Vorstellung Honig-Senf-Dressing
Das Honig-Senf-Dressing ist eine Vinaigrette, die durch Senf gebunden und durch Honig gesüßt wird. Senf enthält Schleimstoffe aus der Senfsaat, die Öl und Essig für einige Stunden verbinden, deshalb wird das Dressing sämig statt flüssig. In Deutschland steht es in fast jedem Kühlregal als fertige Flasche, selbst gemacht schmeckt es frischer und weniger süß. Es passt zu Feldsalat, Rucola und Endiviensalat, aber auch zu Salaten mit Birne, Walnüssen oder Ziegenkäse. Viele nehmen es außerdem als Glasur für Lachs oder Hähnchen. Mit grobkörnigem Senf sieht es rustikal aus, mit glattem mittelscharfem Senf wird es fein und gleichmäßig. Als Faustregel für dieses Rezept gilt ein Teil Senf, ein Teil Honig, zwei Teile Essig und drei bis vier Teile Öl.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 1 EL mittelscharfer Senf (etwa 15 g)
- 1 TL grobkörniger Senf
- 1 EL flüssiger Honig (etwa 20 g)
- 2 EL Weißweinessig
- 1 EL Zitronensaft
- 4 EL Rapsöl
- 1 EL Wasser
- 1/4 TL Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- 1 TL fein geschnittener Schnittlauch (optional)
Einkaufen der Zutaten
Für den Senf eignet sich ein mittelscharfer deutscher Senf, etwa aus Düsseldorf oder Bautzen, oder ein Dijon-Senf, der etwas schärfer ist. Grobkörniger Senf bringt sichtbare Körner und mehr Biss. Beim Honig ist flüssiger Blütenhonig am einfachsten, cremiger Rapshonig löst sich in der Säure schlechter auf. Waldhonig schmeckt kräftig und leicht malzig, das passt zu herbstlichen Salaten. Kaufen Sie ein mildes, geschmacksneutrales Rapsöl. Kaltgepresstes Rapsöl mit nussigem Ton ist ebenfalls gut, Olivenöl kann bitter werden, wenn man es im Mixer aufschlägt, und schmeckt hier oft zu dominant.
Vorbereitung des Gerichts
Viel vorzubereiten gibt es nicht. Spülen Sie ein Schraubglas mit etwa 200 ml Inhalt heiß aus und lassen Sie es trocknen. Ist der Honig fest geworden, stellen Sie das Glas für einige Minuten in warmes Wasser. Pressen Sie die Zitrone frisch aus, Saft aus der Flasche schmeckt hier flach. Waschen Sie den Schnittlauch, schütteln Sie ihn trocken und schneiden Sie ihn in feine Röllchen. Für ein großes Buffet verdoppeln oder verdreifachen Sie die Mengen, das Verhältnis bleibt gleich.
Anleitung für die Zubereitung
- Geben Sie beide Senfsorten, den Honig, das Salz und den Pfeffer in das Schraubglas.
- Gießen Sie Essig, Zitronensaft und Wasser dazu und rühren Sie mit einem Teelöffel, bis sich der Honig vollständig gelöst hat.
- Fügen Sie das Rapsöl hinzu.
- Verschließen Sie das Glas und schütteln Sie es kräftig etwa 30 Sekunden, bis das Dressing hell und leicht cremig ist.
- Rühren Sie den Schnittlauch unter und schmecken Sie ab, bei Bedarf mit etwas mehr Honig oder einem Spritzer Essig.
- Lassen Sie das Dressing 10 Minuten stehen, damit sich die Aromen verbinden, und schütteln Sie es vor dem Servieren noch einmal kurz.
- Geben Sie es erst direkt vor dem Essen über den Salat und mischen Sie alles mit zwei Salatbestecken.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Das Dressing ist in der Grundform glutenfrei und laktosefrei, es enthält weder Mehl noch Milchprodukte. Achten Sie nur beim Senf auf die Zutatenliste, einige günstige Sorten enthalten Weizenmehl als Verdickung. Auch Malzessig ist nicht glutenfrei, bleiben Sie bei Weißwein- oder Apfelessig. Wer es cremiger mag und Milchprodukte meidet, rührt 2 EL Sojajoghurt ungesüßt unter.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für Vegetarier ist das Dressing ohne Änderung geeignet. Veganer ersetzen den Honig durch 1 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup. Agave ist neutral und süßt etwas stärker, nehmen Sie davon eher einen knappen Esslöffel. Ahornsirup bringt eine leicht rauchige Note, die zu Feldsalat mit gerösteten Kürbiskernen gut passt. Reissirup ist milder und weniger süß. Prüfen Sie beim Senf, dass er keinen Honig enthält, das kommt bei süßen Sorten vor.
