Vorstellung Blumenkohlsalat
Der Blumenkohlsalat ist ein Gemüsesalat aus der deutschen Hausküche, der weniger bekannt ist als Gurkensalat oder Krautsalat, aber genauso einfach. Die Röschen werden kurz in Salzwasser gegart und dann mit einer Vinaigrette aus Essig, Öl und Senf angemacht. Fein gewürfelte Schalotte und viel Schnittlauch und Petersilie gehören dazu. Der Kohl bleibt bissfest und schmeckt mild, das Dressing bringt Säure. Es gibt auch eine cremige Fassung mit Joghurt. Man isst den Salat als Beilage im Sommer und Herbst, wenn Blumenkohl aus Deutschland Saison hat. Nach einer Stunde Ziehen schmeckt er runder als direkt nach dem Anmachen.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 1 kleiner Blumenkohl (etwa 400 g)
- 1 TL Salz für das Kochwasser
- 1 Schalotte
- 2 EL Weißweinessig oder Apfelessig
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 TL Honig
- 3 EL Rapsöl
- 2 EL Kochwasser vom Blumenkohl
- ½ Bund Schnittlauch
- 2 Stiele glatte Petersilie
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 1 EL geröstete Sonnenblumenkerne (nach Belieben)
Einkaufen der Zutaten
Kaufen Sie einen festen, weißen Blumenkohl mit frischen grünen Blättern. Je kleiner der Kopf, desto zarter meist die Röschen. Neben dem weißen gibt es Romanesco und violetten oder gelben Blumenkohl, die sich alle für diesen Salat eignen. Der violette verliert beim Kochen etwas Farbe, ein Schuss Essig im Wasser hilft. Beim Essig reicht ein milder Weißwein- oder Apfelessig. Rapsöl schmeckt neutral, kaltgepresstes Rapsöl leicht nussig. Kräuter kaufen Sie am besten frisch im Bund, getrocknete taugen hier nicht.
Vorbereitung des Gerichts
Teilen Sie den Blumenkohl in kleine Röschen von 2 bis 3 cm. Den Strunk können Sie schälen und in dünne Scheiben schneiden, er wird mitgegart. Waschen Sie die Röschen in kaltem Wasser. Schälen Sie die Schalotte und würfeln Sie sie sehr fein. Schneiden Sie den Schnittlauch in Röllchen und hacken Sie die Petersilie. Stellen Sie eine Schüssel mit Eiswasser bereit, wenn Sie den Salat kalt servieren wollen. Für eine Party verdoppeln Sie die Mengen, die Garzeit bleibt gleich.
Anleitung für die Zubereitung
- Bringen Sie reichlich Wasser mit dem Salz zum Kochen und garen Sie die Röschen darin 4 bis 5 Minuten, bis sie mit einem Messer gerade noch Widerstand bieten.
- Nehmen Sie 2 EL Kochwasser ab und gießen Sie den Blumenkohl in ein Sieb ab. Lassen Sie ihn 5 Minuten ausdampfen.
- Verrühren Sie in einer Schüssel Essig, Senf, Honig, Kochwasser, ½ TL Salz und Pfeffer.
- Schlagen Sie das Öl mit dem Schneebesen unter, bis das Dressing leicht bindet, und rühren Sie die Schalottenwürfel ein.
- Geben Sie den noch lauwarmen Blumenkohl dazu und mischen Sie alles vorsichtig, damit die Röschen ganz bleiben.
- Lassen Sie den Salat mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde, bei Zimmertemperatur ziehen.
