Nouruz bedeutet neuer Tag. Iran, Afghanistan, Aserbaidschan, die Länder Zentralasiens und die Kurden feiern damit den Frühlingsanfang und zugleich das neue Jahr. In der Küche dreht sich vieles um frische Kräuter, gekeimten Weizen und Süßes.

Wann und wie wird gefeiert?
Das neue Jahr beginnt mit der Tagundnachtgleiche im Frühjahr, meist am 20. oder 21. März. Der Zeitpunkt wird auf die Minute berechnet, und viele Familien sitzen dann gemeinsam am Haft-Sin-Tisch. Darauf stehen sieben Dinge, deren persischer Name mit S beginnt, darunter Weizenkeimlinge, Äpfel, Knoblauch, Sumach, Essig und die Süßspeise Samanu. Schon am Dienstagabend vor dem letzten Mittwoch des alten Jahres springen junge und alte Leute beim Chaharshanbe Suri über kleine Feuer. Zum Abendessen gibt es je nach Region Kräuterreis mit Fisch oder Reis mit einer Nudelsuppe. Die Festzeit dauert 13 Tage. Am letzten Tag, Sizdah Bedar, verlässt man das Haus und picknickt im Grünen.
Was kommt auf den Tisch?
Am Abend vor Nouruz oder am ersten Tag gibt es in Iran Sabzi Polo ba Mahi. Der Reis wird mit viel Dill, Petersilie, Koriander und Schnittlauch gedämpft, dazu kommt gebratener Fisch. Daneben liegt oft Kuku Sabzi, ein Kräuteromelett, das innen fast schwarzgrün ist. Für Ash Reshteh kochen Sie Bohnen, Kichererbsen, Linsen, Kräuter und Nudeln zu einer dicken Suppe. Die Nudeln sollen helfen, im neuen Jahr das Glück festzuhalten. Aus demselben Grund steht zum Fest auch Reshteh Polo mit Rosinen und Datteln auf dem Tisch. Samanu aus gekeimtem Weizen köchelt viele Stunden, bis er braun und süß ist, ganz ohne Zucker. In Zentralasien heißt dieselbe Speise Sumalak, und Nachbarinnen rühren sie dort die ganze Nacht abwechselnd im großen Kessel. In Aserbaidschan backt man Shekerbura, halbmondförmige Teigtaschen mit Nussfüllung.
Tipps für das eigene Festessen
Ein Nouruz-Essen verbraucht mehr Kräuter, als man denkt. Waschen Sie sie am Vortag und lassen Sie sie gut trocknen, sonst wird das Kuku wässrig. Das Kuku können Sie ohnehin am Vortag backen, kalt schmeckt es genauso gut. Zum Nachtisch passen Shirini Nokhodchi, kleine Kekse aus Kichererbsenmehl, und eine Schale Noghl, gezuckerte Mandeln. Für den Haft-Sin-Tisch weichen Sie Weizen oder Linsen zehn bis vierzehn Tage vorher ein, damit die Keimlinge rechtzeitig grün sind.
Rezepte zu Nouruz (persisches Neujahr)
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