Nationalgericht Zypern: Pourgouri (Rezept) Pourgouri ist im Grunde ein Bulgur-Pilaw, wie es in ähnlicher Form auch in der Türkei und im Libanon gekocht wird, auf Zypern aber mit eigener Würzmischung aus Paprika und Kreuzkümmel. Zwiebeln, Knoblauch und Paprika bilden die Basis, Fleisch ist optional und macht aus der Beilage ein Hauptgericht. Nach dem Anbraten zieht … [Weiterlesen...] ÜberNationalgericht Zypern: Pourgouri (Rezept)
Nationalgericht Zypern
Halloumi, der beim Grillen quietschende Käse, ist Zyperns berühmtester Beitrag zur Weltküche – und nur ein Beispiel für die Meze-Kultur der Mittelmeerinsel, bei der viele kleine Gerichte den Tisch füllen. Die zyprische Küche vereint griechische und türkische Einflüsse: Joghurt-Dips wie Tzatziki und die pikante Käsecreme Tirokafteri gehören ebenso dazu wie Lountza, die geräucherte, in Wein marinierte Schweinelende. Olivenöl, Zitrone, frische Kräuter und gegrilltes Fleisch prägen den Alltag; süß wird es mit Soutzouk Loukou, aufgereihten Nüssen im eingedickten Traubenmost. Auf Zypern isst man lange, spät und in Gesellschaft. Genau 120 Rezepte versammelt diese Kategorie – Schritt für Schritt zum Nachkochen erklärt.
Was ist das Nationalgericht von Zypern?
Ein festgelegtes Nationalgericht gibt es auf Zypern nicht, zwei Antworten fallen aber fast immer. Die eine ist Halloumi, ein halbfester Käse aus Schaf-, Ziegen- und Kuhmilch, der sich grillen und braten lässt, ohne zu zerlaufen. Seit 2021 ist er in der EU als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen, unter dem griechischen Namen Halloumi und dem türkischen Hellim. Die andere ist Souvla, große Stücke Lamm oder Schwein, die sich am langen Spieß über Holzkohle drehen, oft mehrere Stunden. Souvla gehört zu Ostern, Hochzeiten und vielen Familiensonntagen. Genannt wird außerdem Kleftiko, Lamm mit Kartoffeln und Lorbeer, das im verschlossenen Lehmofen gart.
Was isst man auf Zypern?
Die zyprische Küche arbeitet mit Olivenöl, Zitrone, Joghurt und viel Gemüse, gewürzt mit Minze, Oregano, Zimt und Koriandersamen. Letztere sind eine zyprische Eigenheit, etwa im Schweinefleisch Afelia, das mit zerstoßenen Koriandersamen in Rotwein schmort. In der Fastenzeit essen orthodoxe Familien Hülsenfrüchte, zum Beispiel Louvi, Schwarzaugenbohnen mit Mangold. Im Norden prägt die türkisch-zyprische Küche Gerichte wie Pirohu und Molehiya. Abends bestellen viele in der Taverne eine Meze mit zwanzig und mehr Schälchen voller Dips, Salate, Wurst, Fisch und Grillfleisch. Zum Kaffee reicht man gern Glyko tou Koutaliou, in Sirup eingekochte Früchte.
