Vorstellung Spaghettisalat
Spaghettisalat ist eine Variante des deutschen Nudelsalats, bei der statt kurzer Nudeln gebrochene Spaghetti verwendet werden. Dazu kommen klein geschnittene Tomaten, Paprika, Salatgurke, Frühlingszwiebeln und Käsewürfel. Das Dressing ist anders als beim klassischen Nudelsalat mit Mayonnaise. Es besteht aus Essig, Öl, Tomatenketchup und Tomatenmark und wird mit Paprikapulver und italienischen Kräutern gewürzt. Der Salat schmeckt dadurch fruchtig, leicht süßsauer und etwas pikant, ähnlich wie eine kalte Tomatensauce. Er ist ein typischer Partysalat. Man bringt ihn zum Grillen mit, zu Geburtstagen, zum Vereinsfest oder zum Buffet am Silvesterabend. Er übersteht ein bis zwei Stunden außerhalb des Kühlschranks und schmeckt nach einer Nacht im Kühlschrank meist besser als frisch angemacht.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 125 g Spaghetti
- 1 TL Salz für das Kochwasser
- 1 Tomate (etwa 120 g)
- 1/2 rote Paprikaschote
- 1/4 Salatgurke
- 2 Frühlingszwiebeln
- 60 g mittelalter Gouda
- 2 EL Tomatenketchup
- 1 EL Tomatenmark
- 2 EL Apfelessig
- 3 EL Sonnenblumenöl
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1/2 TL getrocknete italienische Kräuter
- 1/2 TL Zucker
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
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Normale Spaghetti aus Hartweizengrieß sind die richtige Wahl, sehr dünne Spaghettini werden im Salat schnell matschig. Bei den Tomaten eignen sich feste Sorten wie Strauchtomaten oder Rispentomaten, weiche Fleischtomaten geben zu viel Saft ab. Die Paprika sollte rot oder gelb sein, grüne schmeckt bitterer. Beim Käse funktioniert ein mittelalter Gouda gut, weil er sich sauber würfeln lässt und nicht zu salzig ist. Edamer oder Emmentaler gehen auch. Ketchup und Tomatenmark haben Sie meist im Vorrat. Paprikapulver sollte frisch und leuchtend rot sein.
Vorbereitung des Gerichts
Brechen Sie die Spaghetti vor dem Kochen in drei Teile, dann lässt sich der Salat später mit der Gabel essen. Waschen Sie das Gemüse. Entkernen Sie die Tomate und schneiden Sie das Fruchtfleisch in kleine Würfel, so wird der Salat nicht wässrig. Würfeln Sie Paprika und Gurke in etwa 5 mm große Stücke. Die Frühlingszwiebeln schneiden Sie in feine Ringe, den Gouda in kleine Würfel. Für eine Party mit acht bis zehn Gästen nehmen Sie die vierfache Menge und eine große Schüssel mit Deckel.
Anleitung für die Zubereitung
- Kochen Sie die gebrochenen Spaghetti in 1,5 Litern Salzwasser nach Packungsangabe bissfest, meist 8 bis 9 Minuten.
- Gießen Sie die Nudeln ab, schrecken Sie sie mit kaltem Wasser ab und lassen Sie sie 5 Minuten gut abtropfen.
- Verrühren Sie Ketchup, Tomatenmark, Essig, Zucker, Paprikapulver und Kräuter in einer großen Schüssel und schlagen Sie das Öl mit dem Schneebesen unter.
- Würzen Sie das Dressing kräftig mit Salz und Pfeffer, es muss etwas zu stark schmecken, weil die Nudeln viel Würze aufnehmen.
- Geben Sie die Spaghetti in die Schüssel und mischen Sie sie mit dem Dressing, solange sie noch leicht feucht sind.
- Heben Sie Tomate, Paprika, Gurke, Frühlingszwiebeln und Gouda unter.
- Decken Sie den Salat ab und lassen Sie ihn mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, im Kühlschrank durchziehen.
