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Nationalgericht Deutschland: Streuselkuchen (Rezept)

by Food-Enthusiasten Team

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Nationalgericht Deutschland: Streuselkuchen (Rezept)
Nationalgericht Deutschland: Streuselkuchen (Rezept)

Beim Bäcker liegt er meist ganz unscheinbar in der Auslage, und trotzdem ist das Blech am Nachmittag leer. Streuselkuchen besteht aus zwei Dingen, einem weichen Hefeteig und einer Schicht Butterstreusel, die fast so dick ist wie der Boden. Mehr braucht er nicht. Dieses Rezept ist für eine eckige Form von 20 mal 20 cm gedacht und ergibt neun Stücke.

Tipp: Hier gibt es 463 weitere Rezepte aus Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

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  • Vorstellung Streuselkuchen
  • Zutatenliste für 1-2 Portionen
  • Einkaufen der Zutaten
  • Vorbereitung des Gerichts
  • Anleitung für die Zubereitung
  • Zubereitung ohne Gluten / Laktose
  • Tipps für Veganer und Vegetarier
  • Weitere Tipps und Tricks
  • Anpassung vom Rezept an Vorlieben
  • Alternativen zu bestimmten Zutaten
  • Ideen für passende Getränke
  • Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
  • Hintergrundinformationen zur Geschichte
  • Weitere Rezeptvorschläge
  • Zusammenfassung: Streuselkuchen
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Vorstellung Streuselkuchen

Streuselkuchen ist ein Hefeblechkuchen, der in ganz Deutschland gebacken wird, besonders verbreitet in Sachsen und traditionell in Schlesien. Der Boden ist ein milder, leicht süßer Hefeteig. Darauf kommen grobe Streusel aus Mehl, Zucker und Butter, im Verhältnis von ungefähr drei zu zwei zu zwei. Im Ofen werden sie hellgolden und knusprig, während der Teig darunter weich bleibt. Gegessen wird er zum Nachmittagskaffee, bei Geburtstagen und Beerdigungen, oft zusammen mit Butterkuchen auf demselben Kuchenteller. Viele Bäcker legen unter die Streusel noch Obst, Pudding oder Quark. Der reine Streuselkuchen ohne Belag ist die schlichteste und vielleicht beste Form.

Zutatenliste für 1-2 Portionen

  • 200 g Weizenmehl Type 550 für den Teig
  • 100 ml lauwarme Vollmilch
  • 10 g frische Hefe (ein knappes Viertel Würfel)
  • 30 g Zucker für den Teig
  • 30 g weiche Butter für den Teig
  • 1 kleines Ei (Größe S)
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Weizenmehl Type 405 für die Streusel
  • 100 g Zucker für die Streusel
  • 100 g kalte Butter für die Streusel
  • 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
  • 1 Messerspitze gemahlener Zimt (nach Belieben)
  • 1 EL Puderzucker zum Bestäuben

Einkaufen der Zutaten

Für den Hefeteig eignet sich Mehl Type 550 gut, es nimmt etwas mehr Flüssigkeit auf und gibt dem Boden Halt. Für die Streusel reicht normales Type 405. Frische Hefe finden Sie im Kühlregal neben der Butter, sie sollte hell und bröckelig sein, nicht grau oder schmierig. Statt 10 g frischer Hefe können Sie 3,5 g Trockenhefe nehmen. Die Butter für die Streusel ist die wichtigste Zutat. Nehmen Sie Süßrahmbutter oder mild gesäuerte Butter, keine Margarine, sonst schmecken die Streusel flach und werden im Ofen weich.

Vorbereitung des Gerichts

Nehmen Sie das Ei und die Butter für den Teig etwa eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank. Die Butter für die Streusel bleibt dagegen kalt, schneiden Sie sie in kleine Würfel und legen Sie sie zurück in den Kühlschrank. Fetten Sie eine eckige Form von 20 mal 20 cm ein oder legen Sie sie mit Backpapier aus. Erwärmen Sie die Milch auf etwa 35 °C, sie soll sich am Handgelenk lauwarm anfühlen. Für ein ganzes Blech von 30 mal 40 cm verdreifachen Sie alle Mengen und backen etwa 5 Minuten länger.

Anleitung für die Zubereitung

  1. Lösen Sie die Hefe mit 1 TL vom Zucker in der lauwarmen Milch auf und lassen Sie die Mischung 10 Minuten stehen, bis sich Bläschen bilden.
  2. Geben Sie 200 g Mehl, den restlichen Teigzucker, das Salz, das Ei und die weiche Butter in eine Schüssel, gießen Sie die Hefemilch dazu und kneten Sie alles 5 bis 7 Minuten zu einem glatten, weichen Teig.
  3. Decken Sie die Schüssel ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat.
  4. Verreiben Sie für die Streusel 150 g Mehl, 100 g Zucker, Vanillezucker, Zimt und die kalten Butterwürfel mit den Fingerspitzen zu groben Krümeln und stellen Sie sie kalt.
  5. Drücken Sie den Teig mit bemehlten Händen gleichmäßig in die Form und lassen Sie ihn abgedeckt weitere 15 Minuten gehen, heizen Sie inzwischen den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor.
  6. Streichen Sie den Teig dünn mit etwas Milch ein und verteilen Sie die Streusel dicht und locker darauf, ohne sie anzudrücken.
  7. Backen Sie den Kuchen auf mittlerer Schiene 25 bis 30 Minuten, bis die Streusel hellgolden sind und der Boden an den Rändern gebräunt ist.
  8. Lassen Sie ihn in der Form 10 Minuten abkühlen, bestäuben Sie ihn mit Puderzucker und schneiden Sie ihn in neun Stücke.

