Vorstellung Reissalat
Der Reissalat ist ein kalter Salat aus gekochtem Reis und buntem Gemüse, angemacht mit einer cremigen Sauce. In Deutschland kennt man ihn vor allem vom Partybuffet und vom Grillabend. Die klassische Version enthält rote Paprika, Erbsen und Mais, oft auch Gewürzgurken und gelegentlich Ananas oder Fleischwurst. Das Dressing besteht aus Mayonnaise, die heute häufig zur Hälfte durch Joghurt ersetzt wird. Eine Prise Currypulver gibt eine milde Würze und eine leicht gelbliche Farbe. Der Salat schmeckt frisch, leicht süßlich vom Gemüse und hat durch den Reis eine angenehm körnige Textur. Er passt zu Bratwurst, Frikadellen und gegrilltem Hähnchen, lässt sich aber auch allein als leichtes Mittagessen essen.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 80 g Langkornreis oder Parboiled-Reis
- 1/2 rote Paprika
- 60 g TK-Erbsen
- 60 g Mais aus der Dose, abgetropft
- 2 kleine Gewürzgurken
- 2 Frühlingszwiebeln
- 2 EL Mayonnaise
- 3 EL Naturjoghurt (3,5 % Fett)
- 1 EL Gurkenwasser aus dem Glas
- 1/2 TL mildes Currypulver
- 1 Prise Zucker
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 1 EL Schnittlauchröllchen
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Für Reissalat eignet sich Langkornreis oder Parboiled-Reis, weil die Körner nach dem Kochen getrennt bleiben. Rundkornreis für Milchreis und Risottoreis kleben zu stark. Basmati funktioniert ebenfalls, gibt aber ein eigenes Aroma. Paprika sollte fest und glänzend sein, Mais aus der Dose ohne Zuckerzusatz wählen Sie bevorzugt. Gewürzgurken bringen Säure, ihr Sud ist eine gute Basis für das Dressing. Bei der Mayonnaise lohnt sich eine Sorte mit hohem Eigelbanteil, die cremiger schmeckt als die Salatcreme in der Tube.
Vorbereitung des Gerichts
Spülen Sie den Reis in einem Sieb gründlich, bis das Wasser klarer abläuft. So entfernen Sie Stärke, und die Körner kleben weniger. Kochen Sie den Reis nach Packungsangabe in Salzwasser, meist 12 bis 15 Minuten. Breiten Sie ihn danach auf einem Teller aus, damit er schnell abkühlt. Würfeln Sie Paprika und Gewürzgurken klein und schneiden Sie die Frühlingszwiebeln in feine Ringe. Für ein Partybuffet mit acht Personen vervierfachen Sie alle Mengen.
Anleitung für die Zubereitung
- Kochen Sie den gespülten Reis in reichlich Salzwasser, bis er gar ist, aber noch Biss hat, und gießen Sie ihn ab.
- Breiten Sie den Reis auf einem großen Teller aus und lassen Sie ihn mindestens 20 Minuten vollständig abkühlen.
- Geben Sie die gefrorenen Erbsen in ein Sieb und übergießen Sie sie mit kochendem Wasser, dann lassen Sie sie abtropfen.
- Verrühren Sie Mayonnaise, Joghurt, Gurkenwasser, Currypulver und Zucker zu einem glatten Dressing und würzen Sie es mit Salz und Pfeffer.
- Mischen Sie Reis, Paprika, Erbsen, Mais, Gewürzgurken und Frühlingszwiebeln in einer Schüssel.
- Heben Sie das Dressing unter, bis alles gleichmäßig überzogen ist.