- Rühren Sie vor dem Servieren noch einmal um und schmecken Sie mit Essig, Salz und Pfeffer nach.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine glutenfreie Version nehmen Sie glutenfreie Spaghetti aus Mais und Reis. Kochen Sie sie eine Minute kürzer als angegeben, weil sie im Dressing weicher werden. Prüfen Sie Ketchup und Kräutermischung auf Zusätze mit Gluten. Laktose steckt nur im Gouda. Lang gereifter Gouda ist praktisch laktosefrei, sonst nehmen Sie laktosefreien Schnittkäse oder lassen den Käse weg und geben 50 g Oliven dazu.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch ist der Salat, wenn der Käse ohne tierisches Lab hergestellt ist, was bei manchen Gouda-Sorten aus dem Supermarkt zutrifft und dann meist als mikrobielles Lab auf der Packung steht. Vegan wird er, wenn Sie den Gouda durch 60 g vegane Käsealternative auf Kokosölbasis ersetzen oder durch 80 g gewürfelten, angebratenen Räuchertofu. Spaghetti aus Hartweizengrieß enthalten kein Ei. Mit 100 g abgetropften Kidneybohnen oder Kichererbsen bekommt der Salat mehr Eiweiß.
Weitere Tipps und Tricks
Spülen Sie die Nudeln immer kalt ab, sonst kleben sie zusammen und garen nach. Der Salat zieht über Nacht viel Dressing auf und kann am nächsten Tag trocken wirken. Rühren Sie dann 1 bis 2 EL Wasser mit einem Spritzer Essig unter. Geben Sie die Gurke erst kurz vor dem Servieren dazu, dann bleibt sie knackiger. Im Kühlschrank hält sich der Salat gut verschlossen zwei Tage. Auf dem Buffet sollte er nicht länger als zwei Stunden in der Wärme stehen.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
In vielen Familien gehört Fleischwurst oder Salami in Streifen dazu, etwa 80 g. Wer es schärfer mag, nimmt einen Teil Chiliketchup oder eine Prise Cayennepfeffer. Mais aus der Dose, 3 EL, bringt Süße und Farbe. Mit klein geschnittenen Gewürzgurken und etwas Gurkenwasser im Dressing wird der Salat säuerlicher. Statt Gouda passt Feta, der dem Salat einen griechischen Einschlag gibt. Frische Petersilie oder Basilikum obenauf machen ihn frischer.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Spaghetti eignen sich Linguine oder Bucatini, ebenfalls gebrochen. Ketchup kann durch passierte Tomaten mit 1 TL Zucker ersetzt werden, der Salat wird dann weniger süß. Apfelessig lässt sich gegen Weißweinessig oder Kräuteressig tauschen. Sonnenblumenöl ersetzen Sie durch Rapsöl, Olivenöl ist geschmacklich kräftiger und wird im Kühlschrank leicht fest. Getrocknete Kräuter können Sie durch 1 EL frisch gehackten Oregano ersetzen.
Ideen für passende Getränke
Zum Spaghettisalat beim Grillen passt eine kalte Zitronenlimonade oder eine Apfelschorle. Wer es herber mag, trinkt einen gekühlten Eistee mit Pfirsich oder Zitrone. Auf Kindergeburtstagen kommt oft Orangensaft mit Mineralwasser auf den Tisch, auch das passt gut zum fruchtigen Dressing.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie den Salat in einer großen Glasschüssel, dann sieht man die bunten Gemüsewürfel zwischen den Nudeln. Ein paar Tomatenwürfel, Frühlingszwiebelringe und Käsewürfel obenauf kommen frisch dazu. Für ein Buffet portionieren Sie ihn in Gläsern mit Gabel. Er passt gut neben Frikadellen, Würstchen vom Grill und einen bunten Schichtsalat.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Eine gesicherte Entstehungsgeschichte für den Spaghettisalat gibt es nicht. Nudelsalate gehören in Deutschland seit Jahrzehnten zur preiswerten, gut vorzubereitenden Partyküche. Die Version mit Spaghetti und Tomatendressing kennt man vor allem aus Familienrezepten, mit vielen regionalen Eigenheiten bei Wurst, Käse und Gewürz. Im Handel gibt es eigene Würzmischungen für Nudelsalate, was zeigt, wie fest der Salat in der deutschen Alltagsküche sitzt. Mit italienischer Küche hat er wenig zu tun. Zwar gibt es in Italien im Sommer kalte Insalata di pasta, ein Dressing mit Ketchup gehört dort aber nicht dazu.
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Zusammenfassung: Spaghettisalat
Bissfeste, kalt abgeschreckte Nudeln, ein kräftig abgeschmecktes Dressing und eine Ruhezeit im Kühlschrank bestimmen, ob der Salat gelingt. Mit Käse, knackigem Gemüse und wahlweise Wurst ist er gut vorzubereiten und übersteht auf dem Buffet ein bis zwei Stunden.
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