- Heben Sie vor dem Servieren Schnittlauch und Petersilie unter, schmecken Sie noch einmal mit Salz, Pfeffer und Essig ab und streuen Sie die Sonnenblumenkerne darüber.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Der Salat ist in dieser Form glutenfrei und laktosefrei. Prüfen Sie nur den Senf, einige Sorten enthalten Weizen als Zusatz. In der Joghurt-Variante nehmen Sie laktosefreien Naturjoghurt oder Sojajoghurt. Als glutenfreie Beilage passen Pellkartoffeln oder Reiswaffeln statt Brot.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für Vegetarier ist der Salat bereits geeignet. Vegan wird er, wenn Sie den Honig durch 1 TL Ahornsirup oder Agavendicksaft ersetzen. Für eine sättigende Hauptmahlzeit geben Sie 100 g gekochte Linsen oder eine halbe Dose abgetropfte Kichererbsen dazu. Gewürfelter Räuchertofu, 80 g pro Person, bringt eine herzhafte Note und Eiweiß.
Weitere Tipps und Tricks
Kochen Sie die Röschen lieber zu kurz als zu lang. Weicher Kohl wird im Dressing matschig und schmeckt streng. Geben Sie die Kräuter erst kurz vor dem Servieren dazu, sonst werden sie dunkel. Im Kühlschrank hält der Salat zwei Tage in einer geschlossenen Dose. Nehmen Sie ihn eine halbe Stunde vor dem Essen heraus, kalt schmeckt das Öl kaum. Einfrieren geht nicht.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für die cremige Fassung ersetzen Sie zwei Drittel des Öls durch 4 EL Naturjoghurt und geben eine Prise Currypulver dazu. Wer es herzhaft mag, mischt 50 g gebratene Speckwürfel unter. Gewürfelter Apfel oder ein paar Radieschen bringen Frische. Ein gehacktes hartgekochtes Ei macht den Salat sättigender. Mit Dill statt Petersilie schmeckt er nordisch.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Weißweinessig funktioniert Zitronensaft, dann etwas mehr Honig. Die Schalotte lässt sich durch zwei Frühlingszwiebeln oder eine halbe rote Zwiebel ersetzen. Romanesco oder Brokkoli können den Blumenkohl ganz oder teilweise vertreten. Sonnenblumenkerne ersetzen Sie durch geröstete Kürbiskerne oder Haselnüsse. Für eine kräftigere Note nehmen Sie körnigen Dijonsenf.
Ideen für passende Getränke
Als Getränk eignet sich eine Rhabarberschorle oder eine Apfelschorle, beide haben genug Säure für das Dressing. Kühles Mineralwasser mit Gurkenscheiben und Minze ist leicht und passt gut zu Grillabenden. Wer es süßlich mag, trinkt eine selbstgemachte Holunderblütenlimonade.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Richten Sie den Salat in einer flachen Schüssel an, damit die Röschen nicht zerdrückt werden. Ein paar ganze Schnittlauchhalme und Petersilienblätter obenauf sehen frisch aus. Gemischter weißer, violetter und grüner Blumenkohl ergibt eine bunte Schüssel. Neben Frikadellen oder Bratwurst wird er Teil eines einfachen Sommeressens.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Blumenkohl kam aus dem östlichen Mittelmeerraum über Italien nach Mitteleuropa und wird seit dem 16. Jahrhundert in ganz Europa angebaut. In der deutschen Küche kam er lange vor allem gekocht mit Buttersauce oder Semmelbröseln auf den Tisch. Kalte Gemüsesalate mit Essig und Öl sind hier genauso verbreitet, etwa Kartoffelsalat oder Bohnensalat. Der Blumenkohlsalat folgt diesem Muster, ein eigener Ursprung ist nicht belegt. In Neapel gibt es mit der Insalata di rinforzo einen bekannten Blumenkohlsalat mit Oliven und Kapern, der dort zu Weihnachten gegessen wird.
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Zusammenfassung: Blumenkohlsalat
Blumenkohlsalat besteht aus kurz gegarten Röschen in einem einfachen Senfdressing mit Schalotte und Kräutern. Entscheidend sind die kurze Garzeit und das Anmachen im lauwarmen Zustand. Mit Joghurt wird er cremig, mit Linsen oder Räuchertofu ein Hauptgericht. Er hält sich zwei Tage im Kühlschrank.
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