Vorstellung Himbeertorte
Die Himbeertorte ist eine Obsttorte, wie sie im Sommer in deutschen Konditoreien und auf der Kaffeetafel am Sonntag steht. Der Boden ist ein Biskuit ohne Fett, die Creme besteht aus Quark, geschlagener Sahne, Zucker und Zitrone und wird mit Gelatine schnittfest. Wer die Käsesahnetorte kennt, erkennt die Creme wieder, nur ist sie hier dünner aufgetragen. Die Himbeeren liegen roh auf der Creme, der rote Tortenguss hält sie zusammen und lässt sie glänzen. Angeschnitten zeigt die Torte einen hellgelben Boden, eine weiße Schicht und das kräftige Rot. Sie schmeckt frisch, fruchtig und leicht säuerlich. Die Hauptsaison liegt im Sommer, mit Tiefkühlbeeren geht es auch im Winter.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 2 Eier (Größe M)
- 60 g Zucker für den Biskuit
- 1 Prise Salz
- 50 g Weizenmehl Type 405
- 15 g Speisestärke
- 1/2 TL Backpulver
- 3 Blatt weiße Gelatine
- 150 g Magerquark
- 40 g Zucker für die Creme
- 1 TL Vanillezucker
- 1 TL Zitronensaft
- 150 ml kalte Sahne
- 250 g frische Himbeeren
- 1/2 Päckchen roter Tortenguss (ca. 6 g)
- 125 ml roter Johannisbeersaft oder Wasser
- 1 EL Zucker für den Guss
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Frische Himbeeren sind empfindlich. Kaufen Sie sie erst am Backtag und schauen Sie auf den Boden der Schale, nasse oder schimmelige Beeren verderben die übrigen schnell. Deutsche Himbeeren gibt es von Juni bis in den September, Herbstsorten tragen bis zum ersten Frost. Tiefkühlhimbeeren eignen sich für die Creme, für die Oberfläche fallen sie beim Auftauen zusammen. Für den Guss nehmen Sie Tortengusspulver aus dem Backregal, roter Guss betont die Farbe. Ein Tortenring oder der Rand der Springform hält die Creme beim Festwerden in Form.
Vorbereitung des Gerichts
Den Biskuit backen Sie am besten einen Tag vorher, dann lässt er sich gerade schneiden und sackt nicht ein. Legen Sie nur den Boden der Springform mit Backpapier aus, den Rand nicht fetten, sonst rutscht der Teig beim Aufgehen ab. Weichen Sie die Gelatine 10 Minuten in kaltem Wasser ein. Lesen Sie die Himbeeren durch, waschen Sie sie aber nicht, sie saugen sich sonst voll Wasser. Für eine große Torte mit 26 cm verdoppeln Sie alle Mengen.
Anleitung für die Zubereitung
- Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eier, 60 g Zucker und Salz mit dem Handrührgerät 6 bis 8 Minuten zu einer dicken, hellen Masse aufschlagen.
- Mehl, Stärke und Backpulver mischen, darübersieben und vorsichtig mit dem Teigschaber unterheben.
- Den Teig in die Form füllen und 20 bis 22 Minuten backen, bis er goldgelb ist und bei leichtem Druck zurückfedert. Mit einem Messer vom Rand lösen und in der Form auskühlen lassen.
- Den Boden auf eine Tortenplatte setzen und den gesäuberten Springformrand darum schließen.
- Quark, 40 g Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft glatt rühren. Die Gelatine ausdrücken, bei kleiner Hitze auflösen, 2 EL Quarkmasse einrühren und dann alles unter den übrigen Quark rühren.
- Die Sahne steif schlagen und unterheben. Die Creme auf dem Boden glatt streichen und 1 Stunde kalt stellen.
- Die Himbeeren dicht nebeneinander auf die Creme setzen, Öffnung nach unten.
