Vorstellung Curryreis
Curryreis ist in Deutschland eine klassische Beilage aus Kantine, Kochbuch und Familienküche. Gemeint ist kein indisches Gericht, sondern Langkornreis, der mit angeschwitzter Zwiebel und Currypulver in Brühe gegart wird. Das Pulver färbt die Körner gelb und gibt eine warme, leicht süßliche Würze, die eher mild als scharf ist. Manche Rezepte geben Rosinen, Erbsen oder Mandelblättchen dazu. Serviert wird er zu Geflügel, zu Fischfilet und besonders gern zu Hühnerfrikassee, dessen helle Sauce sich gut mit dem gelben Reis verbindet. Auch zu Gemüsepfannen und Geschnetzeltem steht er oft auf dem Tisch.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 125 g Langkornreis (parboiled oder Basmati)
- 1 kleine Zwiebel (etwa 50 g)
- 1 EL Butter
- 1 TL mildes Currypulver
- 1/4 TL gemahlene Kurkuma (optional, für mehr Farbe)
- 250 ml Gemüsebrühe
- 1 Prise Salz
- 1 EL Rosinen (optional)
- 1 EL Mandelblättchen (optional)
- 1 EL gehackte Petersilie
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Parboiled Langkornreis ist für Einsteiger am sichersten. Er klebt nicht und verzeiht ein paar Minuten zu viel. Basmati duftet stärker, braucht aber weniger Flüssigkeit. Beim Currypulver gibt es große Unterschiede. Die milden Supermarktmischungen bestehen vor allem aus Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und Bockshornklee. Scharfe Sorten aus dem Asialaden, oft als Madras Curry verkauft, enthalten mehr Chili. Kaufen Sie kleine Packungen, Curry verliert nach einigen Monaten sein Aroma. Für die Brühe reicht eine gute Instantbrühe, selbst gekochte ist natürlich besser.
Vorbereitung des Gerichts
Schälen Sie die Zwiebel und würfeln Sie sie sehr fein, etwa 3 mm groß. Große Stücke bleiben im Reis hart. Spülen Sie Basmati in einem Sieb unter kaltem Wasser, bis das Wasser klar abläuft. Parboiled Reis müssen Sie nicht waschen. Bringen Sie die Brühe in einem kleinen Topf zum Kochen, damit sie heiß zum Reis kommt. Rösten Sie die Mandelblättchen ohne Fett in einer Pfanne goldbraun und stellen Sie sie zur Seite. Für 4 Personen verdoppeln Sie alle Mengen und nehmen einen breiteren Topf.
Anleitung für die Zubereitung
- Schmelzen Sie die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze und dünsten Sie die Zwiebelwürfel 3 Minuten glasig, ohne dass sie braun werden.
- Streuen Sie Currypulver und Kurkuma darüber und rühren Sie 30 Sekunden, bis es duftet. Länger nicht, sonst wird das Curry bitter.
- Geben Sie den Reis dazu und rühren Sie 1 bis 2 Minuten, bis alle Körner glänzen und mit Gewürz überzogen sind.
- Gießen Sie die heiße Brühe an, geben Sie Salz und nach Wunsch die Rosinen dazu und bringen Sie alles einmal zum Kochen.
- Schalten Sie auf kleine Hitze herunter, legen Sie den Deckel auf und lassen Sie den Reis 15 bis 18 Minuten quellen. Bei Basmati reichen 12 Minuten und 190 ml Brühe.
- Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie den Reis mit Deckel 5 Minuten ruhen.
