Vorstellung Powidltascherl
Powidltascherl gehören zu den einfacheren Mehlspeisen der österreichischen Küche, schon weil der Teig aus wenig mehr als Mehl, Ei und Milch besteht und keine lange Gehzeit braucht. Powidl ist eingekochtes Pflaumenmus, meist ohne viel Zucker, mit einer Säure, die die süße Zimtbutter ausgleicht. Die Taschen werden gekocht statt gebacken, das hält die Konsistenz weich und leicht klebrig statt knusprig. Von der ersten Zutat bis zum fertigen Teller vergeht etwa eine halbe Stunde, ein Großteil davon ist Ruhezeit für den Teig. Serviert werden sie warm, direkt aus der Pfanne mit der geschwenkten Butter.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 300 g Mehl
- 200 g Powidl
- 2 Eier
- 1 Prise Salz
- 50 g Butter
- 100 ml Milch
- Zucker und Zimt zum Bestreuen
Einkaufen der Zutaten
Beim Einkaufen der Zutaten für Powidltascherl sollten Sie darauf achten, hochwertige Produkte zu wählen. Besonders wichtig ist der Powidl, der das Herzstück des Gerichts bildet. Achten Sie darauf, dass der Powidl ohne Zusatzstoffe und Konservierungsmittel hergestellt wurde. Für eine besonders aromatische Zimtzucker-Mischung empfiehlt es sich, Zimtstangen zu kaufen und diese selbst zu mahlen.
Vorbereitung des Gerichts
Die Vorbereitung der Powidltascherl beginnt mit dem Teig. Hierfür müssen Sie zunächst das Mehl in eine Schüssel sieben und mit einer Prise Salz vermengen. Dann fügen Sie die Eier, die Butter und die Milch hinzu und verkneten alles zu einem geschmeidigen Teig. Lassen Sie den Teig anschließend mindestens 30 Minuten ruhen, damit er elastisch genug für das Ausrollen wird.
Anleitung für die Zubereitung
- Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen.
- Mit einem Glas Kreise ausstechen.
- Jeweils einen Teelöffel Powidl in die Mitte der Kreise geben.
- Die Kreise zu Halbkreisen falten und die Ränder gut zusammendrücken.
- Die Taschen in kochendem Salzwasser etwa 5 Minuten garen lassen.
- Nach dem Herausnehmen in zerlassener Butter schwenken und mit Zimtzucker bestreuen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Die Powidltascherl lassen sich auch glutenfrei oder laktosefrei zubereiten, indem man entsprechende Alternativen verwendet. Für eine glutenfreie Variante kann das Weizenmehl durch glutenfreies Mehl ersetzt werden. Wer auf Laktose verzichten möchte, verwendet pflanzliche Milch und pflanzliche Butter, so bleibt der Geschmack dennoch erhalten. Für einige Menschen ist auch pflanzliches Crème fraîche eine geschmackvolle und dabei laktosefreie Option.
Tipps für Veganer & Vegetarier
Auch für Veganer und Vegetarier gibt es einfache Anpassungen. Eier können durch Apfelmus oder Leinsamen-Ei ersetzt werden (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser = 1 Ei). Die Milch und Butter sollten durch pflanzliche Alternativen wie Mandelmilch oder Sojamilch und vegane Butter ersetzt werden. Die Füllung aus Powidl ist von Natur aus vegan, sodass hier keine Anpassungen notwendig sind.
Weitere Tipps und Tricks
Ein guter Tipp ist, den Teig besonders dünn auszurollen, damit die Powidltascherl zart und fein werden. Falls die Teigtaschen beim Kochen aufgehen, können Sie diese mit einer Gabel leicht einstechen, um das Entweichen der Luft zu ermöglichen. Das sorgt für eine gleichmäßige Konsistenz. Wer es besonders süß mag, kann die fertigen Taschen zusätzlich mit einer Zuckerglasur überziehen.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Das Rezept für Powidltascherl lässt sich einfach an persönliche Vorlieben anpassen. Wer es fruchtiger mag, kann dem Powidl gehackte Trockenfrüchte wie Aprikosen oder Rosinen hinzufügen. Statt Zimtzucker können auch gemahlene Nüsse oder Mohn als Topping verwendet werden. Auch eine herzhafte Variante mit Käse oder Spinat ist möglich, wenn man den Zucker im Teig weglässt.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Falls Sie kein Powidl zur Hand haben, können Sie auch andere Marmeladen oder Fruchtmus verwenden. Besonders gut eignen sich Aprikose oder Himbeere, da diese einen intensiven Geschmack haben. Für den Teig kann statt Weizenmehl auch Dinkelmehl verwendet werden, das eine etwas nussigere Note gibt. Wer statt Butter eine gesündere Variante sucht, kann Margarine oder Kokosöl nehmen.
Ideen für passende Getränke
Zu Powidltascherl passen vielerlei Getränke. Ein kräftiger Kaffee oder Espresso harmoniert sehr gut mit der Süße der Teigtaschen. Auch ein heißer Tee, besonders Früchtetee oder Schwarztee, ergänzt das Gericht perfekt. Für eine festliche Note bietet sich ein Glas säurearmer Weißwein oder Dessertwein an, die die Aromen des Gerichts unterstreichen.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Für eine ansprechende Präsentation der Powidltascherl können Sie diese auf einem hübschen Servierteller arrangieren und mit frischen Kräutern wie Minze oder Zitronenmelisse garnieren. Ein zusätzlicher Hingucker ist eine Prise Puderzucker, die über die Teigtaschen gestäubt wird. Servieren Sie die Taschen in kleinen Portionen, dass jeder Gast seine eigene köstliche Häppchen hat.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Die Powidltascherl haben eine lange Tradition in der österreichischen Küche und stammen ursprünglich aus der Böhmischen Küche. Sie sind ein typisches Beispiel für die süßen Hauptspeisen, die in dieser Region gerne gegessen werden. Besonders in ländlichen Gegenden wurden Powidltascherl als Seelentröster an kalten Tagen serviert. Heute sind sie ein beliebtes Gericht, das auf vielen Speisekarten von traditionellen Gasthäusern zu finden ist.
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Zusammenfassung: Powidltascherl
Powidltascherl sind gekochte Teigtaschen mit Pflaumenmus, die in Österreich als Dessert oder süße Hauptspeise gelten. Der Teig lässt sich am Vortag vorbereiten und kühl lagern. Statt Powidl funktioniert auch anderes dickflüssiges Fruchtmus, solange es nicht zu wässrig ist.
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