Vorstellung Tomatensalsa
Tomatensalsa ist in Mexiko keine Beilage, die man extra zubereitet, sondern steht fast immer schon auf dem Tisch. Diese Version ist eine rohe Salsa roja, bei der ein Teil der Tomaten kurz im Mixer oder Mörser zerdrückt wird. So entsteht eine saftige, löffelbare Sauce mit kleinen Stücken. Im Unterschied zum stückigen Pico de Gallo haftet sie besser an Tortillachips und läuft in Tacos hinein. Die Schärfe kommt von frischen grünen Chilis, meist Serrano oder Jalapeño. Koriander und Limette machen sie frisch. Gegessen wird sie zu Totopos, Tacos, Eiern am Morgen oder gegrilltem Fleisch.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 400 g reife Tomaten (etwa 4 mittelgroße)
- 1/2 weiße Zwiebel (etwa 50 g)
- 1 bis 2 Serrano-Chilis oder 1 Jalapeño
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 1/2 Bund frischer Koriander (etwa 15 g)
- Saft von 1 Limette
- 1/2 TL Salz
- 1 Prise Zucker (nur bei sehr sauren Tomaten)
- 100 g Tortillachips zum Dippen
Einkaufen der Zutaten
Die Salsa steht und fällt mit den Tomaten. Im Sommer nehmen Sie reife Strauch- oder Freilandtomaten. Außerhalb der Saison schmecken Rispentomaten oder Roma-Tomaten am ehesten nach etwas. Serrano-Chilis gibt es in Asia-Läden, gut sortierten Supermärkten und auf Wochenmärkten, Jalapeños sind leichter zu finden. Weiße Zwiebeln sind milder als gelbe, in Mexiko ist es die übliche Sorte. Koriander sollte kräftig grün sein und keine gelben Blätter haben. Nehmen Sie frische Limetten mit glatter, dünner Schale, sie geben mehr Saft.
Vorbereitung des Gerichts
Waschen Sie Tomaten, Chilis und Koriander und tupfen Sie sie trocken. Schneiden Sie die Strünke der Tomaten heraus. Die Zwiebel würfeln Sie fein und legen sie 5 Minuten in kaltes Wasser, das nimmt ihr die Schärfe. Bei den Chilis entscheiden Sie vorab, wie scharf es werden soll. Mit Kernen und Scheidewänden wird die Salsa deutlich schärfer. Die Korianderstiele können Sie fein hacken und mitverwenden, sie haben viel Geschmack. Für eine große Schüssel zur Party verdoppeln oder verdreifachen Sie die Mengen.
Anleitung für die Zubereitung
- Schneiden Sie zwei Drittel der Tomaten in Würfel von etwa 5 mm und geben Sie sie in eine Schüssel.
- Pürieren Sie das restliche Drittel der Tomaten mit Knoblauch und der Hälfte der Chilis im Mixer 5 Sekunden lang zu einer groben Sauce, oder zerstoßen Sie alles im Mörser.
- Hacken Sie die übrigen Chilis sehr fein und lassen Sie die gewässerten Zwiebelwürfel in einem Sieb abtropfen.
- Mischen Sie Tomatenwürfel, die pürierte Tomatensauce, Zwiebel und gehackte Chilis.
- Hacken Sie den Koriander samt zarten Stielen fein und rühren Sie ihn unter.
- Würzen Sie mit Limettensaft und Salz, probieren Sie und geben Sie bei sauren Tomaten eine Prise Zucker dazu.
