Vorstellung Käsesalat
Der Käsesalat ist ein einfacher Salat aus Schnittkäse in Streifen, sauren Gurken und Zwiebeln, angemacht mit Essig, Öl und Senf. In Süddeutschland gehört er zur Brotzeit, oft steht er dort neben dem Wurstsalat auf der Karte. Meist nimmt man Emmentaler, Bergkäse oder einen jungen Gouda. Der Käse bleibt bissfest, nimmt aber die Säure der Marinade auf und schmeckt dann frischer als pur. Gurken bringen Knackigkeit, rote Zwiebeln Schärfe und Farbe. Manche geben Radieschen, Paprika, gekochtes Ei oder Äpfel dazu, andere machen ihn mit Mayonnaise statt Essig und Öl an. Gegessen wird er als kalte Abendmahlzeit mit Schwarzbrot oder Laugenbrezeln.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 150 g Emmentaler am Stück
- 2 mittelgroße Gewürzgurken (etwa 100 g)
- 1/2 kleine rote Zwiebel
- 3 Radieschen
- 2 EL Weißweinessig
- 2 EL Gurkenwasser aus dem Glas
- 3 EL Rapsöl
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1/2 TL Zucker
- 1 Prise Salz
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 1 EL Schnittlauchröllchen
Einkaufen der Zutaten
Kaufen Sie den Käse am Stück, fertige Scheiben sind zu dünn und zerfallen in der Marinade. An der Käsetheke können Sie sich eine dicke Scheibe von etwa einem Zentimeter abschneiden lassen. Emmentaler mit drei bis sechs Monaten Reife ist mild und nussig, ein Allgäuer Bergkäse ist würziger. Bei den Gewürzgurken lohnt ein Blick aufs Etikett, Spreewälder Gurken sind kräftig gewürzt und haben ein Gurkenwasser mit Dill und Senfsaat, das gleich in die Marinade wandert. Rote Zwiebeln sind milder als gelbe und färben den Salat leicht violett.
Vorbereitung des Gerichts
Schneiden Sie den Käse zuerst in Scheiben von etwa 5 mm und dann in Streifen von 4 cm Länge. Halbieren Sie die Gewürzgurken längs und schneiden Sie sie in schmale Streifen oder Scheiben. Die halbe Zwiebel schälen und in feine Halbringe hobeln. Wer die Schärfe mildern möchte, legt die Zwiebelringe zehn Minuten in kaltes Wasser und tupft sie dann trocken. Putzen Sie die Radieschen und schneiden Sie sie in dünne Scheiben. Für ein Buffet mit sechs Personen verdreifachen Sie die Mengen.
Anleitung für die Zubereitung
- Verrühren Sie Essig, Gurkenwasser, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer in einer Schüssel, bis sich Zucker und Salz gelöst haben.
- Schlagen Sie das Rapsöl mit einer Gabel unter, bis die Marinade leicht gebunden ist.
- Geben Sie die Käsestreifen, Gurken, Zwiebelringe und Radieschen in die Schüssel.
- Mischen Sie alles mit zwei Löffeln gründlich, sodass jeder Streifen mit Marinade überzogen ist.
- Decken Sie die Schüssel ab und lassen Sie den Salat mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen, besser 1 Stunde.
- Rühren Sie den Salat vor dem Servieren noch einmal um, schmecken Sie mit Salz, Pfeffer und etwas Essig ab.
- Bestreuen Sie den Käsesalat mit Schnittlauch und servieren Sie ihn leicht gekühlt mit Brot.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Der Salat enthält kein Gluten, achten Sie nur beim Senf auf die Zutatenliste. Als Beilage reichen Sie glutenfreies Brot. Lange gereifter Emmentaler und Bergkäse sind von Natur aus praktisch laktosefrei, weil die Laktose während der Reifung abgebaut wird. Viele Hersteller geben das auf der Packung an. Junger Gouda enthält dagegen noch etwas Laktose, nehmen Sie dann einen laktosefreien Schnittkäse.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Klassischer Emmentaler wird mit tierischem Lab hergestellt und ist damit streng genommen nicht vegetarisch. Achten Sie auf Käse mit mikrobiellem Lab, viele Supermarktmarken kennzeichnen ihn als vegetarisch. Für Veganer gibt es Schnittkäse-Alternativen auf Kokosöl- oder Cashewbasis am Stück, nehmen Sie davon 150 g. Diese werden in der Marinade schneller weich, lassen Sie den Salat deshalb nur 20 Minuten ziehen. Geräucherter Tofu in Streifen ist eine würzige Alternative.
