Vorstellung Kohlrabisalat
Kohlrabisalat ist ein Rohkostsalat aus Kohlrabi, der in sehr feine Scheiben gehobelt oder in Streifen geraspelt wird. Angemacht wird er in den meisten Familien mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer und etwas Zucker, oft kommt Schnittlauch oder Petersilie dazu. Die zweite verbreitete Variante ist ein Dressing aus Joghurt oder saurer Sahne, das den Salat milder und runder macht. Der Kohlrabi bleibt in beiden Fällen knackig und gibt beim Ziehen etwas Saft ab, der sich mit dem Dressing verbindet. Gegessen wird der Salat von Mai bis in den Herbst, wenn heimischer Kohlrabi Saison hat. Er passt zu Kurzgebratenem, zu Buletten oder Fisch und steht oft neben anderen Rohkostsalaten wie Möhrensalat auf dem Tisch.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 1 Kohlrabi (etwa 400 g, mit zarten Blättern)
- 1/2 TL Salz
- 2 EL Weißweinessig oder Apfelessig
- 2 EL Rapsöl
- 1 TL Zucker
- 1 Prise weißer Pfeffer
- 1/2 TL mittelscharfer Senf
- 2 EL fein geschnittener Schnittlauch
Einkaufen der Zutaten
Kaufen Sie einen festen, schweren Kohlrabi mit glatter Schale und frischen, aufrechten Blättern. Wiegt eine Knolle leicht für ihre Größe, ist sie oft holzig oder innen schwammig. Mittelgroße Knollen bis etwa 500 g sind zarter als sehr große. Ob weiße oder violette Schale, spielt geschmacklich kaum eine Rolle, innen sind beide hellgrün bis weiß. Freiland-Kohlrabi aus Deutschland gibt es von Mai bis Oktober, im Winter kommt er meist aus dem Gewächshaus oder aus Südeuropa. Beim Essig ist ein milder Apfelessig ideal. Schnittlauch kaufen Sie am besten im Topf.
Vorbereitung des Gerichts
Schneiden Sie die Blätter ab und legen Sie die kleinen, zarten Herzblätter beiseite. Schälen Sie den Kohlrabi mit einem Sparschäler oder kleinen Messer gründlich, besonders am Wurzelende sitzen holzige Fasern. Halbieren Sie die Knolle und hobeln Sie sie auf dem Gemüsehobel in 1 bis 2 mm dünne Scheiben. Alternativ raspeln Sie sie auf der groben Seite der Reibe. Waschen Sie den Schnittlauch und schneiden Sie ihn in feine Röllchen. Die Herzblätter schneiden Sie in sehr feine Streifen. Für einen Grillabend mit sechs Personen verdreifachen Sie die Mengen.
Anleitung für die Zubereitung
- Geben Sie die Kohlrabischeiben in eine Schüssel, bestreuen Sie sie mit 1/2 TL Salz, mischen Sie gut durch und lassen Sie sie 10 Minuten ziehen.
- Verrühren Sie in einer kleinen Schüssel Essig, Zucker, Pfeffer und Senf, bis sich der Zucker gelöst hat.
- Schlagen Sie das Rapsöl mit einer Gabel unter, bis das Dressing leicht gebunden ist.
- Gießen Sie die Flüssigkeit ab, die der Kohlrabi gezogen hat, wenn es mehr als etwa 2 EL sind.
- Gießen Sie das Dressing über den Kohlrabi, geben Sie Schnittlauch und die fein geschnittenen Herzblätter dazu und mischen Sie alles gut.
- Lassen Sie den Salat abgedeckt 15 Minuten im Kühlschrank durchziehen.
