Vorstellung Amerikanische Pancakes
Amerikanische Pancakes sind kleine, dicke Pfannkuchen, die in den USA vor allem zum Frühstück und zum Brunch gegessen werden. Sie heißen dort auch Hotcakes, Griddlecakes oder Flapjacks. Anders als der dünne deutsche Pfannkuchen geht der Teig durch Backpulver in der Pfanne auf. Ein Pancake hat etwa 12 cm Durchmesser und ist innen weich und luftig. Serviert wird er als Stapel von drei bis fünf Stück, mit Butter obenauf und Ahornsirup darüber. In Diners kommen oft Spiegeleier, gebratener Bacon oder Würstchen dazu. Am Wochenende backen viele Familien Pancakes mit Blaubeeren oder Schokostückchen.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 125 g Weizenmehl Type 405
- 1 EL Zucker
- 1 1/2 TL Backpulver
- 1/4 TL Natron
- 1 Prise Salz
- 200 ml Buttermilch
- 1 Ei (Größe M)
- 25 g geschmolzene Butter
- 1 TL neutrales Öl oder Butter für die Pfanne
- 4 EL Ahornsirup zum Servieren
- 1 TL kalte Butter zum Servieren
Einkaufen der Zutaten
Buttermilch bekommen Sie im Kühlregal jedes Supermarkts. Sie macht die Pancakes zart und reagiert mit dem Natron, das zusätzlich lockert. Natron steht meist neben dem Backpulver, manchmal heißt es Kaiser-Natron. Beim Ahornsirup lohnt sich echter Sirup aus Kanada oder den USA statt Sirup mit Aroma. Die Farbskala reicht von hellem, mildem Sirup bis zu dunklem, kräftigem Sirup, für Pancakes passt ein mittlerer Ton gut. Achten Sie auf die Angabe 100 % Ahornsirup auf der Flasche.
Vorbereitung des Gerichts
Schmelzen Sie die Butter und lassen Sie sie kurz abkühlen, damit sie das Ei nicht stocken lässt. Nehmen Sie Buttermilch und Ei 15 Minuten vorher aus dem Kühlschrank, dann verbindet sich der Teig leichter. Stellen Sie einen Teller in den Ofen bei 60 °C, um die fertigen Pancakes warm zu halten. Die Menge ergibt etwa 6 Pancakes. Für vier Personen verdoppeln Sie alle Zutaten.
Anleitung für die Zubereitung
- Mischen Sie Mehl, Zucker, Backpulver, Natron und Salz in einer Schüssel.
- Verquirlen Sie in einer zweiten Schüssel Buttermilch, Ei und geschmolzene Butter.
- Gießen Sie die flüssigen Zutaten zum Mehl und rühren Sie mit einem Schneebesen etwa 15 Sekunden, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist; kleine Klümpchen bleiben im Teig.
- Lassen Sie den Teig 5 Minuten ruhen und erhitzen Sie währenddessen eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze, dann wischen Sie sie dünn mit Öl aus.
- Geben Sie je 3 EL Teig (etwa 60 ml) in die Pfanne und backen Sie die Pancakes 2 Minuten, bis sich an der Oberfläche Bläschen bilden und die Ränder matt werden.
- Wenden Sie die Pancakes und backen Sie sie weitere 1 bis 2 Minuten, bis sie goldbraun sind.
- Halten Sie die fertigen Pancakes im Ofen warm und servieren Sie sie gestapelt mit Butter und Ahornsirup.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für glutenfreie Pancakes ersetzen Sie das Weizenmehl durch 125 g glutenfreie Mehlmischung und geben 1 EL Buttermilch mehr dazu. Lassen Sie den Teig dann 10 Minuten ruhen. Laktosefrei wird es mit laktosefreier Butter und einer Mischung aus 200 ml laktosefreier Milch und 1 EL Zitronensaft, die Sie 5 Minuten stehen lassen. Sie ersetzt die Buttermilch gut.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Die Pancakes sind vegetarisch. Für eine vegane Version verrühren Sie 220 ml Sojadrink mit 1 EL Apfelessig und lassen ihn 5 Minuten dicklich werden. Das Ei ersetzen Sie durch 1 EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser, statt Butter nehmen Sie 2 EL Rapsöl. Ahornsirup ist von Natur aus vegan. Der Teig geht etwas weniger auf, schmeckt aber genauso gut.
