
Vorstellung Bratapfel
Der Bratapfel ist eines der ältesten Winterdesserts in Deutschland. Früher garten die Äpfel in der Röhre des Kachelofens, heute erledigt das der Backofen in einer halben Stunde. Ausgehöhlt und gefüllt werden säuerliche Äpfel, die beim Backen weich werden, aber nicht zerfallen. Die Füllung variiert von Familie zu Familie, Marzipan, Rosinen und Nüsse sind der Klassiker.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 2 große säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop)
- 30 g Marzipanrohmasse
- 1 EL Rosinen
- 1 EL gehackte Mandeln
- 1 TL Zimt
- 1 EL Butter
- 1 EL Honig
- Für die Vanillesauce: 250 ml Milch, 1 Eigelb, 1 EL Zucker, 1 TL Speisestärke, ½ Vanilleschote
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Die beste Wahl ist Boskoop. Er ist säuerlich, wird im Ofen weich und behält trotzdem seine Form. Gut gehen auch Elstar, Jonagold oder Cox Orange. Süße, mehlige Sorten wie Golden Delicious fallen beim Backen eher zusammen. Marzipanrohmasse finden Sie in der Backabteilung, sie ist weniger süß als fertiges Marzipan.
Vorbereitung des Gerichts
Heizen Sie den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Waschen Sie die Äpfel und schneiden Sie oben einen Deckel ab. Mit einem Apfelausstecher oder einem Teelöffel entfernen Sie das Kerngehäuse, unten sollte ein Boden stehen bleiben, damit die Füllung nicht ausläuft. Für die Füllung zerbröseln Sie das Marzipan und mischen es mit Rosinen, Mandeln, Zimt und Honig.
Anleitung für die Zubereitung
- Die Äpfel in eine kleine gefettete Auflaufform setzen.
- Die Marzipan-Mischung in die Äpfel drücken, ruhig etwas über den Rand.
- Je ein Stück Butter obenauf legen und den Deckel wieder aufsetzen.
- Die Äpfel 25 bis 30 Minuten backen, bis die Schale aufplatzt und das Fruchtfleisch weich ist.
- Für die Sauce die Stärke mit etwas Milch glatt rühren. Restliche Milch mit Zucker und dem ausgekratzten Vanillemark aufkochen.
- Die angerührte Stärke einrühren und kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, das Eigelb unterrühren und nicht mehr kochen lassen.
- Die Bratäpfel warm mit der Vanillesauce servieren.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Das Rezept enthält kein Mehl und ist damit glutenfrei, solange Marzipan und Speisestärke keine Spuren enthalten. Laktose steckt in Butter und Milch. Ersetzen Sie die Butter durch Pflanzenmargarine und die Milch durch laktosefreie Milch oder Hafermilch, dann gelingt auch die Vanillesauce ohne Laktose.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarier essen den Bratapfel ohne Änderung. Für die vegane Variante nehmen Sie Ahornsirup statt Honig und Margarine statt Butter. Die Vanillesauce kochen Sie mit Hafer- oder Sojamilch und lassen das Eigelb weg, dafür nehmen Sie etwas mehr Speisestärke. Marzipanrohmasse ist in der Regel vegan.
Weitere Tipps und Tricks
Stechen Sie die Schale vor dem Backen ein paarmal mit einer Gabel ein, dann platzt sie weniger stark auf. Ein Schluck Apfelsaft oder Weißwein in der Form verhindert, dass der austretende Saft anbrennt. Prüfen Sie nach 25 Minuten mit einem Holzspieß. Gleitet er ohne Widerstand hinein, ist der Apfel fertig.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Statt Marzipan können Sie die Äpfel mit Nougat, Preiselbeeren oder einem Löffel Quark mit Vanillezucker füllen. Für Erwachsene lassen sich die Rosinen vorher in Rum einweichen. Wer es knusprig mag, streut in den letzten zehn Minuten Haferflocken mit Butter und Zucker obenauf.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Rosinen können Sie durch getrocknete Cranberrys oder gehackte Datteln ersetzen. Statt Mandeln passen Walnüsse oder Haselnüsse. Fehlt die Vanilleschote, nehmen Sie ein Päckchen Vanillezucker oder einen Teelöffel Vanilleextrakt. Statt selbst gekochter Sauce schmeckt auch eine Kugel Vanilleeis.
Ideen für passende Getränke
Zum Bratapfel passt ein Glühwein oder ein warmer Apfelpunsch. Wer keinen Alkohol trinkt, nimmt Früchtetee mit Zimt oder eine heiße Milch mit Honig. Ein Glas Eiswein oder Beerenauslese ist für einen festlichen Abend die süße Begleitung.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie jeden Apfel in einem tiefen Teller oder einer kleinen Schale und gießen Sie die Vanillesauce rundherum, nicht darüber. So bleibt die glänzende Schale sichtbar. Eine Zimtstange am Deckel und ein wenig Puderzucker reichen als Dekoration.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Lange bevor es Elektroherde gab, legten Familien im Winter Äpfel in die Röhre des Kachelofens oder an den Rand des Herdfeuers. Äpfel waren das Obst, das sich über den Winter im Keller lagern ließ, und das Garen machte auch schrumpelige Exemplare wieder schmackhaft. In vielen Weihnachtsliedern und Kinderbüchern steht der Bratapfel deshalb für die warme Stube im Winter. Heute ist er ein einfaches Dessert, das im Advent auf vielen Weihnachtsmärkten verkauft wird.
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Zusammenfassung: Bratapfel
Ein Bratapfel ist in 40 Minuten fertig und braucht nur wenige Zutaten. Säuerliche Äpfel wie Boskoop, eine Füllung aus Marzipan, Rosinen und Mandeln und eine selbst gekochte Vanillesauce ergeben ein Dessert, das nach Advent schmeckt. Mit Margarine und Pflanzenmilch gelingt er auch vegan.
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