Vorstellung Crab Rangoon
Crab Rangoon sind ein Fingerfood der amerikanisch-chinesischen Küche. Frischkäse kommt in der traditionellen chinesischen Küche kaum vor, und genau daran erkennt man, dass die Taschen in den USA entstanden sind. Die Füllung besteht aus Doppelrahmfrischkäse, Krabbenfleisch oder Surimi, Frühlingszwiebeln, etwas Knoblauch und einem Spritzer Worcestershiresauce. Die Wan-Tan-Blätter werden an den Ecken zusammengedrückt, sodass vier spitze Zipfel entstehen, und in heißem Öl goldbraun ausgebacken. Der Geschmack ist mild, leicht süßlich und salzig vom Krebsfleisch. Gegessen werden sie als Vorspeise, auf Partys oder im Take-away-Karton zusammen mit anderen Gerichten.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 16 Wan-Tan-Blätter (etwa 8 x 8 cm, tiefgekühlt aus dem Asialaden)
- 100 g Doppelrahmfrischkäse, zimmerwarm
- 80 g Krabbenfleisch aus der Dose oder Surimi-Sticks
- 1 Frühlingszwiebel
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 1/2 TL Worcestershiresauce
- 1/2 TL Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Ei zum Verschließen
- 500 ml Erdnuss- oder Rapsöl zum Frittieren
- 4 EL süß-saure Sauce oder Sweet-Chili-Sauce zum Dippen
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Wan-Tan-Blätter finden Sie im Tiefkühlregal des Asialadens, oft als Wonton Pastry. Lassen Sie sie im Kühlschrank auftauen und halten Sie sie abgedeckt, sie trocknen schnell aus. In amerikanischen Restaurants steckt in der Füllung meist Surimi, also Krebsfleischimitat aus Fischmuskel. Echtes Krabbenfleisch aus der Dose, etwa vom Taschenkrebs, schmeckt feiner und kostet mehr. Achten Sie beim Frischkäse auf die Doppelrahmstufe, sonst wird die Füllung zu weich und läuft beim Frittieren aus.
Vorbereitung des Gerichts
Lassen Sie das Krabbenfleisch in einem Sieb gut abtropfen und drücken Sie es mit einem Löffel aus, Feuchtigkeit lässt die Taschen platzen. Zupfen Sie es fein oder hacken Sie Surimi klein. Schneiden Sie die Frühlingszwiebel in feine Ringe und pressen Sie den Knoblauch. Verquirlen Sie das Ei in einer kleinen Schale. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier und ein Gitter mit Küchenpapier bereit. Für eine Party mit 6 Personen verdreifachen Sie die Mengen.
Anleitung für die Zubereitung
- Verrühren Sie Frischkäse, Krabbenfleisch, Frühlingszwiebel, Knoblauch, Worcestershiresauce, Zucker und Salz zu einer gleichmäßigen Masse.
- Legen Sie ein Wan-Tan-Blatt auf die Arbeitsfläche und setzen Sie 1 gehäuften TL Füllung in die Mitte.
- Bestreichen Sie die Ränder dünn mit Ei. Ziehen Sie die vier Ecken nach oben und drücken Sie die Kanten von unten nach oben fest zusammen, sodass eine kleine Tasche mit vier Spitzen entsteht. Es darf keine Luft eingeschlossen sein.
- Legen Sie die fertigen Taschen auf das Backpapier und decken Sie sie mit einem feuchten Tuch ab, bis alle gefüllt sind.
- Erhitzen Sie das Öl in einem kleinen, hohen Topf auf 175 °C. Ein Holzlöffelstiel bildet bei dieser Temperatur feine Bläschen.
- Frittieren Sie jeweils 4 bis 5 Taschen 2 bis 3 Minuten, bis sie goldbraun sind, und wenden Sie sie einmal.
