Vorstellung Diples
Diples gelten als typisches Gebäck der Peloponnes, besonders der Mani, und sind heute in ganz Griechenland bekannt. Der Teig besteht aus Eiern, Mehl, etwas Orangensaft und Öl. Er wird so dünn ausgerollt, dass man fast hindurchsehen kann, und in lange Bänder geschnitten. Im heißen Öl wickelt man jedes Band mit zwei Gabeln zu einer lockeren Rolle. Andere Formen sind Schleifen oder Rosen. Die fertigen Diples sind blassgolden und so zart, dass sie beim ersten Biss zersplittern. Honigsirup, Walnüsse und Zimt machen daraus ein Festtagsgebäck. Familien backen sie zu Hochzeiten und Taufen, zu Weihnachten und zum Jahreswechsel, oft gleich in großen Mengen.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 2 Eier (Größe M)
- 1 EL frisch gepresster Orangensaft
- 1 EL Olivenöl
- 1/2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 150 g Weizenmehl Type 405, plus etwas zum Ausrollen
- 500 ml Sonnenblumenöl zum Frittieren
- 100 g Honig (Thymianhonig)
- 50 ml Wasser
- 30 g Zucker
- 1 Zimtstange
- 1 Streifen Zitronenschale
- 50 g Walnusskerne, fein gehackt
- 1/2 TL gemahlener Zimt
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Griechischer Thymianhonig ist kräftig und leicht herb, er gibt dem Sirup Charakter. Sie finden ihn in griechischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder online. Ein milder Blütenhonig geht auch, der Sirup schmeckt dann einfacher. Kaufen Sie frische Walnüsse, ältere schmecken bitter. Probieren Sie vor dem Hacken eine. Für den Teig reicht normales Weizenmehl Type 405. Zum Frittieren eignet sich ein neutrales, hoch erhitzbares Öl wie Sonnenblumen- oder Rapsöl.
Vorbereitung des Gerichts
Kneten Sie die Teigzutaten zuerst, damit der Teig 30 Minuten ruhen kann. Kochen Sie in dieser Zeit den Sirup und lassen Sie ihn lauwarm werden. Hacken Sie die Walnüsse fein und mischen Sie sie mit dem Zimt. Legen Sie ein Gitter mit Küchenpapier bereit und halten Sie zwei Gabeln mit langen Zinken oder eine Grillzange griffbereit. Eine Nudelmaschine macht das Ausrollen deutlich leichter. Für eine große Platte zum Fest verdreifachen Sie den Teig und rechnen mit einer Stunde Frittieren.
Anleitung für die Zubereitung
- Verquirlen Sie Eier, Orangensaft, Olivenöl und Salz. Mischen Sie Mehl und Backpulver, geben Sie es dazu und kneten Sie 8 Minuten einen glatten, weichen Teig. Lassen Sie ihn abgedeckt 30 Minuten ruhen.
- Kochen Sie Honig, Wasser, Zucker, Zimtstange und Zitronenschale auf und lassen Sie den Sirup 5 Minuten köcheln. Nehmen Sie Zimtstange und Schale heraus.
- Teilen Sie den Teig in 3 Stücke und rollen Sie jedes auf der bemehlten Fläche oder mit der Nudelmaschine bis zur vorletzten Stufe hauchdünn aus, etwa 1 mm.
- Schneiden Sie mit dem Teigrad Bänder von 4 cm Breite und 25 cm Länge. Decken Sie die Bänder mit einem Tuch ab, damit sie nicht austrocknen.
- Erhitzen Sie das Öl in einem breiten Topf auf 175 Grad. Legen Sie ein Band mit einem Ende ins Öl, stechen Sie mit zwei Gabeln hinein und drehen Sie es sofort zu einer Rolle auf, während der Rest ins Öl gleitet.
- Frittieren Sie jede Rolle 40 bis 60 Sekunden, bis sie hellgolden ist, und lassen Sie sie senkrecht auf Küchenpapier abtropfen.
