Vorstellung Paprikasuppe
Die Paprikasuppe ist eine Gemüsecremesuppe, wie sie in deutschen Haushalten im Spätsommer gekocht wird, wenn rote Paprika günstig und reif sind. Rote Schoten sind süßer als grüne, weil sie länger an der Pflanze reifen. Gekocht und püriert ergeben sie eine dicke, orangerote Suppe, die nach Paprika und ein wenig nach Tomate schmeckt. Eine Kartoffel bindet die Suppe, sodass man kein Mehl braucht. Edelsüßes und geräuchertes Paprikapulver verstärken das Aroma. Sie wird als Vorspeise oder mit Brot als leichtes Abendessen gegessen. Wer Paprika in anderer Form mag, kennt sie aus gefüllten Paprika oder dem Letscho. Die Suppe ist mild genug für Kinder und lässt sich mit Chili schärfer machen.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 2 rote Paprikaschoten (etwa 350 g)
- 1 mittelgroße Zwiebel (etwa 100 g)
- 1 Knoblauchzehe
- 1 kleine mehligkochende Kartoffel (etwa 80 g)
- 1 EL Rapsöl oder Olivenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
- 500 ml Gemüsebrühe
- 75 ml Schlagsahne
- 1 TL Zitronensaft
- Salz, schwarzer Pfeffer, 1 Prise Zucker
- 2 EL Schmand und etwas Schnittlauch zum Servieren
Einkaufen der Zutaten
Kaufen Sie feste, glänzende rote Paprika mit grünem Stielansatz, die Haut sollte straff und ohne weiche Stellen sein. Im August und September gibt es Freilandpaprika, etwa aus Ungarn, sie schmecken meist intensiver als Gewächshausware im Winter. Spitzpaprika sind dünnhäutiger und noch süßer, sie eignen sich ebenso. Bei der Kartoffel nehmen Sie eine mehligkochende Sorte, die zerfällt beim Kochen und bindet besser. Geräuchertes Paprikapulver finden Sie als Pimentón de la Vera im Gewürzregal. Eine Gemüsebrühe ohne Geschmacksverstärker lässt die Paprika mehr in den Vordergrund treten.
Vorbereitung des Gerichts
Waschen Sie die Paprika, halbieren Sie sie und entfernen Sie Stiel, Kerne und die weißen Trennwände. Schneiden Sie sie in grobe Stücke von etwa 3 cm. Schälen Sie Zwiebel, Knoblauch und Kartoffel. Würfeln Sie die Zwiebel grob, hacken Sie den Knoblauch und schneiden Sie die Kartoffel in 1 cm große Würfel. Erhitzen Sie die Brühe in einem Wasserkocher oder kleinen Topf. Wer die Suppe besonders glatt mag, legt ein feines Sieb bereit.
Anleitung für die Zubereitung
- Erhitzen Sie das Öl in einem mittelgroßen Topf und dünsten Sie die Zwiebel bei mittlerer Hitze 4 Minuten glasig.
- Geben Sie Knoblauch und Paprikastücke dazu und braten Sie alles unter Rühren 5 Minuten an, bis die Paprika an den Rändern leicht Farbe nimmt.
- Rühren Sie Tomatenmark und beide Paprikapulver ein und rösten Sie sie 1 Minute mit, das Pulver darf nicht verbrennen.
- Gießen Sie die heiße Brühe an, geben Sie die Kartoffelwürfel dazu und lassen Sie die Suppe zugedeckt 20 Minuten leise köcheln, bis alles weich ist.
- Pürieren Sie die Suppe mit dem Stabmixer 2 Minuten sehr fein und streichen Sie sie bei Bedarf durch ein Sieb, um Hautreste zu entfernen.
- Rühren Sie die Sahne ein und lassen Sie die Suppe noch einmal kurz aufkochen.
