Vorstellung Nougatstangen
Nougatstangen sind ein deutsches Weihnachtsgebäck aus Butter, Puderzucker, Mehl und Nuss-Nougat. Der Teig wird mit einem Spritzbeutel und einer Sterntülle zu Stangen von etwa 6 cm gespritzt und hell gebacken. Danach taucht man ein Ende oder beide in geschmolzene Zartbitterschokolade. Sie schmecken nach Haselnuss und Kakao, der Biss ist zart und zerbröselt leicht. Gebacken werden sie im Advent, meist zusammen mit anderen Sorten für die Plätzchendose. In vielen Familien gehören sie neben Vanillekipferln und Butterplätzchen zum festen Programm. Weil der Teig keine Ruhezeit braucht, sind sie eine der schnelleren Sorten. Die Menge unten ergibt etwa 25 Stangen, also ein gut gefülltes Blech.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 100 g weiche Butter
- 75 g Nuss-Nougat (schnittfest, aus dem Backregal)
- 40 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
- 1 Prise Salz
- 1 Eigelb (Größe M)
- 175 g Weizenmehl Type 405
- 100 g Zartbitterkuvertüre
- 2 EL gehackte Pistazien oder Haselnüsse zum Bestreuen (nach Wunsch)
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Schnittfesten Nuss-Nougat finden Sie im Backregal neben Marzipan, meist als Block. Er besteht aus Haselnüssen, Zucker und Kakao und hat nichts mit weißem Nougat aus Honig und Eiweiß zu tun. Nuss-Nougat-Creme aus dem Glas eignet sich nicht, der Teig wird damit zu weich und läuft im Ofen breit. Bei der Kuvertüre ist eine Sorte mit 50 bis 60 Prozent Kakao ein guter Mittelweg, sie glänzt nach dem Erstarren schön. Die Butter sollte echte Süßrahm- oder Sauerrahmbutter sein, Margarine macht die Stangen weniger mürbe.
Vorbereitung des Gerichts
Butter und Eigelb eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen, die Butter muss so weich sein, dass ein Finger leicht eindrückt. Den Nougat in kleine Würfel schneiden und über einem warmen Wasserbad schmelzen, dann 10 Minuten abkühlen lassen. Er darf nur noch lauwarm sein, sonst schmilzt die Butter. Ein Blech mit Backpapier belegen und einen stabilen Spritzbeutel mit großer Sterntülle (etwa 10 mm) bereitlegen. Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Für zwei Bleche verdoppeln Sie alle Mengen, der Teig lässt sich dann am besten in zwei Portionen spritzen.
Anleitung für die Zubereitung
- Die weiche Butter mit Puderzucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührgerät 3 bis 4 Minuten cremig und hell aufschlagen.
- Den lauwarmen Nougat und das Eigelb zugeben und eine weitere Minute rühren, bis alles gleichmäßig braun ist.
- Das Mehl darübersieben und nur so lange unterrühren, bis ein glatter, weicher Teig entsteht. Nicht länger rühren, sonst wird das Gebäck zäh.
- Den Teig portionsweise in den Spritzbeutel füllen und mit gleichmäßigem Druck Stangen von etwa 6 cm Länge mit 3 cm Abstand auf das Blech spritzen.
- Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C 10 bis 12 Minuten backen. Die Stangen sollen am Rand nur leicht dunkler werden.
- Auf dem Blech 5 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig mit dem Backpapier auf ein Gitter ziehen und vollständig auskühlen lassen.
- Die Kuvertüre grob hacken, zwei Drittel über dem Wasserbad schmelzen, vom Herd nehmen und den Rest darin unter Rühren auflösen.
- Die Stangen mit einem oder beiden Enden etwa 1,5 cm tief in die Schokolade tauchen, abstreifen, nach Wunsch mit Pistazien bestreuen und auf Backpapier fest werden lassen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für glutenfreie Nougatstangen ersetzen Sie das Weizenmehl durch 175 g glutenfreie Mehlmischung für Mürbeteig und geben 1/4 TL Xanthan dazu. Der Teig wird etwas fester, lässt sich aber gut spritzen. Laktosefrei backen Sie mit laktosefreier Butter. Prüfen Sie dann Nougat und Kuvertüre, denn manche Sorten enthalten Milchpulver. Dunkle Kuvertüre mit hohem Kakaoanteil ist häufig milchfrei.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch ist das Rezept schon. Für eine vegane Version nehmen Sie 100 g vegane Blockbutter statt Butter und ersetzen das Eigelb durch 1 EL Pflanzendrink. Veganen Nuss-Nougat gibt es in Bioläden, alternativ schmelzen Sie 50 g vegane Zartbitterschokolade mit 25 g Haselnussmus. Die Kuvertüre sollte als vegan gekennzeichnet sein. Die Stangen werden etwas weicher, halten aber ihre Form.