- Tortengusspulver mit 1 EL Zucker und dem Saft unter Rühren aufkochen, kurz abkühlen lassen und löffelweise über die Beeren verteilen. Die Torte mindestens 2 Stunden kühlen, dann den Rand lösen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Glutenfrei backen Sie den Biskuit mit 50 g glutenfreier Mehlmischung und 15 g Speisestärke, Biskuit gelingt damit gut, weil er von den Eiern getragen wird. Tortenguss ist meist glutenfrei, prüfen Sie die Packung. Ohne Laktose nehmen Sie laktosefreien Quark und laktosefreie Sahne, beide sind in fast jedem Supermarkt erhältlich und verhalten sich beim Schlagen gleich. Der Biskuit selbst enthält keine Milch.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Gelatine ist nicht vegetarisch. Ersetzen Sie sie durch 1 gestrichenen TL Agar-Agar, den Sie in 50 ml Milch 2 Minuten aufkochen und lauwarm unter den Quark rühren. Tortenguss enthält in der Regel keine Gelatine, prüfen Sie trotzdem die Packung. Für eine vegane Torte backen Sie den Boden mit 100 g Mehl, 60 g Zucker, 1 TL Backpulver, 90 ml Sprudelwasser und 2 EL Öl. Die Creme machen Sie aus 150 g Sojaskyr und 150 ml aufschlagbarer Pflanzensahne mit Agar-Agar.
Weitere Tipps und Tricks
Rühren Sie die Gelatine nie direkt in kalten Quark, sie bildet sonst sofort Fäden. Der kleine Zwischenschritt mit zwei Löffeln Creme verhindert das. Gießen Sie den Guss nicht kochend heiß auf die Beeren, sie werden sonst matschig. Die Torte hält im Kühlschrank zwei Tage, am ersten schmeckt sie am besten, danach wird der Boden weich. Übrige Himbeeren und Saft lassen sich mit etwas Stärke zu einer schnellen Roten Grütze kochen.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Mit 1 EL dünn aufgestrichener Himbeerkonfitüre auf dem Boden wird die Torte fruchtiger, und der Biskuit bleibt länger saftig. Statt Quark können Sie Joghurt oder Frischkäse nehmen, dann wird die Creme fester und etwas säuerlicher. Ein Schokobiskuit mit 10 g Kakao statt der Stärke passt gut zu den Beeren. Wer Mischobst mag, setzt Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren nebeneinander.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Biskuit eignet sich ein dünner Mürbeteigboden oder ein Mandelbiskuit, der nussiger schmeckt. Mascarpone mit etwas Milch glatt gerührt ersetzt den Quark und macht die Creme reichhaltiger. Statt Tortenguss können Sie 125 ml Saft mit 1 TL Speisestärke aufkochen, der Guss wird dann trüber. Johannisbeersaft lässt sich durch Kirschsaft oder Apfelsaft mit etwas rotem Fruchtsaft ersetzen.
Ideen für passende Getränke
Zur Himbeertorte passt ein frisch gebrühter Kaffee oder ein Cappuccino am Nachmittag. Im Sommer schmeckt eine kalte Zitronenlimonade mit Minze oder ein Eistee aus Früchtetee. Wer Tee bevorzugt, nimmt einen hellen grünen Tee oder einen Rooibos mit Vanille, beide überdecken die Beeren nicht.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Schneiden Sie die Torte mit einem Messer, das Sie vor jedem Schnitt in heißes Wasser tauchen. So bleiben Guss und Creme sauber getrennt. Ein Klecks Sahne und ein Minzblatt auf jedem Stück genügen. Auf einer weißen Tortenplatte mit ein paar frischen Himbeeren am Rand sieht die Torte am schönsten aus.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Himbeeren wachsen in Mitteleuropa wild an Waldrändern und auf Lichtungen und werden seit Jahrhunderten in Gärten gezogen. Torten mit Biskuitboden, Creme und rohem Obst unter einem Geleeguss gehören in Deutschland zum Standardangebot von Konditoreien. Fertiges Tortengusspulver aus Stärke und Geliermittel hat die Zubereitung zu Hause stark vereinfacht. Eine bestimmte Herkunft oder einen Erfinder hat die Himbeertorte nicht, sie ist eine von vielen Varianten der deutschen Obsttorte, die sich je nach Saison mit Erdbeeren, Kirschen oder Pfirsichen backen lässt.
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Zusammenfassung: Himbeertorte
Ein fettfreier Biskuit, eine Quarkcreme mit Gelatine und rohe Himbeeren unter rotem Guss. Die Torte lässt sich gut auf zwei Tage verteilen, Boden am Vortag, Belag am Backtag. Wichtig sind trockene, frische Beeren und genug Kühlzeit vor dem Anschneiden.
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