- Schmecken Sie vor dem Servieren mit Salz, Essig und einer Prise Zucker ab und heben Sie den Salat noch einmal um.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Kohlrabisalat mit Essig-Öl-Dressing ist von Natur aus glutenfrei und laktosefrei. Prüfen Sie beim Senf die Zutatenliste, in seltenen Fällen enthalten Senfsorten Weizen. Die Joghurtvariante wird laktosefrei, wenn Sie laktosefreien Naturjoghurt verwenden, den es in jedem Supermarkt gibt. Glutenfrei bleibt auch diese Variante, solange Sie kein Brot oder Croutons dazu reichen.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Die Grundversion mit Essig und Öl ist bereits vegan. Achten Sie nur darauf, ob Ihr Zucker vegan ist, was bei Rübenzucker aus Deutschland der Fall ist. Für eine cremige vegane Variante ersetzen Sie Joghurt oder saure Sahne durch 3 EL ungesüßten Sojajoghurt oder Haferjoghurt. Mit gerösteten Sonnenblumenkernen, etwa 1 EL pro Portion, wird der Salat sättigender. Als vegetarische Hauptmahlzeit passt er zu Pellkartoffeln und einem Spiegelei.
Weitere Tipps und Tricks
Hobeln Sie den Kohlrabi nicht zu dick, sonst nimmt er das Dressing kaum auf und bleibt hart. Das Vorsalzen ist wichtig, weil der Kohlrabi dabei weicher wird und das Dressing nicht verwässert. Lassen Sie den Salat aber nicht länger als zwei Stunden stehen, dann verliert er seinen Biss und zieht zu viel Wasser. Reste halten sich im Kühlschrank einen Tag, gießen Sie vor dem Essen die Flüssigkeit ab. Eine harte, holzige Stelle am Wurzelende schneiden Sie großzügig weg.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für die Joghurtvariante verrühren Sie 3 EL Naturjoghurt, 1 EL saure Sahne, 1 TL Zitronensaft, Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker. Wer es fruchtiger mag, raspelt einen halben säuerlichen Apfel wie Boskoop dazu. Ein geraspelter Möhrenanteil von 100 g bringt Farbe. Mit Dill statt Schnittlauch schmeckt der Salat frischer, mit einer Prise Kreuzkümmel etwas würziger. Statt Rapsöl gibt 1 TL Walnussöl einen nussigen Ton.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Den Weißweinessig ersetzen Sie gut durch Apfelessig oder 2 EL Zitronensaft, der Salat schmeckt dann weniger herb. Statt Zucker eignet sich 1 TL Honig oder Agavendicksaft. Wer keinen Kohlrabi bekommt, kann auf die gleiche Weise jungen Weißkohl, Rettich oder Fenchel verwenden. Rettich sollte vorher länger gesalzen werden, weil er schärfer ist. Senf kann wegfallen, er dient nur als Bindung für das Dressing.
Ideen für passende Getränke
Zu einem frischen Kohlrabisalat passt eine Rhabarberschorle mit ihrer leichten Säure. Gut schmeckt auch eine Holunderblütenlimonade oder ein kalter Pfefferminztee. Wer ihn zum Grillen isst, trinkt eine Apfelschorle oder Mineralwasser mit Gurkenscheiben.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Richten Sie den Salat in einer flachen, hellen Schale an, damit die zartgrünen Scheiben gut zu sehen sind. Ein paar ganze Schnittlauchhalme oder die feinen Kohlrabiblätter obenauf sehen frisch aus. Für ein Buffet lohnt es sich, den Salat in kleinen Gläsern zu portionieren. Ein Löffel Joghurt in der Mitte und etwas grob gemahlener Pfeffer machen die Variante mit Öl optisch interessanter.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Der Name Kohlrabi verbindet das deutsche Wort Kohl mit rapa, dem italienischen und lateinischen Wort für Rübe. Botanisch ist er ein Kohl, bei dem sich der Stängel zu einer Knolle verdickt. Im deutschsprachigen Raum ist er besonders verbreitet, und das Englische hat den deutschen Namen sogar übernommen. In Hausgärten und auf Wochenmärkten ist er ein typisches Frühsommergemüse. Man isst ihn gekocht, in Rahmsauce oder als Kohlrabisuppe, und ebenso roh als Salat. Ein Ursprungsrezept oder eine Erfindungsgeschichte für den Salat ist nicht bekannt.
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Zusammenfassung: Kohlrabisalat
Dünn gehobelt, kurz gesalzen und mit einem schlichten Dressing angemacht, ergibt eine einzige Knolle eine knackige Beilage für zwei. Ob mit Essig und Öl oder mit Joghurt, entscheidend sind ein frischer, schwerer Kohlrabi und eine Ruhezeit von etwa einer Viertelstunde, nicht länger.
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