter und flacher. In die drei Öffnungen, die dabei entstehen, kommt fester Vanillepudding, der beim Backen leicht bräunt. Nach dem Abkühlen bekommt das Gebäck einen Zuckerguss oder eine Aprikosenglasur. Der Teig splittert beim Abbeißen, der Pudding ist kühl und dicht. In Bäckereien findet man sie das ganze Jahr, sie gehören zum Kaffee am Nachmittag oder zum Frühstück unterwegs. Mit der salzigen Laugenbrezel teilen sie nur die Form.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 1/2 Rolle frischer Blätterteig aus dem Kühlregal (etwa 140 g, die Rolle dafür der Länge nach halbieren, ergibt 42 x 12 cm)
- 200 ml Milch
- 20 g Vanillepuddingpulver (gut ein halbes Päckchen)
- 25 g Zucker
- 1 Eigelb und 1 EL Milch zum Bestreichen
- 50 g Puderzucker
- 2 TL Wasser oder Zitronensaft für den Guss
- 1 EL Aprikosenkonfitüre (nach Wunsch)
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Frischer Blätterteig liegt als Rolle im Kühlregal, meist 270 bis 300 g auf etwa 42 x 24 cm. Teig mit Butter statt Pflanzenfett schmeckt deutlich besser und bräunt schöner, das steht auf der Packung. Beim Puddingpulver reicht jede Sorte Vanille, Bourbon-Vanille aus dem Bioladen schmeckt etwas runder. Vollmilch mit 3,5 % Fett macht den Pudding cremiger als fettarme Milch. Wer Plunderteig nehmen möchte, findet ihn tiefgekühlt in manchen Supermärkten oder fragt beim Bäcker nach ungebackenem Teig.
Vorbereitung des Gerichts
Kochen Sie den Pudding zuerst, er muss kalt und fest sein. Warmer Pudding läuft im Ofen aus den Öffnungen. Legen Sie Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche, dann bildet sich keine Haut. Nehmen Sie den Blätterteig erst kurz vor dem Formen aus dem Kühlschrank, warmer Teig reißt. Die zweite Hälfte der Rolle können Sie eingewickelt einfrieren. Für vier Brezeln oder ein ganzes Blech nehmen Sie die ganze Rolle und die doppelte Puddingmenge.
Anleitung für die Zubereitung
- Verrühren Sie das Puddingpulver und den Zucker mit 4 EL der Milch glatt und bringen Sie die restliche Milch zum Kochen.
- Nehmen Sie den Topf vom Herd, rühren Sie die angerührte Stärke ein und lassen Sie alles unter Rühren etwa 1 Minute aufkochen, bis der Pudding sehr dick ist.
- Füllen Sie den Pudding in eine Schale, bedecken Sie ihn direkt mit Folie und lassen Sie ihn mindestens 1 Stunde im Kühlschrank fest werden.
- Heizen Sie den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vor und schneiden Sie den Blätterteig der Länge nach in zwei Streifen von etwa 6 cm Breite und 42 cm Länge.
- Drehen Sie jeden Streifen zwei- bis dreimal um sich selbst und legen Sie ihn auf einem mit Backpapier belegten Blech zu einer Brezel, die Enden drücken Sie am Bauch fest.
- Bestreichen Sie den Teig mit Eigelb und Milch, rühren Sie den kalten Pudding glatt und füllen Sie ihn mit einem Löffel oder Spritzbeutel in die drei Öffnungen jeder Brezel.
- Backen Sie die Puddingbrezeln 15 bis 18 Minuten, bis der Teig goldbraun und aufgegangen ist, und lassen Sie sie auf dem Blech abkühlen.