- Schmecken Sie mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Zitronensaft ab und servieren Sie sie mit einem Klecks Schmand und Schnittlauch.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Die Suppe ist glutenfrei, weil die Kartoffel statt Mehl bindet. Prüfen Sie nur die Brühe, einige Würfel enthalten Weizen. Laktosefrei wird sie mit laktosefreier Sahne und laktosefreiem Schmand oder Crème fraîche. Ebenso gut passt ein Löffel Kokosmilch, der die Suppe leicht exotisch macht. Ganz ohne Sahne funktioniert sie ebenfalls, dann pürieren Sie 1 EL Olivenöl mit.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Mit Gemüsebrühe ist die Suppe vegetarisch. Für die vegane Version ersetzen Sie die Sahne durch 75 ml Hafer- oder Sojacuisine und den Schmand durch 2 EL ungesüßten Sojajoghurt. Geröstete Kürbiskerne oder 50 g gebratene Räuchertofuwürfel als Einlage machen sie sättigender. Wer mehr Eiweiß möchte, kocht 100 g abgetropfte weiße Bohnen mit und püriert sie unter.
Weitere Tipps und Tricks
Die Paprikahaut ist der Grund, wenn die Suppe faserig wird. Ein leistungsstarker Mixer oder das Passieren durch ein Sieb hilft. Wer Zeit hat, röstet die Paprika vorher 20 Minuten bei 220 °C im Ofen, bis die Haut Blasen wirft, und zieht sie dann ab. Die Suppe schmeckt danach rauchiger. Im Kühlschrank hält sie 3 Tage, eingefroren ohne Sahne etwa 3 Monate. Die Sahne geben Sie dann erst beim Aufwärmen dazu. Für 4 Portionen verdoppeln Sie alle Mengen.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für mehr Schärfe kochen Sie eine halbe entkernte rote Chilischote mit oder würzen mit Cayennepfeffer. Eine Prise gemahlener Kreuzkümmel gibt der Suppe einen orientalischen Zug. Mit 200 g gehackten Tomaten aus der Dose statt eines Teils der Brühe wird sie fruchtiger. Wer eine Einlage mag, gibt gebratene Chorizo-Scheiben, Croûtons oder Garnelen hinein. Mit etwas Feta zerbröselt obenauf schmeckt sie salziger und würziger.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Gelbe Paprika ergeben eine mildere, hellgelbe Suppe, mit grünen wird sie herb und deutlich weniger süß. Statt Kartoffel binden 2 EL Haferflocken oder ein Stück altbackenes Weißbrot die Suppe. Sahne lässt sich durch Milch und 1 EL Butter ersetzen. Fehlt geräuchertes Paprikapulver, nehmen Sie einen Spritzer Flüssigrauch oder rösten die Paprika im Ofen. Ein Löffel Ajvar aus dem Glas verstärkt den Paprikageschmack.
Ideen für passende Getränke
Zur süßlichen Suppe passt ein Mineralwasser mit einer Scheibe Limette oder eine Apfelschorle. Ein kalter grüner Tee mit wenig Bitterstoffen ist ebenfalls angenehm. Wer es fruchtig mag, trinkt einen Tomatensaft mit Pfeffer und Zitrone. Nach dem Essen passt ein Fencheltee.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie die Suppe in tiefen weißen Tellern, dann wirkt die orangerote Farbe besonders kräftig. Ziehen Sie mit dem Löffel einen Kringel aus Schmand und streuen Sie fein geschnittenen Schnittlauch darüber. Ein paar Tropfen Olivenöl und eine Prise geräuchertes Paprikapulver obenauf genügen. Dazu reichen Sie geröstetes Bauernbrot oder Baguette.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Paprika stammt aus Mittel- und Südamerika und kam nach den Reisen des Kolumbus über Spanien nach Europa, in Deutschland beschrieb Leonhart Fuchs die Pflanze schon 1542. Auf dem Balkan und in Ungarn wurde sie zu einer wichtigen Würze und einem Grundgemüse, aus dem Gerichte wie das ungarische Lecsó entstanden. Als Alltagsgemüse gilt die milde Gemüsepaprika in Deutschland erst seit dem 20. Jahrhundert. Eine besondere Herkunftsgeschichte hat die cremige Paprikasuppe nicht. Sie gehört zur Familie der pürierten Gemüsesuppen, die mit Stabmixer und Brühe aus beinahe jedem Gemüse gekocht werden. Rezepte dafür stehen in vielen deutschen Kochbüchern neben Tomaten- und Kürbissuppe.
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Zusammenfassung: Paprikasuppe
Rote Paprika, Zwiebel und eine Kartoffel werden in Brühe weich gekocht, fein püriert und mit Sahne verfeinert. Die Suppe braucht kein Mehl, ist schnell gekocht und lässt sich gut einfrieren. Geräuchertes Paprikapulver oder im Ofen geröstete Schoten machen sie würziger.
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