Vorstellung Blumenkohlgemüse
Blumenkohlgemüse ist eine der klassischen Gemüsebeilagen der deutschen Alltagsküche. Ein Kopf Blumenkohl wird in Röschen geteilt, in Salzwasser gegart und mit einer hellen Mehlschwitze-Sauce übergossen. Die Sauce entsteht aus dem Kochwasser und Milch, dadurch schmeckt sie deutlich nach Kohl und nicht nur nach Mehl. Muskatnuss gehört fast immer dazu, ein Spritzer Zitrone macht sie frischer. Die zweite verbreitete Form ist Blumenkohl mit Butterbröseln, also mit in Butter gebräunten Semmelbröseln darüber. Serviert wird das Gemüse zu Salzkartoffeln und Fleisch, etwa zu Frikadellen, Schnitzel oder Kotelett. Im Sommer und Herbst ist Blumenkohl aus regionalem Anbau am günstigsten.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 1 kleiner Blumenkohl (etwa 500 g)
- 1 1/2 TL Salz für das Kochwasser
- 20 g Butter
- 20 g Weizenmehl Type 405
- 150 ml Blumenkohl-Kochwasser
- 100 ml Milch
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 1 Prise weißer Pfeffer
- 1 TL Zitronensaft
- 1 TL glatte Petersilie, gehackt
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Ein guter Blumenkohl hat einen festen, geschlossenen Kopf in Weiß bis Cremeweiß, ohne braune Flecken. Die Blätter sollten grün und knackig sein, welke Blätter zeigen, dass er schon länger liegt. Je schwerer der Kopf im Verhältnis zur Größe, desto frischer ist er. Aus deutschem Anbau gibt es Blumenkohl von Juni bis November. Neben dem weißen finden Sie auf Märkten auch violetten, grünen und orangefarbenen Blumenkohl, der genauso gegart wird. Muskatnuss kaufen Sie am besten ganz und reiben sie frisch, das gemahlene Pulver verliert schnell an Aroma.
Vorbereitung des Gerichts
Entfernen Sie die äußeren Blätter und schneiden Sie den Strunk keilförmig heraus. Teilen Sie den Kopf in gleich große Röschen von etwa 4 cm, damit sie gleichzeitig gar werden. Die zarten inneren Blätter und den geschälten Strunk können Sie in kleinen Stücken mitgaren. Waschen Sie die Röschen in kaltem Wasser. Wiegen Sie Butter und Mehl ab und stellen Sie Milch und einen Schneebesen bereit, denn die Sauce geht schnell. Für vier Personen verdoppeln Sie alle Mengen.
Anleitung für die Zubereitung
- Bringen Sie in einem Topf etwa 1,5 Liter Wasser mit 1 1/2 TL Salz zum Kochen.
- Geben Sie die Blumenkohlröschen hinein und garen Sie sie bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten, bis ein Messer leicht in den Strunk gleitet.
- Gießen Sie den Blumenkohl ab, fangen Sie dabei 150 ml Kochwasser auf und halten Sie die Röschen im Topf mit Deckel warm.
- Schmelzen Sie die Butter in einem kleinen Topf, streuen Sie das Mehl hinein und rühren Sie es 1 bis 2 Minuten bei mittlerer Hitze, ohne dass es Farbe annimmt.
- Gießen Sie nach und nach das Kochwasser und dann die Milch dazu und rühren Sie dabei ständig mit dem Schneebesen, damit keine Klümpchen entstehen.
- Lassen Sie die Sauce unter Rühren 5 Minuten leise köcheln, bis sie sämig ist.
- Schmecken Sie die Sauce mit Muskat, Pfeffer, Zitronensaft und Salz ab.
