Vorstellung Apfelkuchen mit Pudding
Der Apfelkuchen mit Pudding ist ein Mürbeteigkuchen, wie er in Deutschland zu Kaffee und Kuchen am Sonntag gebacken wird. Der Teig bildet Boden und Rand, darin liegt gekochter Vanillepudding, darauf säuerliche Apfelstücke und Streusel. Nach dem Auskühlen lässt er sich sauber schneiden, man sieht drei Schichten in Gelb, Hell und Goldbraun. Der Pudding hält den Kuchen saftig, auch am zweiten und dritten Tag. Gegenüber dem schlichten Apfelkuchen schmeckt er cremiger und etwas süßer, die Säure der Äpfel gleicht das aus. Im Herbst, wenn Boskop und Elstar frisch geerntet sind, steht er in vielen Bäckereien in der Auslage.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 150 g Weizenmehl Type 405 (Teig)
- 75 g kalte Butter (Teig)
- 50 g Zucker (Teig)
- 1 Eigelb und 1 EL kaltes Wasser (Teig)
- 1/2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 250 ml Milch
- 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver (ca. 18 g)
- 2 EL Zucker (Pudding)
- 2 säuerliche Äpfel, etwa 300 g (Boskop oder Elstar)
- 1 TL Zitronensaft
- 1/2 TL Zimt
- 50 g Mehl, 30 g Butter, 30 g Zucker (Streusel)
- etwas Butter für die Form
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Für diesen Kuchen sind säuerliche, feste Äpfel die richtige Wahl. Boskop zerfällt beim Backen etwas und wird weich, Elstar und Braeburn behalten mehr Biss. Sehr süße Sorten wie Gala oder Golden Delicious machen den Kuchen zusammen mit dem Pudding schnell zu süß. Im Herbst gibt es auf Wochenmärkten und in Hofläden regionale Sorten wie Topaz oder Rubinette, die ebenfalls gut passen. Vanillepuddingpulver steht im Backregal, Sie brauchen nur die halbe Packung. Die Butter sollte für Teig und Streusel direkt aus dem Kühlschrank kommen.
Vorbereitung des Gerichts
Kochen Sie den Pudding zuerst, er muss vor dem Verteilen etwas abkühlen. Ganz kalt darf er aber nicht werden, sonst wird er schnittfest und lässt sich nicht mehr streichen. Fetten Sie die Springform mit 18 cm Durchmesser ein. Bereiten Sie den Mürbeteig vor und stellen Sie ihn 30 Minuten kalt. Schälen und entkernen Sie die Äpfel erst kurz vor dem Belegen, damit sie nicht braun werden. Für eine Springform mit 26 cm verdoppeln Sie alle Mengen und verlängern die Backzeit um etwa 10 Minuten.
Anleitung für die Zubereitung
- Verkneten Sie 150 g Mehl, Backpulver, Salz, 50 g Zucker, 75 g kalte Butter in Stücken, Eigelb und 1 EL Wasser rasch zu einem glatten Teig und stellen Sie ihn in Folie 30 Minuten kalt.
- Rühren Sie das Puddingpulver mit 2 EL Zucker und 4 EL der Milch glatt, kochen Sie die restliche Milch auf, rühren Sie das Pulver ein und lassen Sie den Pudding unter Rühren 1 Minute köcheln.
- Legen Sie Frischhaltefolie auf den Pudding und lassen Sie ihn etwa 20 Minuten abkühlen, bis er nur noch lauwarm ist.
- Heizen Sie den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor, rollen Sie den Teig rund aus und legen Sie damit Boden und einen 3 cm hohen Rand der Form aus.
- Schälen und entkernen Sie die Äpfel, schneiden Sie sie in 1,5 cm große Würfel und mischen Sie sie mit Zitronensaft und Zimt.
- Streichen Sie den lauwarmen Pudding glatt auf den Boden und verteilen Sie die Apfelwürfel gleichmäßig darauf.
- Verkneten Sie für die Streusel 50 g Mehl, 30 g kalte Butter und 30 g Zucker mit den Fingern zu Krümeln und streuen Sie sie über die Äpfel.
- Backen Sie den Kuchen im unteren Drittel des Ofens 50 bis 55 Minuten, bis die Streusel goldbraun sind und der Rand sich leicht von der Form löst.