Weitere Tipps und Tricks
Trennt sich das Dressing nach einer Stunde, ist das normal, kurz schütteln reicht. Zu dünn wird es, wenn Sie zu wenig Senf nehmen, ein zusätzlicher Teelöffel bindet sofort. Geben Sie Salz immer vor dem Öl hinein, es löst sich nur in Säure und Wasser. Im geschlossenen Glas hält das Honig-Senf-Dressing im Kühlschrank sieben Tage, mit frischen Kräutern nur drei. Nehmen Sie es 15 Minuten vor dem Servieren heraus, kalt schmeckt es dumpf und das Öl wird dickflüssig.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Mit 1 EL Mayonnaise oder Joghurt wird aus dem Dressing eine dicke Sauce für Burger und Wraps. Wer es schärfer mag, nimmt nur scharfen Senf oder ergänzt eine Prise Cayennepfeffer. Eine fein gewürfelte Schalotte gibt Biss, ein gehackter Dill macht es frischer und passt zu Lachs. Für Kinder darf der Honiganteil steigen. Mit Apfelessig und einem geriebenen Stück Apfel entsteht eine fruchtige Variante.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Weißweinessig funktionieren Apfelessig, heller Balsamico oder Himbeeressig, der eine rosa Farbe und Fruchtsäure bringt. Rapsöl lässt sich durch Sonnenblumenöl ersetzen, ein Teelöffel Walnussöl im Mix gibt Tiefe. Zitronensaft kann komplett durch Essig ersetzt werden, dann fehlt nur etwas Frische. Fehlt grobkörniger Senf, nehmen Sie einfach 2 TL mittelscharfen.
Ideen für passende Getränke
Zu einem Salat mit Honig-Senf-Dressing passt eine Apfelschorle, deren Säure den Senf aufnimmt. Gekühlter grüner Tee ohne Zucker hält die Süße im Gleichgewicht. Mineralwasser mit Zitronenscheibe und Minze ist leicht und frisch. Zu Hähnchen mit dem Dressing als Dip schmeckt auch eine hausgemachte Ingwerlimonade.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Füllen Sie das Dressing in ein kleines Kännchen oder lassen Sie es im Schraubglas mit Löffel auf dem Tisch stehen, damit jeder selbst nimmt. Auf dem Salat sehen ein paar Senfkörner und Schnittlauchröllchen gut aus. Als Dip servieren Sie es in einem flachen Schälchen neben Hähnchenstreifen oder Ofenkartoffeln.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Senf ist ein sehr altes Würzmittel. Das erste überlieferte Rezept für seine Zubereitung schrieb der Römer Columella im 1. Jahrhundert n. Chr. In Mitteleuropa wird Senf im 8. Jahrhundert in einer Schrift Karls des Großen erstmals erwähnt, im Mittelalter wurde er ein wichtiges Tafelgewürz. Süßer Senf ist seit 1843 belegt, 1854 begann Johann Conrad Develey mit seiner gewerblichen Herstellung. In Bayern gehört er bis heute zur Weißwurst mit süßem Senf. Das Honig-Senf-Dressing als Salatsauce ist eine Variante der französischen Vinaigrette. Wann es in deutschen Küchen üblich wurde, lässt sich nicht genau datieren. Heute steht es als Fertigdressing in fast jedem Supermarkt.
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Zusammenfassung: Honig-Senf-Dressing
Das Honig-Senf-Dressing braucht wenige Zutaten, ein Glas und eine halbe Minute Schütteln. Der Senf hält alles zusammen, der Honig nimmt der Säure die Schärfe. Selbst gemacht ist es weniger süß als die Flasche aus dem Supermarkt und lässt sich bei Säure und Schärfe ganz nach Salat anpassen.
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