- Bestreichen Sie den Teig nach Wunsch mit erwärmter Aprikosenkonfitüre, rühren Sie Puderzucker mit Wasser oder Zitronensaft zu einem dicken Guss und ziehen Sie ihn in Streifen über die Brezeln.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Laktosefrei gelingt der Pudding mit laktosefreier Milch ohne jede Änderung. Viele Blätterteige aus dem Kühlregal enthalten Pflanzenfett statt Butter und sind dadurch schon frei von Milch, das steht in der Zutatenliste. Glutenfreien Blätterteig gibt es seltener, am ehesten online oder im Reformhaus, achten Sie auf die Angabe auf der Packung. Er ist brüchiger, drehen Sie die Streifen deshalb nur einmal. Puddingpulver besteht meist aus Maisstärke und ist glutenfrei.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch sind Puddingbrezeln ohnehin. Für die vegane Fassung nehmen Sie einen Blätterteig ohne Butter, kochen den Pudding mit 200 ml Hafer- oder Sojadrink und bestreichen den Teig mit 1 EL Pflanzendrink, gemischt mit 1 TL Ahornsirup, statt mit Eigelb. Sojadrink bindet beim Puddingkochen etwas besser als Haferdrink. Der Guss ist bereits vegan.
Weitere Tipps und Tricks
Der Pudding muss deutlich fester sein als ein Dessertpudding, deshalb die geringe Milchmenge. Ist er zu weich, läuft er aus und der Teig darunter bleibt roh. Stellen Sie das Blech auf die mittlere Schiene und öffnen Sie den Ofen in den ersten 10 Minuten nicht, sonst fällt der Blätterteig zusammen. Puddingbrezeln schmecken am Backtag am besten. Im Kühlschrank halten sie einen Tag, der Teig wird dabei weicher. Bei 180 °C für 5 Minuten aufgebacken werden sie wieder knusprig.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für eine fruchtige Variante legen Sie ein paar Sauerkirschen oder Aprikosenstücke aus der Dose auf den Pudding. Mit Schokopudding statt Vanille entsteht eine dunkle Version, die gut zu einem Guss aus Zartbitterschokolade passt. Gehobelte Mandeln vor dem Backen auf den Teig gestreut geben Biss. Wer es weniger süß mag, lässt den Guss weg und bestäubt nur mit Puderzucker.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Blätterteig eignet sich ein einfacher Hefeteig, wie für Zimtschnecken, die Brezeln werden dann weicher und brotiger. Puddingpulver können Sie durch 15 g Speisestärke, 1 Eigelb und das Mark einer halben Vanilleschote ersetzen. Statt Aprikosenkonfitüre geht heller Gelee oder Quittengelee. Fehlt Puderzucker, mahlen Sie normalen Zucker in einem Mixer fein.
Ideen für passende Getränke
Zur Puddingbrezel gehört eine Tasse Filterkaffee oder ein Milchkaffee. Wer keinen Kaffee mag, trinkt einen schwarzen Tee mit einem Schuss Milch oder eine heiße Schokolade. Ein kalter Kakao passt im Sommer, für Kinder auch ein Glas Milch.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Legen Sie die Brezeln auf ein Kuchengitter oder ein helles Holzbrett, dann fällt der gelbe Pudding in den drei Öffnungen auf. Der Zuckerguss in dünnen Fäden wirkt wie beim Bäcker. Zum Kaffeetisch schneiden Sie jede Brezel in zwei Hälften und richten sie auf einer Etagere an.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Die Brezelform ist im deutschsprachigen Raum seit dem 11. Jahrhundert auf Bildern belegt, sie galt lange als Fastengebäck und dient seit dem Mittelalter als Zunftzeichen der Bäcker. Der Blätter- und Plunderteig, aus dem die Puddingbrezel gemacht wird, kam erst später in die Bäckereien. Plundergebäck heißt in Dänemark Wienerbrød, der Überlieferung nach, weil österreichische Bäcker um 1850 dort die Technik des gefalteten Butterteigs bekannt machten. Wann jemand zum ersten Mal Pudding in eine Brezel gefüllt hat, ist nicht dokumentiert. Puddingbrezeln gehören heute zum Grundsortiment wie der Vanillepudding zur Hausmannskost.
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Zusammenfassung: Puddingbrezel
Fertiger Blätterteig und ein fest gekochter Pudding genügen für Puddingbrezeln wie aus der Bäckerei. Wichtig sind kalter Teig, kalter Pudding und ein heißer Ofen. Den Guss ziehen Sie erst über das abgekühlte Gebäck, dann bleibt er weiß und glänzend.
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