Vorstellung Bratapfelmarmelade
Bratapfelmarmelade ist eine Apfelkonfitüre, die so gewürzt wird wie ein klassischer gefüllter Bratapfel. Säuerliche Äpfel wie Boskoop werden gewürfelt und mit Gelierzucker, etwas Apfelsaft, Zimt und dem Mark einer Vanilleschote gekocht. Am Ende kommen eingeweichte Rosinen und geröstete Mandelstifte dazu. Die Farbe ist ein helles Bernstein, die Konsistenz eher stückig als glatt. Viele mögen sie auf Butterbrot oder Brötchen. Sie schmeckt aber auch warm über Grießbrei, im Joghurt oder als Füllung für Pfannkuchen. Viele kochen sie im Herbst, wenn die neuen Äpfel geerntet sind, und verschenken sie bis Weihnachten.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 500 g säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop oder Elstar), geschält und entkernt gewogen
- 250 g Gelierzucker 2:1
- 2 EL Zitronensaft
- 60 ml naturtrüber Apfelsaft
- 30 g Rosinen
- 20 g Mandelstifte
- 1/2 Vanilleschote
- 1 TL gemahlener Zimt
- 1 Prise gemahlene Nelken (nach Wunsch)
- 2 Gläser à 200 ml mit Schraubdeckel
Einkaufen der Zutaten
Entscheidend sind die Äpfel. Boskoop hat viel Säure und zerfällt beim Kochen etwas, was der Konfitüre Bindung gibt. Elstar oder Braeburn bleiben fester. Eine Mischung aus beiden funktioniert gut. Sehr süße Sorten wie Gala machen die Konfitüre flach. Achten Sie beim Gelierzucker auf die Angabe 2:1, also zwei Teile Frucht auf einen Teil Zucker. Er ist in jedem Supermarkt neben dem normalen Zucker zu finden. Rosinen und Mandelstifte gibt es im Backregal. Kaufen Sie lieber eine ganze Vanilleschote als Vanillezucker, das Aroma ist deutlich runder.
Vorbereitung des Gerichts
Spülen Sie die Gläser und Deckel heiß aus und stellen Sie sie kopfüber auf ein sauberes Tuch. Alternativ kommen sie 10 Minuten bei 120 °C in den Ofen. Weichen Sie die Rosinen 15 Minuten in 2 EL des Apfelsafts ein. Rösten Sie die Mandelstifte in einer trockenen Pfanne goldbraun, das dauert 3 bis 4 Minuten. Schälen Sie die Äpfel und schneiden Sie sie in Würfel von etwa 5 mm. Größere Stücke werden in der kurzen Kochzeit nicht weich. Für vier Gläser verdoppeln Sie einfach alle Mengen und nehmen einen breiteren Topf.
Anleitung für die Zubereitung
- Die Apfelwürfel sofort mit dem Zitronensaft mischen, damit sie nicht braun werden.
- Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen.
- Äpfel, Gelierzucker, restlichen Apfelsaft, Vanillemark, Vanilleschote, Zimt und Nelken in einem Topf mischen und 30 Minuten ziehen lassen, bis Saft austritt.
- Die Mischung bei hoher Hitze unter Rühren zum Kochen bringen und dann 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
- Eine Gelierprobe machen. Einen Teelöffel Konfitüre auf einen kalten Teller geben. Wird sie nach einer Minute fest, ist sie fertig, sonst noch 1 Minute weiterkochen.
- Den Topf vom Herd nehmen, die Vanilleschote entfernen und die abgetropften Rosinen und gerösteten Mandeln unterrühren.
- Die heiße Konfitüre bis 1 cm unter den Rand in die Gläser füllen, den Rand sauber wischen und die Deckel fest zuschrauben.
- Die Gläser bei Raumtemperatur vollständig abkühlen lassen, dann beschriften und kühl und dunkel lagern.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Diese Konfitüre ist von Natur aus glutenfrei und laktosefrei. Äpfel, Zucker, Gewürze, Rosinen und Mandeln enthalten weder Gluten noch Milchzucker. Wer streng glutenfrei leben muss, prüft beim Gelierzucker und bei den Rosinen trotzdem die Packung, da einige Hersteller Spurenhinweise angeben. Achten Sie auch auf das, was darunter kommt. Ein glutenfreies Brot und laktosefreie Butter oder Margarine machen das Frühstück vollständig verträglich.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für Vegetarier und Veganer müssen Sie nichts ändern. Gelierzucker wird mit Pektin aus Äpfeln oder Zitrusschalen hergestellt und nicht mit Gelatine. Wer eine Fertigmischung mit Zusätzen kauft, wirft kurz einen Blick auf die Zutatenliste. Auf dem Frühstückstisch passt vegane Butter auf Rapsölbasis dazu. Als Topping auf Sojajoghurt oder Haferbrei ergeben 2 EL Konfitüre auf 150 g eine gute Portion.