- Heben Sie die Crab Rangoon mit einer Schaumkelle heraus und lassen Sie sie auf dem Küchenpapier abtropfen. Servieren Sie sie sofort mit der Dipsauce.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Wan-Tan-Teig besteht aus Weizenmehl, glutenfrei gibt es keinen direkten Ersatz. Gut funktionieren Reispapierblätter, kurz eingeweicht, zu Päckchen gefaltet und in der Pfanne mit 1 cm Öl ausgebacken. Prüfen Sie Surimi und Worcestershiresauce, beide können Weizen enthalten. Laktosefrei wird die Füllung mit laktosefreiem Frischkäse, der sich genauso verarbeiten lässt.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarier ersetzen das Krabbenfleisch durch 80 g fein gehackte, ausgedrückte Palmherzen aus der Dose. Sie haben eine ähnlich faserige Struktur. 1 TL Algenflocken, etwa Nori, gibt einen leicht meerigen Geschmack. Für die vegane Fassung kommen veganer Frischkäse und eifreie Wan-Tan-Blätter dazu, verschlossen wird mit Wasser statt Ei. Worcestershiresauce enthält meist Sardellen, nehmen Sie eine vegane Sorte oder einen Spritzer Sojasauce.
Weitere Tipps und Tricks
Die meisten Taschen platzen wegen zu viel Füllung oder eingeschlossener Luft. Ein Teelöffel reicht. Halten Sie die Öltemperatur stabil, bei weniger als 160 °C saugen sich die Taschen voll. In der Heißluftfritteuse gelingen sie auch, mit Öl eingesprüht 8 Minuten bei 190 °C, sie werden aber weniger blasig. Ungebacken lassen sich die gefüllten Taschen auf einem Blech einfrieren und dann direkt aus dem Gefrierfach frittieren, eine Minute länger. Frittiert schmecken sie nur frisch.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es herzhafter mag, gibt 1 TL Sojasauce und etwas Sesamöl in die Füllung. Mit Chiliflocken oder einer Spur Sriracha wird sie scharf. Manche Restaurants mischen gehackte Garnelen unter. Für eine süßere Variante kommt Ananas in die Füllung. Die Faltung als Dreieck oder Säckchen ist schneller als der Stern und genauso gut.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Surimi passen gekochte, fein gehackte Garnelen oder Thunfisch aus der Dose. Frischkäse lässt sich zur Hälfte durch Ricotta ersetzen, dann wird die Füllung leichter. Statt Frühlingszwiebel geht Schnittlauch. Fehlt süß-saure Sauce, rühren Sie 3 EL Aprikosenkonfitüre mit 1 EL Reisessig und 1 TL Sojasauce glatt. Auch die Sauce vom süß-sauren Schweinefleisch passt.
Ideen für passende Getränke
Zu Crab Rangoon passen ein heißer Jasmintee oder ein kalter Oolong. Gegen das Frittierfett hilft eine Limettenlimonade oder eine Ingwerlimonade. Auch ein Lychee-Saft mit Sprudelwasser ist eine gute Wahl.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Legen Sie die Taschen auf einen Teller mit einer Schale Dipsauce in der Mitte, die Spitzen nach oben. Etwas Frühlingszwiebel in Ringen über der Sauce gibt Farbe. Als Teil einer Vorspeisenplatte passen chinesische Frühlingsrollen und Hähnchenspieße dazu.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Crab Rangoon stammen aus der Tiki-Gastronomie der Nachkriegszeit. Die Restaurantkette Trader Vic’s aus der Gegend von San Francisco führte sie 1955 in Beverly Hills und spätestens 1956 in San Francisco auf der Karte. Wer sie erfunden hat, ist nicht sicher belegt, oft genannt wird der chinesisch-amerikanische Koch Joe Young, der für Trader Vic’s arbeitete. Der Name bezieht sich auf Rangun, die frühere Hauptstadt Birmas, heute Yangon in Myanmar, ein Bezug zur birmanischen Küche besteht aber nicht. Später übernahmen amerikanisch-chinesische Restaurants im ganzen Land die Taschen. Sie arbeiten mit demselben Teig wie die Teigtaschen der Wonton Soup.
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Zusammenfassung: Crab Rangoon
Crab Rangoon sind kleine Wan-Tan-Taschen mit Frischkäse und Krabbenfleisch, eine Erfindung der amerikanischen Restaurantküche. Gut ausgedrückte Füllung, wenig davon und Öl bei 175 °C sind entscheidend. Die Taschen lassen sich roh einfrieren und bei Bedarf frisch ausbacken.
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