Vorstellung Burgerbrötchen
Burgerbrötchen, in den USA Hamburger Buns genannt, sind runde, flache Weizenbrötchen mit weicher, feinporiger Krume und dünner, glänzender Kruste. Anders als ein knuspriges deutsches Brötchen sollen sie nachgeben, wenn man hineinbeißt. Milch, Butter und ein Ei machen den Teig geschmeidig, eine kleine Menge Zucker sorgt für die goldbraune Farbe. Obenauf liegt meist Sesam. In amerikanischen Haushalten gehören sie zum Grillen im Sommer, zum Hamburger am Wochenende und zu Sandwiches mit gezupftem Fleisch. Die Brötchen werden vor dem Belegen halbiert und auf der Schnittfläche kurz geröstet. Der klassische Einsatz ist der Hamburger mit Rindfleischpatty.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 250 g Weizenmehl Type 550
- 5 g Trockenhefe (etwa 2/3 Päckchen)
- 20 g Zucker
- 1 TL Salz (5 g)
- 110 ml lauwarme Milch
- 1 Ei (Größe M)
- 30 g weiche Butter
- 1 Eigelb zum Bestreichen
- 1 EL Milch zum Bestreichen
- 1 EL heller Sesam
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Weizenmehl Type 550 hat mehr Kleber als Type 405 und gibt den Brötchen Halt. Mit 405 gelingen sie auch, werden aber etwas flacher. Trockenhefe hält lange und lässt sich genau dosieren. Wenn Sie frische Hefe nehmen, brauchen Sie 15 g. Vollmilch macht die Krume weicher als fettarme Milch. Für den Belag reicht heller, ungeschälter Sesam aus dem Supermarkt. Schwarzer Sesam aus dem Asialaden sieht auf den goldenen Brötchen gut aus, schmeckt aber etwas herber. Die Butter sollte weich sein, nicht geschmolzen.
Vorbereitung des Gerichts
Nehmen Sie Butter und Ei eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank. Die Milch erwärmen Sie auf etwa 35 Grad, sie soll sich am Handgelenk lauwarm anfühlen. Heißere Milch schadet der Hefe. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und stellen Sie eine Küchenwaage bereit, denn gleich schwere Teiglinge backen gleichmäßig. Für 8 Brötchen verdoppeln Sie alle Mengen und backen auf einem großen Blech mit etwas mehr Abstand zwischen den Teiglingen.
Anleitung für die Zubereitung
- Mischen Sie Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz in einer Schüssel. Geben Sie Milch und Ei dazu und kneten Sie alles mit dem Knethaken 3 Minuten auf niedriger Stufe.
- Geben Sie die weiche Butter in Stücken dazu und kneten Sie weitere 7 bis 8 Minuten, bis der Teig glatt ist und sich vom Schüsselrand löst.
- Decken Sie die Schüssel ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort 60 bis 90 Minuten gehen, bis er sich etwa verdoppelt hat.
- Teilen Sie den Teig in 4 gleich schwere Stücke von rund 115 g. Schleifen Sie jedes Stück auf der Arbeitsfläche zu einer straffen Kugel.
- Setzen Sie die Kugeln mit Abstand auf das Blech und drücken Sie sie mit der flachen Hand auf etwa 9 cm Durchmesser flach.
- Decken Sie die Teiglinge mit einem Tuch ab und lassen Sie sie 40 bis 45 Minuten gehen. Heizen Sie in der Zeit den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vor.
- Verquirlen Sie Eigelb und Milch, bestreichen Sie die Brötchen damit und streuen Sie den Sesam darauf.
- Backen Sie die Brötchen auf der mittleren Schiene 14 bis 16 Minuten, bis sie goldbraun sind. Lassen Sie sie auf einem Gitter abkühlen, bevor Sie sie aufschneiden.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für glutenfreie Burgerbrötchen nehmen Sie eine glutenfreie Brotmehlmischung mit Flohsamenschalen, zum Beispiel 250 g Mischung und 1 TL Flohsamenschalenpulver extra. Der Teig braucht dann etwa 40 ml mehr Milch und wird klebrig, formen Sie ihn mit nassen Händen. Laktosefrei wird das Rezept mit laktosefreier Milch und laktosefreier Butter, beide verhalten sich im Teig genauso wie die normalen Produkte. Das Bestreichen mit Eigelb und Milch funktioniert auch mit laktosefreier Milch.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarier können das Rezept unverändert backen. Für vegane Brötchen ersetzen Sie die Milch durch 110 ml Hafer- oder Sojadrink, die Butter durch 30 g Pflanzenmargarine im Block und das Ei durch 50 ml Sojadrink zusätzlich mit 1 EL Rapsöl. Zum Bestreichen mischen Sie 1 EL Sojadrink mit 1 TL Ahornsirup, so bräunen die Brötchen trotzdem. Gefüllt mit einem Veggie Burger wird daraus ein komplett pflanzliches Essen.
