Vorstellung Buttermilchkuchen
Buttermilchkuchen ist ein einfacher Rührkuchen, der in Deutschland meist auf dem Blech gebacken und in Quadrate geschnitten wird. Der Teig kommt ohne Fett aus, die Buttermilch macht ihn trotzdem weich und leicht säuerlich. Auf den rohen Teig streut man Kokosraspel mit Zucker. Beim Backen bräunt diese Decke goldgelb und karamellisiert an den Rändern. Gleich nach dem Backen gießt man Sahne über den heißen Kuchen, sie zieht ein und hält ihn tagelang saftig. Er schmeckt süß, nussig nach Kokos und hat eine angenehme Säure. Wie der Butterkuchen gehört er zu den Blechkuchen, die für viele Gäste reichen. Unsere Menge passt in eine Form von 20 mal 20 cm und ergibt neun Stücke.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 1 Ei (Größe M)
- 110 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
- 150 ml Buttermilch
- 160 g Weizenmehl Type 405
- 1 1/2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 60 g Kokosraspel
- 50 g Zucker für die Decke
- 70 ml Schlagsahne
- etwas Butter für die Form
Einkaufen der Zutaten
Buttermilch gibt es in jedem Supermarkt im Kühlregal, meist im 500-g-Becher. Den Rest können Sie trinken oder für Pfannkuchen nutzen. Achten Sie auf reine Buttermilch ohne Fruchtzusatz. Kokosraspel liegen im Backregal. Kaufen Sie fein geraspelte, nicht die langen Chips, denn feine Raspel bilden eine geschlossene Decke. Wer den Kuchen weniger süß möchte, sucht ungesüßte Raspel, gesüßte gibt es eher im Ausland. Schlagsahne mit 30 % Fett reicht, eine Spezialsahne ist nicht nötig. Eine eckige Form mit 20 cm Seitenlänge bekommen Sie im Haushaltswarenladen.
Vorbereitung des Gerichts
Nehmen Sie Ei und Buttermilch eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank. Fetten Sie die Form ein oder legen Sie sie mit Backpapier aus, dann lässt sich der Kuchen leichter herausheben. Heizen Sie den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Mischen Sie Kokosraspel und Zucker für die Decke schon jetzt in einer kleinen Schüssel. Für ein ganzes Backblech von 30 mal 40 cm verdreifachen Sie alle Zutaten. Die Backzeit bleibt bei etwa 25 Minuten, weil der Teig auf dem Blech genauso dünn liegt.
Anleitung für die Zubereitung
- Verquirlen Sie das Ei mit Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mit dem Schneebesen etwa eine Minute, bis sich der Zucker etwas gelöst hat.
- Rühren Sie die Buttermilch unter.
- Mischen Sie Mehl und Backpulver, sieben Sie es über die Masse und rühren Sie es mit dem Schneebesen zu einem glatten, eher flüssigen Teig.
- Gießen Sie den Teig in die vorbereitete Form und streichen Sie ihn gleichmäßig glatt.
- Streuen Sie die Kokos-Zucker-Mischung gleichmäßig über den Teig, ohne sie anzudrücken.
- Backen Sie den Kuchen auf der mittleren Schiene 25 bis 30 Minuten, bis die Kokosdecke goldbraun ist und ein Holzstäbchen sauber herauskommt.
- Nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen und gießen Sie die kalte Sahne sofort löffelweise gleichmäßig über die heiße Oberfläche.
- Lassen Sie ihn in der Form vollständig auskühlen, bevor Sie ihn in neun Quadrate schneiden.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für einen glutenfreien Buttermilchkuchen ersetzen Sie das Mehl durch 160 g glutenfreie Mehlmischung für Rührteig. Der Teig darf dann 10 Minuten quellen, bevor er in die Form kommt. Kokosraspel sind glutenfrei. Laktosefrei wird es schwieriger, weil Buttermilch selten laktosefrei erhältlich ist. Mischen Sie stattdessen 140 ml laktosefreie Milch mit 1 EL Zitronensaft und lassen Sie sie 10 Minuten stehen. Die Sahne ersetzen Sie durch laktosefreie Sahne.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch ist der Kuchen bereits. Für die vegane Version rühren Sie 150 ml Sojadrink mit 1 EL Apfelessig an und lassen ihn 10 Minuten dicklich werden, das ersetzt die Buttermilch. Statt Ei nehmen Sie 50 g Apfelmus und 1/2 TL zusätzliches Backpulver. Über den fertigen Kuchen gießen Sie 70 ml Kokosmilch aus der Dose oder Hafer-Kochsahne. Mit Kokosmilch wird das Aroma noch kräftiger.