- Ziehen Sie die Diples einzeln kurz durch den lauwarmen Sirup oder träufeln Sie ihn mit einem Löffel darüber. Bestreuen Sie sie sofort mit der Walnuss-Zimt-Mischung.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Glutenfrei lassen sich Diples mit einer glutenfreien Mehlmischung für Nudeln backen, der Teig reißt aber leichter. Rollen Sie ihn zwischen zwei Lagen Backpapier aus und schneiden Sie kürzere Bänder von 15 cm, die sich leichter drehen lassen. Wählen Sie ein glutenfreies Backpulver. Laktose enthält das Rezept nicht, Teig, Sirup und Füllung kommen ohne Milch und Butter aus.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Diples sind vegetarisch. Vegan werden sie, wenn Sie die zwei Eier durch 60 ml Aquafaba (Kichererbsenwasser) und 1 EL Öl mehr ersetzen. Der Teig wird etwas weniger elastisch, rollen Sie ihn nicht ganz so dünn. Statt Honig kochen Sie den Sirup aus 100 g Zucker, 80 ml Wasser und 1 EL Zitronensaft oder nehmen Agavendicksaft mit etwas Wasser.
Weitere Tipps und Tricks
Ist das Öl zu kalt, saugen sich die Diples voll und werden weich. Prüfen Sie die Temperatur mit einem Teigrest, er sollte sofort aufschäumen. Rollen Sie den Teig wirklich dünn, dicker Teig bläht sich nicht auf und bleibt zäh. Der Sirup muss lauwarm sein, kochender Sirup weicht das Gebäck auf. Ohne Sirup halten die frittierten Rollen in einer Blechdose 2 Wochen. Begießen Sie sie erst kurz vor dem Servieren, dann bleiben sie knusprig.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Statt Rollen können Sie die Bänder zu Schleifen legen, in der Mitte zusammendrücken und so frittieren. Manche Familien geben Sesam über den Honig oder nehmen gehackte Mandeln. Mit Orangenschale im Sirup wird der Geschmack frischer. Wer es weniger süß mag, träufelt nur wenig Sirup darüber und reicht den Rest in einem Kännchen. Auch ein Hauch Nelke im Sirup ist in einigen Regionen üblich.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Orangensaft eignet sich Zitronensaft. Wenn Sie keinen Thymianhonig finden, nehmen Sie Waldhonig mit einer Prise getrocknetem Thymian im Sirup. Walnüsse lassen sich durch Pistazien oder Mandeln ersetzen. Manche Rezepte nehmen einen Schuss Ouzo oder Brandy in den Teig, damit er beim Frittieren Blasen wirft. Ein Teelöffel Zitronensaft oder Essig im Teig hat einen ähnlichen Effekt.
Ideen für passende Getränke
In Griechenland trinkt man zu Diples einen starken griechischen Kaffee aus dem Briki, ohne oder mit wenig Zucker. Er bildet ein Gegengewicht zum Honig. Ein Glas kaltes Wasser gehört dazu. Auch ein Bergtee aus Sideritis passt, sein leicht bitterer Geschmack nimmt der Süße die Schwere.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Stapeln Sie die Diples zu einer kleinen Pyramide auf einem flachen weißen Teller. Streuen Sie Walnüsse und Zimt zuletzt noch einmal darüber, damit sie obenauf sichtbar sind. Ein paar Tropfen Sirup auf dem Teller zeigen, dass das Gebäck frisch getränkt ist. Neben Melomakarona auf einer Festtagsplatte wirken sie besonders hell und luftig.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Der Name hängt mit dem griechischen Wort für Falte zusammen, passend zum gefalteten oder gerollten Teig. Wann das Gebäck entstand, lässt sich nicht genau sagen. Auf der Peloponnes gehören Diples zu Hochzeiten und zum Neujahrsfest. Auf Kreta gibt es mit den Xerotigana ein eng verwandtes Spiralgebäck. Eine weitere Form entsteht mit einem Eisenmodell, das in flüssigen Teig getaucht und frittiert wird. Mit den Krapfen Loukoumades teilen Diples die Kombination aus frittiertem Teig und Honig.
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Zusammenfassung: Diples
Diples verlangen etwas Übung beim Drehen, das erste halbe Dutzend wird selten schön. Danach geht es schnell. Wichtig sind dünner Teig, Öl mit 175 Grad und lauwarmer Sirup. Die ungetränkten Rollen lassen sich gut vorbereiten, so steht das Gebäck zum Fest in wenigen Minuten auf dem Tisch.
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