- Lassen Sie die Salsa 15 Minuten bei Zimmertemperatur ziehen und rühren Sie sie vor dem Servieren noch einmal um.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Tomatensalsa ist glutenfrei und laktosefrei, sie besteht nur aus Gemüse, Kräutern, Salz und Limette. Bei gekauften Tortillachips lohnt ein Blick auf die Zutatenliste. Reine Maischips sind glutenfrei, manche Sorten enthalten Weizenmehl oder Käsepulver mit Milchzucker. Wer ganz sicher gehen will, backt Maistortillas in Dreiecken mit etwas Öl bei 200 °C etwa 8 Minuten selbst zu Chips.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Die Salsa ist vegan und damit auch vegetarisch. Als vegetarische Mahlzeit passt sie zu Tacos mit gebratenen Pilzen oder schwarzen Bohnen. Rechnen Sie pro Person etwa 150 g Bohnen aus der Dose und zwei Maistortillas. Auch auf Frijoles Refritos mit etwas Avocado schmeckt sie gut und ergibt so ein vollständiges Abendessen ohne tierische Produkte.
Weitere Tipps und Tricks
Salzen Sie die Salsa erst kurz vor dem Servieren. Das Salz zieht Wasser aus den Tomaten, und nach einer Stunde schwimmt alles. Gießen Sie überschüssige Flüssigkeit dann einfach ab. Tomaten nie im Kühlschrank lagern, sie verlieren dort Aroma. Fertige Salsa hält sich abgedeckt im Kühlschrank einen Tag, danach wird der Koriander dunkel und die Zwiebel scharf. Holen Sie sie eine halbe Stunde vor dem Essen heraus. Kalt schmeckt sie fade.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für eine rauchige Note rösten Sie Tomaten, Chilis und Knoblauch vorher in einer trockenen Pfanne, bis die Haut schwarze Flecken hat, und pürieren dann alles. Das ergibt eine Salsa asada. Wer es mild mag, nimmt nur eine halbe Jalapeño ohne Kerne. Ein Löffel gewürfelte Gurke oder Avocado macht die Salsa frischer und milder. Mit 1 EL Orangensaft statt etwas Limette wird sie fruchtiger.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Serrano funktioniert jede frische grüne Chili, Thai-Chilis sind aber deutlich schärfer. Wer keinen Koriander mag, nimmt glatte Petersilie mit etwas Minze. Fehlen frische Tomaten, sind geschälte Dosentomaten eine Notlösung, dann sollten Sie die Salsa jedoch kurz einkochen. Limette lässt sich durch Zitronensaft ersetzen, nehmen Sie davon etwas weniger. Statt weißer Zwiebel passen Frühlingszwiebeln.
Ideen für passende Getränke
Zu Salsa und Chips passt Agua fresca, ein mexikanisches Erfrischungsgetränk aus Wasser, Fruchtpüree und wenig Zucker, etwa mit Wassermelone oder Gurke und Limette. Ebenso gut ist Agua de Jamaica, ein gekühlter Hibiskustee. Wer es einfacher mag, nimmt eine Limettenlimonade oder Mineralwasser mit Limettenscheiben.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie die Salsa in einer Steinschale oder einem Mörser, in Mexiko kommt sie oft im Molcajete auf den Tisch. Ein Korb mit Tortillachips daneben, ein paar Limettenspalten und frische Korianderblätter obenauf reichen. Auf einem größeren Tisch stellen Sie sie neben Guacamole, die grüne und die rote Schale sehen nebeneinander gut aus.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Saucen aus Tomaten und Chili gab es in Mexiko lange vor der spanischen Eroberung. Das Wort Tomate geht auf das Nahuatl-Wort tomatl zurück, und den Molcajete, einen Mörser aus Vulkanstein, verwendeten die Völker Mesoamerikas schon damals. Zwiebeln, Koriander und Limetten kamen dagegen erst mit den Spaniern ins Land. Aus dieser Mischung entstanden die rohen Salsas, die heute in jedem Haushalt anders gemacht werden. Ein festes Originalrezept gibt es nicht.
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Zusammenfassung: Tomatensalsa
Für diese Salsa brauchen Sie reife Tomaten, ein scharfes Messer und zehn Minuten. Ein Teil wird zerdrückt, der Rest gewürfelt, so bleibt sie saftig und stückig zugleich. Salzen Sie erst am Ende und essen Sie sie am selben Tag, dann schmeckt sie wie in einer mexikanischen Taquería.
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