Vorstellung Puddingplätzchen
Puddingplätzchen sind kleine, helle Butterplätzchen, in deren Teig Vanillepuddingpulver steckt. Sie schmecken nach Butter und Vanille und haben eine leicht gelbliche Farbe, die vom Farbstoff im Puddingpulver kommt. Die Gabelrillen auf der Oberfläche sind typisch, manche Rezepte spritzen den Teig auch mit dem Spritzbeutel. Die Konsistenz erinnert an Heidesand, ist aber noch etwas weicher. In Deutschland backt man sie gern im Advent, sie sind aber auch ein beliebtes Alltagsgebäck, weil sie mit Zutaten aus dem Vorratsschrank auskommen. Kinder können gut mithelfen, denn Kugeln rollen und flach drücken klappt auch mit kleinen Händen.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 125 g weiche Butter
- 60 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (37 g, zum Kochen)
- 130 g Weizenmehl Type 405
- 1 EL Puderzucker zum Bestäuben
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Nehmen Sie Puddingpulver zum Kochen, nicht die Sorte zum Anrühren ohne Kochen. Letzteres ist anders zusammengesetzt, damit gelingt der Teig nicht zuverlässig. Ein Päckchen wiegt je nach Marke 37 bis 40 g, kleine Abweichungen sind kein Problem. Nehmen Sie echte Butter, keine Streichmischung und keine Halbfettbutter. Puderzucker löst sich im Teig besser als Kristallzucker und macht die Plätzchen feiner. Statt Vanille funktioniert auch Sahne- oder Mandelpudding, Schokoladenpudding ergibt braune Plätzchen.
Vorbereitung des Gerichts
Nehmen Sie die Butter eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank, sie muss sich leicht eindrücken lassen, darf aber nicht flüssig sein. Trennen Sie das Ei, das Eiweiß können Sie für Haferflockenmakronen verwenden. Sieben Sie Puddingpulver und Mehl zusammen, so gibt es keine Klümpchen. Legen Sie ein Blech mit Backpapier aus. Die Menge ergibt etwa 22 Plätzchen. Für zwei volle Bleche verdoppeln Sie alles und backen die Bleche nacheinander.
Anleitung für die Zubereitung
- Heizen Sie den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vor.
- Rühren Sie die weiche Butter mit Puderzucker und Salz etwa 2 Minuten cremig, dann das Eigelb unterrühren.
- Geben Sie die gesiebte Mischung aus Puddingpulver und Mehl dazu und verkneten Sie alles kurz zu einem glatten, weichen Teig.
- Formen Sie aus dem Teig walnussgroße Kugeln von etwa 15 g und setzen Sie sie mit 3 cm Abstand auf das Blech.
- Bemehlen Sie eine Gabel und drücken Sie jede Kugel damit auf etwa 1 cm Höhe flach, sodass Rillen entstehen.
- Backen Sie die Plätzchen 12 bis 14 Minuten, sie sollen hell bleiben und nur am Boden leicht bräunen.
- Lassen Sie sie 5 Minuten auf dem Blech fest werden, sie sind warm sehr zerbrechlich, und dann auf einem Gitter auskühlen.
- Bestäuben Sie die kalten Plätzchen dünn mit Puderzucker.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Vanillepuddingpulver besteht meist aus Maisstärke und ist glutenfrei. Ersetzen Sie das Weizenmehl durch 130 g glutenfreie Mehlmischung, dann sind die Plätzchen komplett glutenfrei, prüfen Sie aber die Puddingpackung auf den Hinweis. Für laktosefreie Plätzchen nehmen Sie laktosefreie Butter. Das Puddingpulver zum Kochen enthält in der Regel keine Milch, das Rezept braucht sonst keine Milchprodukte.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch sind die Plätzchen ohnehin. Vegan backen Sie sie mit 125 g weicher veganer Margarine aus dem Block und lassen das Eigelb weg. Geben Sie stattdessen 1 EL Pflanzendrink dazu. Achten Sie darauf, dass das Puddingpulver vegan ist, das ist bei den meisten Vanillesorten zum Kochen der Fall. Der Teig ist mit Margarine weicher, legen Sie die Kugeln vor dem Backen 15 Minuten in den Kühlschrank.
Weitere Tipps und Tricks
Zerlaufen die Plätzchen im Ofen, war die Butter zu weich oder der Teig zu warm. Kühlen Sie die geformten Kugeln dann 15 Minuten auf dem Blech im Kühlschrank. Backen Sie nicht zu lange, gebräunte Puddingplätzchen schmecken trocken. Warm brechen sie leicht, erst nach dem Abkühlen werden sie fest. In einer gut schließenden Blechdose halten sie zwei bis drei Wochen. Legen Sie Backpapier zwischen die Lagen, damit der Puderzucker nicht verwischt.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für Engelsaugen drücken Sie mit einem Kochlöffelstiel eine Mulde in die Kugeln und füllen nach dem Backen etwas Johannisbeer- oder Himbeergelee hinein. Mit Schokoladenpudding und einem Teelöffel Kakao werden die Plätzchen braun und schmecken nach Schokolade. Abgeriebene Zitronenschale macht sie frischer. Wer Spritzgebäck mag, gibt 1 EL Milch zum Teig und spritzt ihn mit einer Sterntülle zu kleinen Rosetten.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Vanillepuddingpulver können Sie 35 g Speisestärke und das Mark einer halben Vanilleschote nehmen, dann fehlt nur die gelbe Farbe. Puderzucker lässt sich durch feinen Zucker ersetzen, die Plätzchen werden dann etwas knuspriger. Statt Weizenmehl Type 405 funktioniert Dinkelmehl Type 630. Das Eigelb kann ganz entfallen, der Teig hält dann mit 1 EL Sahne zusammen.
Ideen für passende Getränke
Zu Puddingplätzchen passt eine Tasse heißer Kakao oder eine heiße Milch mit Honig. Erwachsene trinken gern einen Milchkaffee oder einen Rooibostee mit Vanille dazu. Im Advent schmeckt ein warmer Apfelpunsch aus Apfelsaft, Zimt und Nelken.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Stapeln Sie die Plätzchen zu kleinen Türmen auf einem dunklen Teller, dort wirkt der Puderzucker am besten. Ein paar Engelsaugen mit rotem Gelee dazwischen bringen Farbe. Als Geschenk verpacken Sie sie in Zellophantütchen mit Schleife. Neben Vanillekipferln auf dem Plätzchenteller sind sie die hellsten.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Puddingpulver kam in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts auf den Markt. Bekannt gemacht hat es vor allem der Bielefelder Apotheker August Oetker, der ab 1894 neben Backpulver auch Puddingpulver in Päckchen verkaufte. Wann es zum ersten Mal in Plätzchenteig kam, ist nicht überliefert, einen Erfinder der Puddingplätzchen kennt man nicht. Heute stehen Rezepte dafür in vielen Familienbackbüchern. Ähnlich arbeiten Bäcker mit Speisestärke bei Mürbeteigen, die besonders zart werden sollen. Pudding selbst blieb vor allem Dessert, etwa als Vanillepudding mit Erdbeeren.
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Zusammenfassung: Puddingplätzchen
Ein Päckchen Puddingpulver, Butter, Puderzucker und Mehl reichen für etwa 22 sehr mürbe Plätzchen. Ausstechen entfällt, Kugeln mit der Gabel flach drücken genügt. Hell gebacken und gut ausgekühlt halten sie wochenlang in der Dose, und mit Gelee oder Schokoladenpudding entstehen schnell neue Sorten.
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