Weitere Tipps und Tricks
Der häufigste Fehler ist zu langes Rühren. Dann entwickelt sich Gluten und die Pancakes werden zäh und flach. Ist die Pfanne zu heiß, werden sie außen dunkel und innen roh. Backen Sie erst einen Probe-Pancake. Drücken Sie die Pancakes nach dem Wenden nicht flach. Übrige Pancakes halten sich zwei Tage im Kühlschrank und lassen sich einfrieren. Im Toaster werden sie wieder knusprig und warm.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für Blueberry Pancakes streuen Sie 80 g Heidelbeeren direkt auf den Teig in der Pfanne, bevor Sie wenden. Mit 1 zerdrückten Banane im Teig werden sie süßer und saftiger. Schokostückchen funktionieren genauso wie die Beeren. Für eine herzhafte Variante lassen Sie den Zucker weg und servieren die Pancakes mit Bacon und Spiegelei. Eine Prise Zimt passt im Herbst gut in den Teig.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Ahornsirup passen Honig, Zuckerrübensirup oder ein Kompott aus Beeren. Wer keinen Sirup mag, streicht Ahornbutter auf den Stapel. Fehlt Buttermilch, nehmen Sie Milch mit 1 EL Zitronensaft. Dinkelmehl Type 630 ersetzt Weizenmehl ohne Änderung. Ohne Natron gehen die Pancakes auch, nehmen Sie dann insgesamt 2 TL Backpulver.
Ideen für passende Getränke
In amerikanischen Diners gibt es zu Pancakes Filterkaffee, der ständig nachgeschenkt wird. Frisch gepresster Orangensaft gehört ebenso zum klassischen Frühstück. Kinder trinken gern ein Glas kalte Milch oder Kakao dazu. Wer es leichter mag, wählt einen schwarzen Tee mit Zitrone.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Stapeln Sie drei bis vier Pancakes mittig auf einem großen, flachen Teller. Setzen Sie ein Stück kalte Butter obenauf und gießen Sie den Ahornsirup erst am Tisch darüber, damit er an den Seiten herunterläuft. Ein paar frische Beeren und etwas Puderzucker am Tellerrand machen den Stapel bunter. Bacon oder Rührei können daneben liegen.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Pfannkuchen aus Mehl, Milch und Ei kannten europäische Einwanderer schon aus ihrer Heimat, sie brachten die Gerichte in die nordamerikanischen Kolonien mit. Die typisch dicke, lockere Form verbreitete sich mit chemischen Triebmitteln, die im 19. Jahrhundert aufkamen. 1889 kam in den USA eine Pancake-Mischung auf den Markt, die als eine der ersten Fertigbackmischungen gilt. Ahornsirup stammt aus dem Nordosten Nordamerikas, wo indigene Völker schon vor der Ankunft der Europäer Ahornsaft einkochten. Im 20. Jahrhundert gehörten Pancakes fest zum amerikanischen Frühstück, zu Hause ebenso wie in Diners. Eng verwandt sind die Waffles with Maple Syrup.
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Zusammenfassung: Amerikanische Pancakes
Amerikanische Pancakes werden durch Buttermilch, Backpulver und Natron dick und fluffig. Rühren Sie den Teig nur kurz, backen Sie bei mittlerer Hitze und wenden Sie, sobald Bläschen erscheinen. Mit Butter und echtem Ahornsirup ist der Stapel klassisch, mit Beeren, Banane oder Bacon lässt er sich abwandeln.
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