Weitere Tipps und Tricks
Ist der Teig zu fest zum Spritzen, liegt es meist an zu kalter Butter. Kneten Sie ihn dann kurz mit warmen Händen durch. Wird er zu weich und die Rillen verschwinden im Ofen, legen Sie das gespritzte Blech 15 Minuten in den Kühlschrank. In einer gut schließenden Blechdose zwischen Lagen Backpapier halten Nougatstangen drei bis vier Wochen. Bewahren Sie sie getrennt von Lebkuchen auf, sonst ziehen sie Feuchtigkeit und werden weich. Sie passen gut zu einem Plätzchentag mit Weihnachtsplätzchen zum Ausstechen, weil beide dieselbe Ofentemperatur brauchen.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Statt Stangen können Sie Kringel, S-Formen oder kleine Tuffs spritzen, die Backzeit bleibt gleich. Für Kinder passt Vollmilchkuvertüre besser als Zartbitter. Wer mehr Biss mag, mischt 30 g fein gemahlene geröstete Haselnüsse unter den Teig und nimmt dafür 20 g weniger Mehl. Ein halber Teelöffel Zimt und eine Prise Kardamom machen die Stangen weihnachtlicher. Zwei Stangen mit etwas Nougat dazwischen ergeben einen kleinen Doppelkeks.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Puderzucker funktioniert sehr feiner Zucker, die Stangen werden dann minimal knuspriger. Das Eigelb lässt sich durch 1 EL Sahne ersetzen. Weizenmehl Type 405 kann zur Hälfte durch Speisestärke ersetzt werden, das macht den Teig noch zarter und leichter zu spritzen. Wer keinen Nuss-Nougat bekommt, nimmt 60 g Zartbitterschokolade und 15 g Haselnussmus. Statt Kuvertüre geht Kuchenglasur aus dem Beutel, sie glänzt schneller, schmeckt aber weniger nach Kakao.
Ideen für passende Getränke
Zu Nougatstangen passt ein heißer Kakao mit Vollmilch oder ein Kaffee mit etwas aufgeschäumter Milch. Im Advent trinken viele einen Kinderpunsch aus Früchtetee, Apfelsaft und Orangensaft mit Zimtstange. Ein schwarzer Tee mit einem Schuss Milch schneidet die Süße gut ab. Wer es fruchtig mag, nimmt einen warmen Apfelsaft mit Nelken.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Legen Sie die Stangen auf einem flachen Teller strahlenförmig aus, die Schokoladenenden nach außen. Zwischen anderen Plätzchen wie Spekulatius fallen die braunen Rillen und die dunklen Spitzen gut auf. Für Geschenke passen sechs bis acht Stangen in einen Zellophanbeutel, aufrecht in einer kleinen Papiertüte bleiben die Enden heil.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Nougatstangen gehören zur großen Familie des Spritzgebäcks, das in deutschen Haushalten mit dem Spritzbeutel oder dem Fleischwolf mit Spritzgebäckvorsatz geformt wird. Der Name Nougat hat in Deutschland eine eigene Bedeutung. Gemeint ist meist Nuss-Nougat aus Haselnüssen, Zucker und Kakao, verwandt mit der Gianduja aus dem Piemont. In Frankreich versteht man unter Nougat dagegen eine weiße Masse aus Honig, Eiweiß und Mandeln, bekannt ist der Nougat de Montélimar. Ein Erfinder oder ein Entstehungsjahr der Nougatstangen ist nicht bekannt, das Rezept stammt aus der Hausbäckerei.
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Zusammenfassung: Nougatstangen
Bei Nougatstangen entscheidet vor allem die Temperatur. Die Butter muss weich sein, der Nougat nur noch lauwarm, und das Mehl wird bloß kurz untergerührt. Gespritzt, elf Minuten gebacken und in Schokolade getaucht, ergeben sie etwa 25 Stück. In der Blechdose halten sie bis Weihnachten, wenn sie nicht vorher gegessen werden.
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