Weitere Tipps und Tricks
Der Käse darf nicht zu dünn geschnitten sein, sonst klebt er zusammen und wird matschig. Lassen Sie ihn vor dem Schneiden kalt, dann bleiben die Streifen sauber. Zu viel Öl macht den Salat schwer, die Säure sollte deutlich schmecken. Im Kühlschrank hält der Käsesalat zwei Tage, danach werden Gurken und Zwiebeln weich. Am zweiten Tag schmeckt er oft sogar besser, weil der Käse die Marinade aufgesogen hat. Nehmen Sie ihn eine Viertelstunde vor dem Essen aus dem Kühlschrank.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Mit einem gewürfelten säuerlichen Apfel wird der Salat frischer und leicht süß. Gekochte Eier in Vierteln oder gewürfelter Kochschinken machen ihn zu einer vollen Mahlzeit. Für eine cremige Variante rühren Sie 2 EL Mayonnaise und 2 EL Joghurt statt Öl in die Marinade. Wer es scharf mag, nimmt Peperoni aus dem Glas statt Radieschen. Paprikastreifen in Rot und Gelb bringen Farbe.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Emmentaler passen Gouda, Tilsiter, Leerdammer oder ein milder Bergkäse. Ein Teil Blauschimmelkäse würzt kräftig, nehmen Sie davon aber nur 30 g. Weißweinessig lässt sich durch Apfelessig oder Kräuteressig ersetzen. Statt Gewürzgurken gehen Cornichons, die kleiner und knackiger sind. Frühlingszwiebeln ersetzen die rote Zwiebel, wenn es milder sein soll. Sonnenblumenöl funktioniert anstelle von Rapsöl.
Ideen für passende Getränke
Zum Käsesalat passt eine Apfelschorle mit hohem Saftanteil, ihre Säure greift die Marinade auf. Kalter Pfefferminztee oder eine Zitronenlimonade sind leichte Alternativen. Zur Brotzeit am Abend schmeckt auch ein Glas Buttermilch, im Biergarten trinken viele dazu eine Spezi aus Cola und Orangenlimonade.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Richten Sie den Käsesalat auf einem Holzbrett oder in einer flachen Steingutschüssel an, das passt zur Brotzeit. Daneben legen Sie dick geschnittenes Bauernbrot, Butter und ein paar Radieschen mit Grün. Schnittlauch ganz zum Schluss aufstreuen, dann bleibt er grün. Auf einem Buffet stellen Sie ihn in einer Glasschüssel auf, durch die man Käse und Gurken sieht.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Käsesalat ist ein Gericht der bäuerlichen und gastronomischen Alltagsküche, ein Erfinder ist nicht überliefert. Er ist eng mit dem Wurstsalat verwandt, der auf dieselbe Weise mit Essig, Öl und Zwiebeln angemacht wird. Beide treffen sich im Schweizer Wurstsalat, der in Deutschland auch Straßburger oder Elsässer Wurstsalat heißt und einen Anteil Emmentaler enthält. In der Schweiz nennt man die Kombination Wurst-Käse-Salat und nimmt meist Cervelat. In Wirtshäusern und Biergärten zählt der Käsesalat zu den kalten Brotzeitgerichten. Emmentaler ist dafür besonders geeignet, weil er beim Marinieren seine Form hält.
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Zusammenfassung: Käsesalat
Käsesalat lebt von gutem Käse am Stück, kräftigen Gewürzgurken und einer Marinade mit deutlicher Säure. Eine Stunde Ziehzeit macht den Unterschied. Mit Apfel, Ei oder Schinken wird er zur Hauptmahlzeit, mit Bauernbrot bleibt er die klassische Brotzeit.
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