Vorstellung Hexensuppe
Die Hexensuppe ist eine sämige, rote Suppe aus angebratenem Hackfleisch, Zwiebeln, Paprika und Tomaten, verfeinert mit Sahne. Sie gehört zu den deutschen Partysuppen, ähnlich wie Gyros- oder Pizzasuppe, die sich gut vorbereiten und warm halten lassen. Woher der Name kommt, ist nicht belegt, und ein festes Originalrezept gibt es nicht. Manche Familien geben Mais oder Kidneybohnen dazu, andere schmelzen Kräuterkäse hinein. Im Geschmack liegt sie zwischen einem milden Chili con Carne und einer cremigen Tomatensuppe. Gegessen wird sie mit Baguette oder Brötchen, oft als Mitternachtssnack auf Feiern. Weil sie im Herbst so gut zur Jahreszeit passt, steht sie an Halloween gern neben einer Kürbissuppe auf dem Buffet.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 200 g gemischtes Hackfleisch (Rind und Schwein)
- 1 EL Rapsöl
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 rote Paprikaschote
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 250 ml Gemüsebrühe
- 100 ml Schlagsahne
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1/2 TL Paprikapulver rosenscharf
- 1/4 TL Chiliflocken
- 1/2 TL getrockneter Oregano
- 1/2 TL Zucker
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 1 EL gehackte Petersilie zum Bestreuen
Einkaufen der Zutaten
Gemischtes Hackfleisch kaufen Sie am besten frisch an der Fleischtheke und verarbeiten es am selben Tag. Mit reinem Rinderhack wird die Suppe kräftiger und etwas magerer. Bei den Tomaten lohnt eine gute Dose italienischer Herkunft, billige Sorten sind oft wässrig und sauer. Rote Paprika sollte glänzen und fest sein, gelbe ist milder, grüne schmeckt hier zu herb. Rosenscharfes Paprikapulver aus Ungarn finden Sie im Gewürzregal, es bringt Schärfe mit runder Paprikanote. Nehmen Sie Schlagsahne mit 30 % Fett, Kochsahne verträgt Hitze ebenfalls gut, macht die Suppe aber weniger cremig.
Vorbereitung des Gerichts
Schälen Sie Zwiebel und Knoblauch und würfeln Sie beides fein. Die Paprika waschen, entkernen und in Würfel von etwa einem Zentimeter schneiden. Nehmen Sie das Hackfleisch zehn Minuten vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank, kaltes Fleisch kühlt den Topf ab und kocht dann eher, statt zu bräunen. Messen Sie die Gewürze vorher ab, beim Anbraten bleibt dafür keine Zeit. Für eine Party mit acht Personen nehmen Sie die vierfache Menge und einen Topf mit mindestens fünf Litern.
Anleitung für die Zubereitung
- Erhitzen Sie das Öl in einem Topf bei hoher Hitze und braten Sie das Hackfleisch darin 5 bis 6 Minuten krümelig und braun an.
- Geben Sie Zwiebel und Knoblauch dazu und braten Sie beides bei mittlerer Hitze 3 Minuten glasig.
- Rühren Sie Tomatenmark und beide Sorten Paprikapulver unter und rösten Sie alles 1 Minute an, ohne dass das Pulver verbrennt.
- Geben Sie die Paprikawürfel hinzu und dünsten Sie sie 3 Minuten mit.
- Gießen Sie die stückigen Tomaten und die Gemüsebrühe an, würzen Sie mit Chiliflocken, Oregano, Zucker, Salz und Pfeffer.
- Lassen Sie die Suppe zugedeckt bei schwacher Hitze 20 Minuten köcheln, bis die Paprika weich ist.
- Rühren Sie die Sahne ein, erhitzen Sie die Suppe noch 2 Minuten, ohne sie stark kochen zu lassen, und schmecken Sie nach.