- Lockern Sie den Reis mit einer Gabel auf und streuen Sie Mandelblättchen und Petersilie darüber.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Curryreis ist glutenfrei, solange Brühe und Currypulver keine Weizenbestandteile enthalten. Manche Instantbrühen und Gewürzmischungen enthalten Weizenmehl oder Hefeextrakt aus Gerste, prüfen Sie also das Etikett oder nehmen Sie ein Produkt mit glutenfrei-Kennzeichnung. Laktosefrei wird das Rezept, wenn Sie statt Butter 1 EL Rapsöl, Ghee oder laktosefreie Butter verwenden. Ghee enthält praktisch keine Laktose und passt geschmacklich gut zum Curry.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Mit Gemüsebrühe und 1 EL Rapsöl oder Kokosöl statt Butter ist der Reis vegan. Kokosöl gibt einen leichten Kokosduft, der gut zum Curry passt. Als vegetarische Hauptmahlzeit mischen Sie 100 g aufgetaute Erbsen und eine gewürfelte rote Paprika in den letzten 5 Minuten unter. Dazu passen 150 g gebratener Räuchertofu in Würfeln oder ein Spiegelei. So wird aus der Beilage ein vollständiges Essen.
Weitere Tipps und Tricks
Der Reis wird matschig, wenn Sie während des Garens den Deckel heben oder umrühren. Lassen Sie ihn in Ruhe. Setzt er am Boden an, war die Hitze zu hoch. Gekochter Reis sollte innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank, dort hält er sich 2 Tage. Zum Aufwärmen geben Sie 1 bis 2 EL Wasser dazu und erhitzen ihn abgedeckt, bis er durch und durch heiß ist. Übrig gebliebener Curryreis eignet sich gut für Bratreis am nächsten Tag.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es schärfer mag, nimmt scharfes Currypulver oder gibt eine Prise Cayennepfeffer dazu. Für eine fruchtige Variante schneiden Sie eine halbe Banane oder einige Ananasstücke klein und heben sie zum Schluss unter. Diese süße Version passt gut zu gebratener Hähnchenbrust. Ein Teil Kokosmilch statt Brühe, etwa 80 ml, macht ihn cremiger. Mit Frühlingszwiebeln statt Petersilie wird er frischer.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Langkornreis können Sie Vollkornreis nehmen. Er braucht 300 ml Brühe und etwa 35 Minuten. Couscous oder Bulgur lassen sich genauso würzen, garen aber in 10 Minuten. Fehlt Currypulver, mischen Sie 1/2 TL Kurkuma, 1/4 TL gemahlenen Koriander und eine Prise Kreuzkümmel. Rosinen können Sie durch gehackte getrocknete Aprikosen ersetzen, Mandeln durch Cashewkerne.
Ideen für passende Getränke
Zu Curryreis mit Geflügel passt ein Mango-Lassi, der die Würze abrundet. Gut ist auch eine Apfelschorle oder ein kalter Pfefferminztee. In vielen Familien gab es zu Reis mit Frikassee einfach ein Glas Mineralwasser mit Zitrone, und das ist keine schlechte Wahl.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Drücken Sie den Reis in eine kleine Tasse oder Schüssel und stürzen Sie ihn auf den Teller, so bekommt er eine runde Kuppelform. Die Sauce kommt daneben, nicht darüber, damit die gelbe Farbe zu sehen ist. Ein Blatt Petersilie oder ein paar geröstete Mandeln obenauf genügen. Zu einer Currywurst mit Reis statt Pommes wirkt er auf einem weißen Teller besonders kräftig.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Currypulver ist eine Gewürzmischung, die britische Händler und Köche im 18. und 19. Jahrhundert nach dem Vorbild indischer Masalas zusammenstellten. In Indien selbst würzt man Reisgerichte wie Pulao mit ganzen Gewürzen statt mit einem Einheitspulver. Der älteste bekannte Beleg ist eine Londoner Händleranzeige von 1784. Nach Deutschland kam Curry über die britische Küche. Wann genau der gelbe Reis hier zur Alltagsbeilage wurde, ist nicht dokumentiert, heute steht er in vielen Kochbüchern und auf Kantinenplänen. Wer ihn zuerst gekocht hat, lässt sich nicht sagen.
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Zusammenfassung: Curryreis
Curryreis ist eine schnelle Beilage aus Langkornreis, Zwiebel, Currypulver und Brühe. Das Rösten von Gewürz und Reis in Butter bringt Aroma, die Ruhezeit unter dem Deckel macht ihn locker. Er passt zu Frikassee, Geflügel und Fisch und lässt sich mit Rosinen, Mandeln oder Erbsen leicht abwandeln.
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