Weitere Tipps und Tricks
Rühren Sie den Teig nur so lange, bis kein Mehl mehr sichtbar ist, dann wird der Kuchen locker. Die Sahne muss auf den heißen Kuchen, auf einem kalten zieht sie nicht ein und bleibt als Film liegen. Gießen Sie langsam, sonst läuft sie an den Rand. Wird die Kokosdecke zu schnell dunkel, decken Sie den Kuchen nach 15 Minuten mit Backpapier ab. Abgedeckt hält er sich drei bis vier Tage, wegen der Sahne an warmen Tagen besser im Kühlschrank. Er lässt sich in Stücken bis zu drei Monate einfrieren und schmeckt aufgetaut fast wie frisch.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Mit gehobelten Mandeln statt Kokos erinnert der Kuchen an Bienenstichkuchen, nur ohne Füllung. Eine Handvoll Heidelbeeren oder gewürfelte Äpfel im Teig machen ihn fruchtiger. Etwas abgeriebene Zitronenschale hebt die Säure der Buttermilch hervor. Statt Sahne über den Kuchen zu gießen, mischen manche Familien Sahne mit geschmolzener Butter und Zucker, dann wird die Decke karamelliger. Mit 1 EL Kakao im Teig entsteht eine Schokovariante.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Haben Sie keine Buttermilch, funktionieren Kefir oder ein Gemisch aus Naturjoghurt und Milch zu gleichen Teilen. Dinkelmehl Type 630 ersetzt Weizenmehl ohne Unterschied. Brauner Zucker für die Decke gibt mehr Karamell. Statt Kokosraspel eignen sich Haselnusskrokant oder Mandelblättchen. Die Sahne lässt sich durch Kondensmilch ersetzen, der Kuchen wird dann süßer.
Ideen für passende Getränke
Zum Buttermilchkuchen gehört eine Tasse Filterkaffee, so wie er auf Familienfeiern serviert wird. Wer keinen Kaffee trinkt, nimmt einen schwarzen Tee mit einem Schuss Milch. Kinder trinken kalten Kakao oder Apfelschorle dazu. Im Sommer passt ein Eistee mit Zitrone.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Schneiden Sie den Kuchen mit einem langen, scharfen Messer in gleich große Quadrate und wischen Sie die Klinge zwischendurch ab, damit die Kokosdecke sauber bleibt. Auf einer weißen Kuchenplatte, leicht versetzt angeordnet, wirkt er gleich festlicher. Ein Klecks Schlagsahne und ein paar frische Beeren daneben reichen. Für ein Buffet passen kleine Papiermanschetten unter jedes Stück.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Buttermilch fiel früher beim Buttern als Nebenprodukt an und war auf dem Land billig zu haben. Kuchen mit Buttermilch gab es daher in vielen Regionen. Die bekannte Version mit Kokosdecke und Sahneguss setzt allerdings Kokosraspel voraus, die in deutschen Haushalten wohl erst im 20. Jahrhundert zur gängigen Backzutat wurden. Wann und wo genau das heutige Rezept entstand, ist nicht belegt. Es wurde über Rezepthefte, Zeitschriften und Familienrezepte weitergegeben und gilt als typischer Kuchen für große Runden. Verwandt im Prinzip sind Blechkuchen mit Sahneguss wie der Schmandkuchen.
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Zusammenfassung: Buttermilchkuchen
Ein Ei, ein Becher Buttermilch, Mehl und Zucker ergeben in 30 Minuten einen saftigen Kuchen. Die Kokosdecke wird im Ofen knusprig, die Sahne macht ihn nach dem Backen weich. Er hält mehrere Tage und lässt sich mit drei mal so viel Teig auf ein ganzes Blech übertragen.
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