Weitere Tipps und Tricks
Zu wenig Kneten ist der häufigste Grund für flache, dichte Brötchen. Der Teig ist fertig, wenn sich ein kleines Stück dünn ausziehen lässt, ohne gleich zu reißen. Drücken Sie die Kugeln vor der zweiten Gare kräftig flach, sonst werden sie zu hoch und runden sich beim Backen wie Kugeln. Frisch schmecken die Buns am besten. In einem Gefrierbeutel halten sie sich 2 Tage, eingefroren 3 Monate. Aufgetaut röstet man sie halbiert kurz in der Pfanne.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für kleine Slider teilen Sie den Teig in 8 Stücke und backen 11 bis 12 Minuten. Mit 1 EL Zucker mehr und 10 g mehr Butter kommen Sie einem Brioche-Bun nahe, das in Burgerläden beliebt ist. Statt Sesam passen Mohn, Schwarzkümmel oder eine Mischung aus Haferflocken und Sonnenblumenkernen. Wer es kräftiger mag, ersetzt 50 g Weizenmehl durch Weizenvollkornmehl und gibt 1 EL Milch mehr dazu.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Trockenhefe können Sie durch 15 g frische Hefe ersetzen, die Sie in der lauwarmen Milch auflösen. Statt Butter funktionieren 25 ml neutrales Öl, die Krume wird dann etwas fester. Den Zucker können Sie durch 1 EL Honig ersetzen. Fehlt ein Ei, nehmen Sie 50 ml zusätzliche Milch, die Brötchen werden etwas heller und weniger mürbe. Kartoffelpüree aus 50 g gekochter Kartoffel im Teig macht die Krume besonders weich, so backt man in den USA die Potato Buns.
Ideen für passende Getränke
Zum Burger im amerikanischen Stil passt eine eiskalte Zitronenlimonade mit frischer Minze. Gut ist auch ungesüßter Eistee aus Schwarztee mit einer Zitronenscheibe, wie er im Süden der USA getrunken wird. Wer es herber mag, nimmt eine Rhabarberschorle. Zu frisch gebackenen Buns mit Butter am Morgen passt Milchkaffee.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Halbieren Sie die Brötchen waagerecht mit einem Brotmesser und rösten Sie die Schnittflächen 1 Minute in einer trockenen Pfanne. So saugen sie weniger Sauce auf. Für ein Grillbuffet stapeln Sie die Buns in einem Korb mit Leinentuch. Ein Holzspieß durch den fertigen Burger hält Deckel, Salat und Patty zusammen und macht das Anschneiden leichter.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Wer zuerst ein Hackfleischpatty zwischen zwei Brötchenhälften gelegt hat, ist umstritten. Mehrere Orte in den USA beanspruchen die Erfindung des Hamburgers für sich, belastbare Belege fehlen für alle. Gesichert ist, dass die Imbisskette White Castle, 1921 in Wichita gegründet, Hamburger in großen Mengen mit einheitlichen kleinen Brötchen verkaufte. Mit den großen Fast-Food-Ketten setzte sich das weiche, runde Weizenbrötchen als Standard durch, Sesam obenauf ist heute die verbreitetste Form. Heute backen Bäckereien in den USA dieselben Teige auch als Brötchen für Pulled Pork Sandwich.
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Zusammenfassung: Burgerbrötchen
Burgerbrötchen bestehen aus einem weichen Hefeteig mit Milch, Butter und Ei. Gründliches Kneten und flach gedrückte Teiglinge bringen die typische Form. Mit Eigelb bestrichen und mit Sesam bestreut backen sie in einer Viertelstunde goldbraun. Halbiert und kurz geröstet halten sie auch einen saftigen Burger mit viel Sauce.
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