Vorstellung Zimtplätzchen
Zimtplätzchen gehören zu den einfachsten Weihnachtsplätzchen in Deutschland. Der Teig besteht aus Mehl, Butter, Zucker, einem Eigelb und gemahlenem Zimt, mehr braucht es nicht. Ausgestochen werden meist Sterne, Herzen oder Kreise, nach dem Backen bleiben sie hell goldbraun mit einer feinen Zuckerkruste. Wichtig ist die Abgrenzung zu den Zimtsternen, die aus Mandeln, Eiweiß und Puderzucker bestehen und eine weiße Glasur tragen. Zimtplätzchen sind mürber, einfacher und gelingen auch Kindern. Man isst sie in der Adventszeit zum Kaffee, legt sie auf bunte Teller oder verschenkt sie in Tüten. Nach zwei, drei Tagen in der Dose schmecken sie intensiver nach Zimt.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 125 g Weizenmehl Type 405 (plus etwas zum Ausrollen)
- 75 g kalte Butter
- 50 g Zucker
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1 1/2 TL gemahlener Zimt (am besten Ceylon-Zimt)
- 1 Prise Salz
- 1 EL Milch zum Bestreichen
- 1 EL Zucker und 1/2 TL Zimt für den Zimtzucker
Einkaufen der Zutaten
Beim Zimt lohnt ein Blick auf die Packung. Ceylon-Zimt stammt aus Sri Lanka, schmeckt feiner und enthält sehr wenig Cumarin. Der günstigere Cassia-Zimt ist kräftiger, enthält aber deutlich mehr Cumarin, das in größeren Mengen der Leber schaden kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb, bei viel Zimtgebäck Ceylon-Zimt zu wählen. Sie finden ihn im Bioladen, in Drogerien und gut sortierten Supermärkten. Für den Teig eignet sich normale Süßrahmbutter, Mehl Type 405 macht die Plätzchen besonders zart.
Vorbereitung des Gerichts
Die Butter muss kalt sein, schneiden Sie sie direkt aus dem Kühlschrank in kleine Würfel. Trennen Sie das Ei, das Eiweiß können Sie für Makronen aufheben. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und stellen Sie Ausstechformen von 4 bis 5 cm bereit. Rühren Sie den Zimtzucker in einer kleinen Schale an. Aus dieser Menge entstehen etwa 25 Plätzchen, also ein Blech. Für zwei bis drei Bleche verdoppeln oder verdreifachen Sie alle Zutaten, die Backzeit bleibt gleich.
Anleitung für die Zubereitung
- Mehl, Zucker, Zimt und Salz in einer Schüssel mischen.
- Die kalten Butterwürfel und das Eigelb zugeben und alles mit den Händen oder den Knethaken rasch zu einem glatten Teig verkneten, nicht länger als 2 Minuten.
- Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühl stellen.
- Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Den Teig auf wenig Mehl oder zwischen zwei Lagen Backpapier etwa 3 mm dick ausrollen.
- Mit den Formen Plätzchen ausstechen, auf das Blech legen und die Teigreste erneut zusammenkneten, ausrollen und ausstechen.
- Die Plätzchen dünn mit Milch bestreichen und mit dem Zimtzucker bestreuen.
- Auf mittlerer Schiene 9 bis 11 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun werden.
- Die Plätzchen auf dem Blech 5 Minuten abkühlen lassen, dann auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Glutenfrei backen Sie mit einer glutenfreien Mehlmischung für Kekse oder Mürbeteig. Geben Sie 1/2 TL Flohsamenschalenpulver dazu, das hält den Teig besser zusammen, und rollen Sie ihn zwischen Backpapier aus, weil er leichter bricht. Laktosefrei wird das Rezept mit laktosefreier Butter und laktosefreier Milch zum Bestreichen. Zimt und Zucker sind von Natur aus glutenfrei und laktosefrei.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch sind die Plätzchen bereits. Für die vegane Variante nehmen Sie 75 g kalte vegane Blockmargarine statt Butter. Das Eigelb ersetzen Sie durch 1 EL Pflanzendrink und 1 TL Speisestärke, die Sie vorher glatt rühren. Zum Bestreichen eignet sich Haferdrink. Der Teig ist dann etwas weicher, kühlen Sie ihn deshalb 45 Minuten statt 30.