- Richten Sie die Röschen in einer Schüssel an, gießen Sie die Sauce darüber und bestreuen Sie alles mit Petersilie.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Der Blumenkohl selbst ist glutenfrei, Gluten kommt nur über das Mehl in die Sauce. Binden Sie die Sauce stattdessen mit 1 1/2 TL Speisestärke, kalt in etwas Milch angerührt und in die kochende Flüssigkeit gerührt. Butter und Mehl entfallen dann, geben Sie 10 g Butter am Ende dazu. Laktosefrei wird das Gericht mit laktosefreier Milch und laktosefreier Butter, die Sauce schmeckt genauso.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Das Gemüse ist vegetarisch. Für die vegane Version ersetzen Sie die Butter durch 20 g Pflanzenmargarine oder Rapsöl und die Milch durch ungesüßten Haferdrink, der hat einen milden, leicht süßen Geschmack, der gut zum Kohl passt. Sojadrink geht auch, die Sauce wird damit etwas fester. Bei der Bröselvariante bräunen Sie 2 EL Semmelbrösel in 20 g Margarine an.
Weitere Tipps und Tricks
Garen Sie den Blumenkohl nicht zu lange, weich gekochte Röschen zerfallen und schmecken stark nach Kohl. Ein Schuss Milch im Kochwasser hält ihn weiß. Rühren Sie die Mehlschwitze nur hell an, gebräunt passt sie nicht zum zarten Gemüse. Bilden sich doch Klümpchen, gießen Sie die Sauce durch ein Sieb. Reste halten im Kühlschrank zwei Tage, die Sauce dickt dabei nach, verdünnen Sie sie beim Aufwärmen mit etwas Milch.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für Blumenkohl mit Butterbröseln bräunen Sie 30 g Butter in einer Pfanne, rösten 2 EL Semmelbrösel darin goldbraun und streuen sie über die Röschen. Mit 40 g geriebenem Gouda in der Sauce wird eine Käsesauce daraus, mit der Sie das Gemüse bei 200 °C 10 Minuten überbacken. Ein hart gekochtes, gehacktes Ei über den Bröseln ergibt die Variante nach polnischer Art.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Kochwasser können Sie Gemüsebrühe nehmen, dann vorsichtig salzen. Ein Teil der Milch lässt sich durch Sahne ersetzen, die Sauce wird runder. Statt Muskat passt eine Prise Curry. Romanesco oder Brokkoli können Sie genauso zubereiten, die Garzeit ist dann etwa zwei Minuten kürzer. Zitronensaft lässt sich durch einen Spritzer Weißweinessig ersetzen.
Ideen für passende Getränke
Zu Blumenkohlgemüse mit Fleisch und Kartoffeln passt ein Glas kalte Buttermilch. Ebenso gut sind Apfelsaftschorle oder ein stilles Mineralwasser mit Zitrone. Wer etwas Würziges mag, nimmt einen alkoholfreien Malztrunk aus der Flasche ins Glas gegossen.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie die Röschen in einer vorgewärmten Schüssel, die Sauce nur über die Mitte gegossen, damit die weißen Spitzen sichtbar bleiben. Petersilie obenauf bringt Farbe. Auf dem Teller liegt das Gemüse neben Salzkartoffeln und einer Frikadelle. Die Bröselvariante wirkt am besten auf einem flachen Teller.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Blumenkohl ist eine Kulturform des Gemüsekohls. Venezianer brachten die Samen im Mittelalter aus der Levante nach Italien, seit dem 16. Jahrhundert wird er in ganz Europa angebaut. Heute ist er in Deutschland eine alltägliche Beilage. Die helle Sauce aus Mehlschwitze und Milch ist eine Verwandte der französischen Béchamelsauce und in der deutschen Hausmannskost eine der üblichsten Saucen für Gemüse. Ähnlich zubereitet werden Kohlrabi, Spargel oder die Béchamelkartoffeln aus der DDR-Küche.
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Zusammenfassung: Blumenkohlgemüse
Eine einfache Beilage, die mit zwei Handgriffen gelingt. Wichtig sind kurze Garzeit, das aufgefangene Kochwasser für die Sauce und frisch geriebene Muskatnuss. Wer die Bröselvariante wählt, spart die Sauce und bekommt etwas Knuspriges auf den Teller.
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