
Vorstellung Reis
Mexikanischer Reis, oft „Arroz Rojo“ (roter Reis) genannt, ist eine klassische Beilage der mexikanischen Küche, bei der Langkornreis zunächst in Öl angebraten und anschließend in einer pürierten Tomaten-Zwiebel-Knoblauch-Mischung gegart wird. Das ergibt die typische orange-rote Farbe und einen dezent würzigen, leicht rauchigen Geschmack. Häufig kommen noch Erbsen, Karotten oder Mais hinzu, die für Farbe und zusätzliche Textur sorgen. Dieser Reis begleitet in Mexiko fast jede Hauptmahlzeit, von Tacos über gegrilltes Fleisch bis zu Bohnengerichten, und gilt als eine der Grundzubereitungen, die jede mexikanische Köchin und jeder Koch beherrscht.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 150 g Langkornreis
- 2 EL Pflanzenöl
- 2 reife Tomaten
- 1/2 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 250 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
- 1 kleine Karotte, gewürfelt
- 50 g Erbsen (frisch oder tiefgekühlt)
- 1 kleiner Chili (Serrano oder Jalapeño), optional
- Salz nach Geschmack
- Frischer Koriander zum Garnieren
Einkaufen der Zutaten
Für authentisches Ergebnis verwenden Sie am besten Langkornreis, der beim Anbraten locker bleibt und nicht verklebt, normaler Supermarktreis funktioniert gut. Reife, aromatische Tomaten sind entscheidend für Farbe und Geschmack, notfalls können Sie auch passierte Tomaten aus der Dose verwenden. Serrano- oder Jalapeño-Chilis finden Sie mittlerweile in vielen gut sortierten Supermärkten oder auf lateinamerikanischen und türkischen Märkten, sie sind für die klassische Note zwar nicht zwingend nötig, machen den Reis aber runder im Geschmack. Frische Erbsen und Karotten bekommen Sie ganzjährig auch tiefgekühlt, was die Zubereitung zusätzlich vereinfacht.
Vorbereitung des Gerichts
Spülen Sie den Reis vor der Zubereitung gründlich unter kaltem Wasser ab, bis das Wasser klar bleibt, das entfernt überschüssige Stärke und sorgt dafür, dass die Körner später locker und nicht klebrig sind. Pürieren Sie Tomaten, die halbe Zwiebel und den Knoblauch fein im Mixer, bis eine glatte Sauce entsteht. Karotte in kleine Würfel schneiden, Chili falls gewünscht fein hacken. Stellen Sie alle Zutaten griffbereit neben den Herd, da der Reis nach dem Anbraten zügig mit der Flüssigkeit abgelöscht werden sollte, damit er nicht anbrennt.
Anleitung für die Zubereitung
- Öl in einem Topf erhitzen und den abgetropften Reis darin unter Rühren goldbraun anbraten, bis er leicht getrocknet wirkt.
- Die pürierte Tomaten-Zwiebel-Knoblauch-Mischung dazugeben und kurz mitkochen, bis der Duft intensiver wird.
- Brühe angießen, Karotten und Erbsen hinzufügen und mit Salz abschmecken.
- Den ganzen Chili (falls verwendet) vorsichtig oben auf den Reis legen, ohne ihn zu zerdrücken.
- Alles einmal aufkochen lassen, dann Hitze reduzieren und den Topf mit einem Deckel verschließen.
- Bei niedriger Hitze etwa 18 bis 20 Minuten köcheln lassen, ohne den Deckel zwischendurch zu öffnen.
- Vom Herd nehmen und weitere 5 Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit der Reis nachgart.
- Mit einer Gabel auflockern, mit frischem Koriander bestreuen und servieren.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Mexikanischer Reis ist von Natur aus sowohl glutenfrei als auch laktosefrei, da weder Weizen noch Milchprodukte in der klassischen Zubereitung vorkommen. Achten Sie lediglich darauf, dass die verwendete Brühe keine glutenhaltigen Zusatzstoffe enthält, was bei den meisten Bio- oder klar deklarierten Brühen ohnehin der Fall ist. Damit eignet sich dieses Gericht problemlos für Menschen mit Zöliakie oder Laktoseintoleranz, ohne dass am Rezept etwas geändert werden müsste.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für eine rein pflanzliche Variante verwenden Sie schlicht Gemüsebrühe statt Hühnerbrühe, der Rest des Rezepts bleibt unverändert, da Reis, Tomaten und Gemüse ohnehin komplett pflanzlich sind. Wer zusätzliches Protein einbauen möchte, kann schwarze Bohnen oder Kichererbsen unter den fertigen Reis mischen, was in Mexiko ohnehin eine sehr verbreitete Kombination ist. So bleibt der Reis genauso aromatisch und farbenfroh, ganz ohne tierische Zutaten.