- Lassen Sie den Kuchen in der Form mindestens 3 Stunden auskühlen, besser über Nacht, damit der Pudding vollständig fest wird.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine glutenfreie Version ersetzen Sie das Weizenmehl in Teig und Streuseln durch eine glutenfreie Mehlmischung für Mürbeteig, in derselben Menge. Der Teig bricht leichter, drücken Sie ihn notfalls mit den Fingern in die Form statt ihn auszurollen. Puddingpulver ist meist glutenfrei, ein Blick auf die Packung genügt. Laktosefrei wird der Kuchen mit laktosefreier Milch und laktosefreier Butter, oder Sie nehmen Pflanzenmargarine.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarier backen das Rezept ohne Änderung. Für eine vegane Version nehmen Sie 75 g und 30 g Pflanzenmargarine für Teig und Streusel und ersetzen das Eigelb durch 2 EL kaltes Wasser. Den Pudding kochen Sie mit 250 ml Haferdrink oder Sojadrink, Sojadrink wird etwas fester. Die meisten Vanillepuddingpulver enthalten keine tierischen Zutaten, prüfen Sie die Zutatenliste.
Weitere Tipps und Tricks
Der häufigste Fehler ist Anschneiden zu früh. Warm läuft der Pudding aus und das Stück fällt auseinander. Werden die Streusel zu dunkel, bevor der Boden gar ist, legen Sie nach 35 Minuten Alufolie locker darüber. Weiche Teigböden entstehen, wenn der Kuchen zu hoch im Ofen steht, das untere Drittel ist wichtig. Im Kühlschrank hält der Kuchen abgedeckt 3 Tage. Vor dem Servieren nehmen Sie ihn eine halbe Stunde vorher heraus, dann schmeckt der Pudding cremiger.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Statt Streuseln verteilen Sie einen Guss aus 100 g Schmand, 1 Ei und 1 EL Zucker über die Äpfel, das ergibt eine Variante, die an den Schmandkuchen erinnert. Wer es nussiger mag, mischt 20 g gehobelte Mandeln in die Streusel. Eine Handvoll Rosinen zwischen den Apfelwürfeln ist ein klassischer Zusatz. Mit Birnen statt Äpfeln wird der Kuchen milder.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Puddingpulver können Sie den Pudding aus 250 ml Milch, 20 g Speisestärke, 1 Eigelb, 2 EL Zucker und dem Mark einer halben Vanilleschote selbst kochen. Butter in den Streuseln lässt sich durch Margarine ersetzen. Fehlt Zimt, nehmen Sie etwas abgeriebene Zitronenschale. Dinkelmehl Type 630 eignet sich für Teig und Streusel ebenso wie Weizenmehl Type 405.
Ideen für passende Getränke
Zum Kuchen passt ein Filterkaffee oder ein Milchkaffee am Nachmittag. Ein Glas naturtrüber Apfelsaft greift die Äpfel auf. Im Herbst schmeckt dazu auch ein heißer Früchtetee mit Hagebutte, der etwas Säure gegen den süßen Pudding setzt.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Schneiden Sie den Kuchen mit einem langen, scharfen Messer und wischen Sie es nach jedem Schnitt ab, dann bleiben die Schichten sauber. Ein Klecks leicht geschlagener Sahne mit einer Prise Zimt neben dem Stück genügt. Wer den Kuchen warm mag, reicht ihn wie einen Apfelstrudel mit Vanillesoße kurz angewärmt, nur sollte er vorher ganz fest geworden sein.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Apfelkuchen gehören zu den verbreitetsten Kuchen in Deutschland, weil Äpfel hier fast überall wachsen und sich lange lagern lassen. Die Variante mit Pudding ist jünger. In Deutschland kam fertiges Puddingpulver auf Stärkebasis in den 1890er-Jahren auf den Markt, unter anderem von Dr. Oetker. Im Lauf des 20. Jahrhunderts wurde es zur Standardzutat der Hausbäckerei. Damit ließ sich eine Cremeschicht ohne viele Eier kochen. Einen bestimmten Ursprungsort oder Erfinder für den Apfelkuchen mit Pudding gibt es nicht, er ist in Familienrezepten und Backbüchern in vielen Varianten verbreitet.
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Zusammenfassung: Apfelkuchen mit Pudding
Ein Mürbeteig, eine halbe Packung Pudding und zwei säuerliche Äpfel reichen für einen Kuchen, der drei Tage saftig bleibt. Am wichtigsten ist die Geduld nach dem Backen. Erst wenn der Pudding über Nacht fest geworden ist, lassen sich die Stücke sauber schneiden.
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