- Füllen Sie die Hexensuppe in vorgewärmte Teller und bestreuen Sie sie mit Petersilie.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Die Suppe ist von Natur aus glutenfrei, prüfen Sie nur bei der Gemüsebrühe die Zutatenliste, manche Würfel enthalten Weizen. Statt Baguette reichen Sie glutenfreies Brot oder Reis dazu. Für eine laktosefreie Hexensuppe nehmen Sie laktosefreie Sahne, die es in jedem Supermarkt gibt. Ganz ohne Milch geht es mit 100 ml Hafer- oder Sojacuisine, die beim Erhitzen stabil bleibt.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch wird die Hexensuppe mit 150 g Sojagranulat, das Sie 10 Minuten in heißer Brühe einweichen und dann wie Hack anbraten. Fertiges Erbsenprotein-Hack aus dem Kühlregal funktioniert in derselben Menge wie Fleisch. Eine Dose Kidneybohnen macht die Suppe zusätzlich sättigend. Für die vegane Variante ersetzen Sie die Sahne durch Hafercuisine und achten auf eine rein pflanzliche Brühe.
Weitere Tipps und Tricks
Braten Sie das Hackfleisch in einer einzigen Schicht und rühren Sie erst nach zwei Minuten, dann bekommt es braune Röststellen. Das bringt mehr Geschmack als jedes zusätzliche Gewürz. Kocht die Suppe nach dem Einrühren der Sahne stark, kann sie flockig werden. Am nächsten Tag schmeckt sie runder, weil die Gewürze durchgezogen sind. Im Kühlschrank hält sie zwei bis drei Tage, eingefroren drei Monate. Frieren Sie sie am besten ohne Sahne ein und rühren Sie diese beim Aufwärmen ein.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es schärfer mag, gibt eine fein gehackte frische Chilischote mit der Paprika in den Topf. Für Kinder lassen Sie Chili und rosenscharfes Paprikapulver weg. Eine Dose Mais oder 100 g Champignons machen die Suppe bunter. Cremiger wird sie mit 50 g Kräuterschmelzkäse, den Sie am Ende einrühren. Mit einem Schuss Sahne mehr und etwas weniger Brühe entsteht fast ein Ragout, das auch zu Nudeln passt.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Hackfleisch passt fein gewürfelte Hähnchenbrust, die Sie kürzer anbraten. Paprika aus dem Glas geht, wenn keine frische da ist, geben Sie sie aber erst zehn Minuten vor Ende dazu. Passierte Tomaten machen die Suppe glatter als stückige. Saure Sahne oder Schmand statt Schlagsahne geben mehr Frische, rühren Sie diese erst auf den Tellern unter. Getrockneter Thymian ersetzt den Oregano gut.
Ideen für passende Getränke
Zur scharfen Hexensuppe passt eine kalte Apfelschorle, die Kohlensäure frischt den Mund zwischen den Löffeln auf. Eine selbst gemachte Zitronenlimonade mit Minze funktioniert ebenso. Wer Tee trinkt, nimmt einen ungesüßten Früchtetee mit Hibiskus, der passt farblich gut zum Halloween-Abend. Für Kinder eignet sich Traubensaft mit Wasser verdünnt.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie die Suppe in tiefen dunklen Schalen, das kräftige Rot kommt darin besser zur Geltung. Ein Klecks saure Sahne in der Mitte, mit einem Holzstäbchen zu einem Spinnennetz gezogen, passt zu Halloween. Auf dem Buffet steht sie am besten in einem Suppentopf auf einem Rechaud, daneben ein Korb mit aufgeschnittenem Baguette.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Die Hexensuppe ist ein junges Gericht ohne gesicherte Herkunft. Sie wird vor allem als Familien- und Partyrezept weitergegeben, ein Erfinder oder eine Region ist nicht belegt. Sie gehört zu einer Gruppe von Eintopfsuppen, die in den vergangenen Jahrzehnten auf Feiern beliebt wurden, weil man sie am Vortag kochen und im Topf warm halten kann. Verwandt ist sie mit der ungarisch geprägten Gulaschsuppe und mit der Käse-Lauch-Suppe, einer weiteren Partysuppe mit Hackfleisch. Auch für den Namen Hexe gibt es keine gesicherte Erklärung. Heute wird die Suppe besonders gern an Halloween gekocht.
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Zusammenfassung: Hexensuppe
Die Hexensuppe ist schnell gekocht und verzeiht viel. Wichtig sind gut gebräuntes Hackfleisch, kurz angeröstetes Paprikapulver und Sahne erst am Ende. Für Gäste lässt sie sich gut am Vortag vorbereiten, und Schärfe und Einlagen können Sie je nach Gästen anpassen.
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