Zubereitung ohne Gluten / Laktose

Glutenfrei backen Sie den Kuchen mit einer glutenfreien Mehlmischung für Hefeteig, die Flohsamenschalen oder Xanthan enthält. Der Teig wird weicher und klebriger, streichen Sie ihn mit einem nassen Löffel in die Form. Für die Streusel funktioniert eine Mischung aus 100 g glutenfreiem Mehl und 50 g gemahlenen Mandeln gut. Laktosefrei wird der Streuselkuchen mit laktosefreier Milch und laktosefreier Butter, am Rezept ändert sich sonst nichts.

Tipps für Veganer und Vegetarier

Streuselkuchen ist vegetarisch. Für die vegane Variante nehmen Sie 100 ml Haferdrink statt Milch, lassen das Ei weg und geben dafür 1 EL Pflanzenöl und 1 EL mehr Haferdrink in den Teig. Butter ersetzen Sie durch vegane Butter am Block, für die Streusel 100 g, für den Teig 30 g. Weiche Streichmargarine aus dem Becher eignet sich nicht, die Streusel zerlaufen damit.

Weitere Tipps und Tricks

Der häufigste Fehler sind Streusel, die zu Sand werden statt zu Krümeln. Das passiert, wenn die Butter warm ist oder zu lange gerieben wird. Hören Sie auf, sobald sich erbsen- bis haselnussgroße Klumpen bilden. Drücken Sie die Streusel nicht fest, sonst entsteht eine harte Platte. Am besten schmeckt der Kuchen am Backtag. Zugedeckt hält er sich zwei Tage, danach wird der Hefeboden trocken. Einzelne Stücke lassen sich gut einfrieren und bei Zimmertemperatur in einer Stunde auftauen.

Anpassung vom Rezept an Vorlieben

Mit Obst unter den Streuseln wird ein anderer Kuchen daraus. Gut passen 300 g entsteinte Zwetschgen, Kirschen aus dem Glas oder Apfelspalten. Mit einer Schicht Quarkcreme erhalten Sie einen Käsestreuselkuchen. Für nussige Streusel ersetzen Sie 30 g Mehl durch gemahlene Haselnüsse. Wer es weniger süß mag, nimmt nur 80 g Zucker in die Streusel, sie bräunen dann etwas weniger.

Alternativen zu bestimmten Zutaten

Statt Weizenmehl Type 550 können Sie Dinkelmehl Type 630 nehmen, der Teig braucht dann etwa 1 EL weniger Milch. Brauner Zucker in den Streuseln macht sie dunkler und karamelliger. Den Zimt können Sie weglassen oder durch abgeriebene Zitronenschale ersetzen. Wenn Sie keine Hefe verwenden möchten, backen Sie den Boden als Rührteig aus 150 g Mehl, 75 g Butter, 75 g Zucker, 1 Ei und 1 TL Backpulver.

Ideen für passende Getränke

Zu Streuselkuchen gehört Filterkaffee, so wird er seit Jahrzehnten am Nachmittag gegessen. Wer keinen Kaffee mag, trinkt einen kräftigen Schwarztee mit einem Schuss Milch oder einen Früchtetee. Kinder mögen kalte Milch oder Kakao dazu. Im Sommer passt eine Apfelschorle, weil sie die Butter im Kuchen etwas ausgleicht.

Vorschläge zur ansprechenden Präsentation

Schneiden Sie den Kuchen mit einem langen, scharfen Messer in gerade Quadrate, damit die Streusel nicht abbrechen. Legen Sie die Stücke auf eine Holzplatte oder einen hellen Kuchenteller. Puderzucker erst kurz vor dem Servieren darüber sieben, sonst zieht er ein. Ein Klecks Schlagsahne an der Seite passt, nötig ist er bei diesem schlichten Gebäck nicht.

Hintergrundinformationen zur Geschichte

Die Erfindung wird oft der schlesischen Küche zugeschrieben, schriftliche Belege dafür fehlen. Das älteste bekannte Zeugnis stammt von 1584, aufgekommen ist der Kuchen wohl in Obersachsen. In Schlesien war er spätestens im 19. Jahrhundert weit verbreitet und wurde etwa zur Kirmes gebacken, Joseph von Eichendorff erwähnt ihn 1857 in einem Brief. Im Rheinland kannte man ihn als Beerdigungskuchen, in der Pfalz heißt er Riwwelkuchen. Eine Verwandte ist die Schlesische Streuseltorte. In Bäckereien gehört Streuselkuchen bis heute zum festen Angebot an Blechkuchen.

Weitere Rezeptvorschläge

  • Bienenstich
  • Eierschecke
  • Zwetschgenkuchen
  • Rhabarberkuchen
  • Prophetenkuchen

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Zusammenfassung: Streuselkuchen

Für diesen Kuchen braucht es nur Vorratszutaten und etwas Geduld beim Gehen des Teigs. Achten Sie auf kalte Butter und lockere Streusel, dann bleiben sie knusprig über dem weichen Boden. Die kleine Form reicht für einen Nachmittag zu zweit mit Resten für den nächsten Tag.

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    Kategorie: Nationalgericht Deutschland, Desserts Stichworte: Deutschland, Geschichte, Getränke, Gewürze, Präsentation, Streuselkuchen, Vegetarisch

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