- Lassen Sie den Salat abgedeckt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen und schmecken Sie ihn vor dem Servieren noch einmal ab.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Reis, Gemüse und Mayonnaise sind von Natur aus glutenfrei. Bei Currypulver und Gewürzgurken lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, gelegentlich enthalten Mischungen Weizenmehl. Laktose steckt nur im Joghurt. Ersetzen Sie ihn durch laktosefreien Joghurt oder nehmen Sie insgesamt 3 EL Mayonnaise und 2 EL Gurkenwasser. Dann wird das Dressing etwas fester und säuerlicher, schmeckt aber genauso.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Diese Version ist vegetarisch, solange Sie keine Fleischwurst ergänzen. Vegan wird der Salat mit 2 EL veganer Mayonnaise und 3 EL ungesüßtem Sojajoghurt. Wer mehr Eiweiß möchte, gibt 80 g abgetropfte Kichererbsen oder gewürfelten Räuchertofu dazu. Für Vegetarier passen gewürfelte, hart gekochte Eier, ähnlich wie im klassischen Eiersalat. Ein Ei pro Portion genügt.
Weitere Tipps und Tricks
Ein häufiger Fehler ist warmer Reis im Dressing. Er saugt die Sauce auf, wird klebrig und der Salat wirkt trocken. Lassen Sie den Reis daher vollständig auskühlen. Gekochter Reis kann Bakteriensporen enthalten, kühlen Sie ihn also zügig und halten Sie den fertigen Salat kalt. Im Kühlschrank hält er bis zu zwei Tage. Auf dem Buffet sollte er nicht länger als zwei Stunden ungekühlt stehen. Vor dem Servieren braucht er oft etwas Salz und Gurkenwasser.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für die klassische Partyversion mischen Sie 80 g Fleischwurst in Streifen und 50 g Ananasstücke unter. Mit mehr Curry und einem gewürfelten Apfel entsteht ein Curry-Reissalat. Wer es mediterran mag, ersetzt das Mayonnaisedressing durch Olivenöl und Zitronensaft und gibt Tomaten, Gurke und Feta dazu. Eine leichte Variante funktioniert ganz ohne Mayonnaise, nur mit Joghurt und Senf.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Mais passen gewürfelte Möhren, statt Erbsen grüne Bohnen in kleinen Stücken. Wer keine Gewürzgurken mag, nimmt Kapern oder gehackte grüne Oliven für die Säure. Schnittlauch lässt sich durch Petersilie oder Dill ersetzen. Mit Nudeln statt Reis entsteht der nahe Verwandte, der klassische Nudelsalat. Eine fruchtigere Richtung mit Apfel und Sellerie zeigt der Waldorfsalat.
Ideen für passende Getränke
Zum Reissalat passt auf dem Grillabend eine kalte Zitronenlimonade oder eine Apfelschorle. Ein Eistee mit Pfirsich harmoniert mit der milden Currywürze. Wer etwas Herbes möchte, nimmt eine Grapefruitschorle. Kinder trinken gern Orangensaft mit Mineralwasser dazu. Gut gekühltes Wasser mit Minze passt ebenfalls.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Füllen Sie den Salat in eine helle Schüssel, damit die Farben von Paprika, Erbsen und Mais zur Geltung kommen. Streuen Sie Schnittlauchröllchen und eine Prise Paprikapulver darüber. Auf dem Buffet machen sich kleine Portionsgläser gut. Als Beilage auf dem Teller formen Sie mit einer Tasse einen kleinen Reishügel neben Frikadellen oder Grillgut.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Reis wird in Deutschland bis heute fast nur importiert, als Milchreis und Suppeneinlage ist er aber seit Generationen bekannt. Der Reissalat mit Mayonnaise, Erbsen und Mais gilt als typischer Salat der Party- und Buffetküche der 1960er- und 1970er-Jahre, belegte Daten zu seiner Entstehung gibt es aber nicht. Einen Erfinder oder ein Originalrezept kennt man nicht. Ähnliche Reissalate kennt man in vielen Ländern, etwa die italienische insalata di riso. In Deutschland ist er bis heute ein fester Bestandteil von Grillfesten und Geburtstagen.
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Zusammenfassung: Reissalat
Reissalat ist schnell gemacht, wenn der Reis gründlich gespült und vollständig abgekühlt ist. Das Joghurt-Mayonnaise-Dressing bleibt leichter als reine Mayonnaise. Mit einer Stunde Ziehzeit im Kühlschrank verbinden sich die Aromen. Der Salat lässt sich nach Geschmack mit Wurst, Obst oder mediterranem Gemüse abwandeln.
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