Weitere Tipps und Tricks
Der häufigste Fehler ist zu langes Kochen. Dann wird die Konfitüre zäh und die Äpfel verlieren ihre Form. Halten Sie sich an die 4 Minuten und verlassen Sie sich auf die Gelierprobe. Rühren Sie ständig, denn der Zucker setzt schnell am Topfboden an. Ungeöffnet hält sich die Konfitüre kühl und dunkel etwa 6 Monate. Geöffnete Gläser gehören in den Kühlschrank und sollten in 3 Wochen aufgegessen sein. Zeigt sich Schimmel, das ganze Glas wegwerfen.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es kräftiger mag, nimmt eine Messerspitze Kardamom oder ein wenig Lebkuchengewürz statt der Nelken. Mit 30 g fein gewürfeltem Marzipan, das zum Schluss untergerührt wird, kommt sie noch näher an den Bratapfel heran. Ein Teil der Äpfel lässt sich vorher im Ofen bei 200 °C 15 Minuten rösten. Das gibt leichte Röstaromen. Statt Mandeln passen Walnüsse oder Haselnüsse.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Rosinen können Sie durch getrocknete Cranberries oder gehackte Datteln ersetzen. Ein Teil der Äpfel darf auch Birne sein, dann wird die Konfitüre milder. In vielen Bratapfelrezepten werden die Rosinen in Rum eingelegt. Hier übernimmt warmer Apfelsaft diese Rolle und bringt dabei zusätzlich Fruchtgeschmack mit. Statt Gelierzucker 2:1 geht auch Gelierzucker 3:1 mit 170 g, dann wird sie fruchtiger und weniger süß.
Ideen für passende Getränke
Zum Frühstück passt ein schwarzer Tee wie Assam oder ein Früchtetee mit Apfel und Zimt. Auch ein Milchkaffee harmoniert gut mit der Süße. Für Kinder bietet sich warmer Apfelsaft mit einer Zimtstange an. Wer die Konfitüre zum Nachmittagskuchen reicht, kann einen Rooibos mit Vanille dazu aufbrühen.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Stellen Sie das Glas mit einem kleinen Holzlöffel direkt auf den Frühstückstisch. Zum Verschenken binden Sie ein Stück Stoff mit Bast über den Deckel und hängen eine Zimtstange daran. Auf Brot sehen die Apfelstücke und Mandeln am schönsten aus, wenn Sie die Konfitüre nicht glatt streichen, sondern locker auftragen. In einem kleinen Schälchen neben warmen Waffeln wirkt sie wie eine Dessertsauce.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Bratäpfel gehören in Deutschland seit langer Zeit zur Winterküche. Früher garte man sie oft in der Röhre des Kachelofens, später im Backofen, gefüllt mit Nüssen, Rosinen und Zucker. Die Bratapfelmarmelade ist dagegen eine junge Idee aus der Hausküche. Einen belegten Erfinder oder ein bestimmtes Jahr gibt es nicht. Rezepte dafür findet man vor allem in Zeitschriften, Kochbüchern und im Netz. Im Handel stand auf solchen Gläsern lange Konfitüre, weil die Bezeichnung Marmelade Zitrusfrüchten vorbehalten war. Nach einer Änderung des EU-Rechts darf ein Apfelaufstrich in Deutschland inzwischen auch offiziell Marmelade heißen.
Weitere Rezeptvorschläge
Noch mehr Ideen: 463 weitere Rezepte aus Deutschland entdecken.
Zusammenfassung: Bratapfelmarmelade
Mit 500 g Äpfeln und Gelierzucker 2:1 kochen Sie in einer knappen Stunde zwei Gläser Konfitüre, die wie Ofenapfel schmeckt. Die kurze Kochzeit hält die Stücke fest, Rosinen und Mandeln kommen erst zum Schluss dazu. Passend dazu sind ein Apfel im Schlafrock oder ein Milchreis mit Zimt, auf den ein Löffel davon kommt.
Rezepte-Planer
Füge das Rezept dem Tages-Planer hinzu. Zum Planer hier klicken.






