Kulesh verbindet Buchweizen und Kartoffeln zu einem deftigen Gericht, das in der ländlichen Küche Weißrusslands seinen Ursprung hat. Speck oder Zwiebeln, in Butter angebraten, geben ihm seine Würze. Von der Vorbereitung bis zum Teller vergehen kaum 30 Minuten, was Kulesh früher zu einem verbreiteten Essen für Feldarbeiter machte. Tipp: Hier gibt es 67 weitere … [Weiterlesen...] ÜberNationalgericht Weißrussland: Kulesh (Rezept)
Nationalgericht Weißrussland
Kartoffeln, Pilze, Sauerrahm und Waldbeeren: Die weißrussische Küche schöpft aus Wäldern, Feldern und einer langen bäuerlichen Tradition. Deftige Hausmannskost steht im Mittelpunkt – Frikadellen mit Kartoffelbeilage gehören ebenso dazu wie Gribnaya Kasha, eine herzhafte Grütze mit Waldpilzen. Gefüllte Pfannkuchen namens Nalisniki werden süß mit Quark oder herzhaft serviert und sind ein Klassiker der Familienküche. Auch beim Backen zeigt sich das Können, etwa bei der cremigen Karpatka. Weißrussland teilt viele Gerichte mit seinen Nachbarn Polen, Litauen und der Ukraine, bereitet sie aber auf eigene Art zu. Über 60 Rezepte versammelt diese Kategorie – jedes davon Schritt für Schritt zum Nachkochen erklärt.
Was ist das Nationalgericht von Weißrussland?
In Belarus, wie das Land heute offiziell heißt, gibt es eine klare Antwort. Als Nationalgericht gelten Draniki, Puffer aus fein geriebenen rohen Kartoffeln, die man in Öl oder Schmalz goldbraun brät. Kartoffeln spielen so eine große Rolle, dass die Nachbarn die Belarussen scherzhaft Bulbaschi nennen, nach dem Wort Bulba für Kartoffel. Serviert werden Draniki mit Schmand, manchmal auch mit gebratenem Speck und Zwiebeln. Eng verwandt sind die Kolduny, Kartoffelklöße mit einer Füllung aus Hackfleisch oder Pilzen. Als zweiter Kandidat wird oft die Machanka genannt, eine dicke Sauce mit Schweinefleisch und Wurst, in die man dünne Pfannkuchen tunkt.
Was isst man in Weißrussland?
Die belarussische Küche ist bäuerlich und sättigend. Zu fast jeder Mahlzeit gehören dunkles Roggenbrot, Schmand und frischer Dill. Mittags beginnt man mit einer Suppe, im Winter mit Borschtsch, im Sommer mit Cholodnik, einer kalten Suppe aus Roten Beten, Kefir, Gurken und Ei. Im Herbst sammeln viele Familien Steinpilze, Pfifferlinge und Preiselbeeren in den Wäldern und legen sie für den Winter ein oder trocknen sie. Fleisch kommt meist vom Schwein, gern als gesalzener Speck namens Salo auf Brot. Zum Frühstück gibt es Quarkpuffer oder Grütze aus Buchweizen. Viele Gerichte teilt Belarus mit Polen, Litauen und der Ukraine, die Namen klingen ähnlich, die Rezepte unterscheiden sich in Details.