Weitere Tipps und Tricks
Braten Sie den Reis vor dem Ablöschen wirklich gründlich an, bis die Körner leicht durchscheinend und golden sind, dieser Schritt ist entscheidend für die lockere, nicht klebrige Konsistenz des fertigen Gerichts. Öffnen Sie während der Garzeit auf keinen Fall den Deckel, da sonst Dampf entweicht und der Reis ungleichmäßig gart. Das Verhältnis von Reis zu Flüssigkeit sollte immer etwa 1 zu 1,5 bis 1 zu 1,7 betragen, je nach Reissorte kann das leicht variieren. Wer den Reis noch aromatischer mag, brät vor dem Reis etwas fein gehackte Zwiebel im Öl an.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es schärfer mag, hackt den Chili klein und rührt ihn direkt unter, statt ihn nur ganz mitzukochen, wer es milder mag, lässt ihn ganz weg. Zusätzliches Gemüse wie Mais, Paprika oder Zucchiniwürfel lässt sich problemlos einarbeiten und macht den Reis bunter und nahrhafter. Für eine kräftigere Farbe können Sie einen Teelöffel Tomatenmark mit in die pürierte Sauce geben, für eine mildere, hellere Variante reduzieren Sie einfach die Tomatenmenge. Auch die Menge an Brühe lässt sich anpassen, je nachdem ob der Reis eher trocken-körnig oder etwas feuchter sein soll.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Sind frische Tomaten nicht verfügbar oder nicht aromatisch genug, greifen Sie einfach zu passierten Tomaten aus der Dose, die ganzjährig gleichbleibende Qualität liefern. Statt Hühnerbrühe können Sie auch Gemüsebrühe oder sogar nur Wasser mit etwas zusätzlichem Salz verwenden, wobei die Brühe dem Reis mehr Tiefe verleiht. Fehlt Serrano- oder Jalapeño-Chili, tut es auch eine milde grüne Peperoni oder etwas Chiliflocken. Karotten und Erbsen lassen sich je nach Saison durch Mais, Paprika oder grüne Bohnen ersetzen, ohne dass sich der Grundcharakter des Gerichts wesentlich ändert.
Ideen für passende Getränke
Zu mexikanischem Reis passt klassisch ein kühles mexikanisches Bier wie Corona oder Pacífico mit einer Limettenscheibe hervorragend. Alkoholfrei empfiehlt sich ein frischer Agua-Fresca-Drink, etwa aus Wassermelone, Hibiskus oder Limette, der die würzigen Aromen des Reises schön ausgleicht. Auch ein einfaches Limettenwasser mit etwas Minze passt gut, besonders wenn der Reis als Beilage zu einem etwas schärferen Hauptgericht serviert wird.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Häufen Sie den Reis locker mit einer Gabel aufgelockert auf dem Teller an, statt ihn fest anzudrücken, so wirken die einzelnen Körner appetitlich locker und luftig. Ein paar Korianderblätter und eine Limettenspalte obenauf sorgen für frische Farbtupfer und einen appetitanregenden Duft. Als Beilage neben Tacos oder Enchiladas lässt sich der Reis auch mit einem kleinen Klecks saurer Sahne oder etwas Guacamole am Tellerrand ergänzen, was die Präsentation zusätzlich auflockert.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Reis wurde erst mit den spanischen Kolonisatoren im 16. Jahrhundert nach Mexiko gebracht, fand aber schnell Eingang in die lokale Küche und verschmolz mit einheimischen Zutaten wie Tomaten und Chili zu einem eigenständigen Gericht. Die charakteristische rote Farbe des Arroz Rojo entstand aus der Kombination von Tomaten, die in Mexiko schon lange vor der Kolonialzeit heimisch waren, mit der neu eingeführten Getreideart. Heute ist der Reis so tief in der mexikanischen Alltagsküche verankert, dass er zusammen mit Bohnen als eine der zwei unverzichtbaren Beilagen fast jeder Mahlzeit gilt und in praktisch jeder Region des Landes in leichten Variationen zubereitet wird.
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Zusammenfassung: Reis
Mexikanischer Reis ist eine einfache, aber unverzichtbare Beilage der mexikanischen Küche, geprägt von der charakteristischen roten Farbe aus Tomaten und einem dezent würzigen Aroma. Mit wenigen Zutaten und der richtigen Technik gelingt er locker und aromatisch und passt zu einer Vielzahl mexikanischer Hauptgerichte. Wer diesen Reis einmal beherrscht, hat einen festen Bestandteil der mexikanischen Küche für den eigenen Speiseplan gewonnen.
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