Weitere Tipps und Tricks
Zu warmer Teig klebt an den Formen und die Plätzchen verlaufen im Ofen. Legen Sie das ausgestochene Blech vor dem Backen 10 Minuten in den Kühlschrank, dann bleiben die Kanten scharf. Backen Sie lieber eine Minute zu kurz als zu lang, beim Abkühlen werden die Plätzchen fester. In einer Blechdose mit Backpapier zwischen den Lagen halten sie drei bis vier Wochen. Nicht mit weichen Sorten wie Lebkuchen zusammen lagern, sonst verlieren sie ihre Knusprigkeit.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für Schokoladenfans tauchen Sie die abgekühlten Plätzchen zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterschokolade. Eine Prise Kardamom oder gemahlene Nelke im Teig macht sie würziger, abgeriebene Orangenschale fruchtiger. Statt Zimtzucker können Sie gehackte Mandeln aufstreuen. Wer es noch mürber mag, ersetzt 25 g Mehl durch gemahlene Mandeln, das Ergebnis erinnert dann ein wenig an Heidesand.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Weizenmehl Type 405 funktioniert Dinkelmehl Type 630 ohne weitere Änderung. Brauner Zucker im Teig gibt einen Hauch Karamell und eine dunklere Farbe. Fehlt ein Eigelb, nehmen Sie 1 bis 2 EL kalte Sahne. Lebkuchengewürz statt reinem Zimt ergibt würzigere Plätzchen. Zum Bestreichen eignet sich auch verquirltes Eiweiß, dann haftet der Zimtzucker besonders gut.
Ideen für passende Getränke
Zu Zimtplätzchen passt im Advent ein heißer Kinderpunsch aus Früchtetee, Apfelsaft und Orangensaft. Klassisch ist auch eine heiße Schokolade oder ein Glas warme Milch mit Honig. Erwachsene trinken gerne einen Rooibostee mit Vanille oder einen Filterkaffee. Kalter Apfelsaft passt ebenfalls gut zum Zimt.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Legen Sie die Plätzchen auf einen schlichten Teller oder ein Holzbrett, gemischt in verschiedenen Formen. Ein paar ganze Zimtstangen und einige Sternanis daneben machen das Bild weihnachtlich. Als Geschenk stapeln Sie sie in ein Glas mit Schraubdeckel oder in eine Tüte aus Pergamentpapier mit einem Band.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Zimt war im Mittelalter in Europa ein teures Gewürz, das über den Fernhandel aus Asien kam. Gewürzgebäck zur Weihnachtszeit hat in Deutschland eine lange Tradition, bekannte Beispiele sind Lebkuchen und Spekulatius. Ausgestochene Butterplätzchen in großer Zahl wurden vermutlich erst üblich, als Zucker, Butter und Weißmehl im 19. und 20. Jahrhundert für viele Haushalte erschwinglich wurden. Ein bestimmter Ursprung oder ein Erfinder der Zimtplätzchen ist nicht bekannt. Sie gehören zur großen Familie der einfachen Mürbeteigplätzchen, die in Familien je nach Vorrat und Geschmack abgewandelt werden.
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Zusammenfassung: Zimtplätzchen
Ein Blech Zimtplätzchen aus einem schnellen Butter-Mürbeteig mit 1 1/2 TL Zimt, dünn ausgerollt und mit Zimtzucker gebacken. Mehr als kalten Teig, eine kurze Backzeit und eine luftdichte Dose braucht es nicht. Mit Ceylon-Zimt bleiben Sie beim Cumarin auf der sicheren Seite, und die Plätzchen halten bis Neujahr.
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