Vorstellung Zebrakuchen
Zebrakuchen ist ein Rührkuchen aus zwei Teigfarben, einem Vanilleteig und einem Kakaoteig. Anders als beim Marmorkuchen werden die Teige nicht mit der Gabel verzogen, sondern im Wechsel in die Mitte der Form gegossen. Jeder Löffel drückt den vorherigen nach außen, so entstehen konzentrische Ringe. Schneidet man den Kuchen an, zeigt jedes Stück schmale helle und dunkle Streifen. Der Teig ist locker, feucht und mild schokoladig. In Deutschland ist der Kuchen ein beliebter Geburtstagskuchen für Kinder und taucht oft auf Kuchenbuffets in Schulen und Vereinen auf. Er schmeckt pur, mit Puderzucker oder mit einem dünnen Schokoladenguss.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 2 Eier (Größe M), zimmerwarm
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
- 1 Prise Salz
- 90 ml neutrales Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)
- 100 ml Milch, zimmerwarm
- 170 g Weizenmehl Type 405
- 2 TL Backpulver
- 15 g Backkakao (ungesüßt)
- 1 EL Milch zusätzlich für den dunklen Teig
- etwas Butter und Mehl für die Form
- 1 TL Puderzucker zum Bestäuben
Einkaufen der Zutaten
Besondere Zutaten braucht der Zebrakuchen nicht. Wichtig ist echter Backkakao ohne Zucker, kein Kakaogetränkepulver, denn das färbt schwächer und macht den dunklen Teig zu süß. Beim Öl nehmen Sie ein geschmacksneutrales Rapsöl oder Sonnenblumenöl, Olivenöl schmeckt durch. Eine kleine Springform mit 18 cm Durchmesser finden Sie in Haushaltswarenläden oder online. Wenn Sie nur eine 26-cm-Form haben, backen Sie besser die doppelte Menge, sonst wird der Kuchen flach und die Streifen sind kaum zu sehen.
Vorbereitung des Gerichts
Holen Sie Eier und Milch eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank, kalte Zutaten verbinden sich schlechter mit dem Öl. Fetten Sie die Springform ein und bestäuben Sie sie mit Mehl oder legen Sie den Boden mit Backpapier aus. Heizen Sie den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vor. Stellen Sie zwei Esslöffel bereit, einen für jeden Teig. Für eine 26-cm-Springform verdoppeln Sie alle Mengen und verlängern die Backzeit auf 50 bis 55 Minuten.
Anleitung für die Zubereitung
- Schlagen Sie Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührgerät auf hoher Stufe 4 Minuten hell und cremig.
- Gießen Sie Öl und Milch in einem dünnen Strahl dazu und rühren Sie dabei auf mittlerer Stufe weiter.
- Mischen Sie Mehl und Backpulver, sieben Sie es über die Eiermasse und rühren Sie es auf niedriger Stufe nur kurz unter, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.
- Teilen Sie den Teig in zwei gleiche Hälften und rühren Sie unter eine Hälfte den Kakao und 1 EL Milch, damit beide Teige gleich flüssig sind.
- Geben Sie 1 EL hellen Teig genau in die Mitte der Form, darauf 1 EL dunklen Teig, und wiederholen Sie das im Wechsel, bis beide Teige aufgebraucht sind; die Form dabei nicht bewegen.
- Backen Sie den Kuchen auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten, bis an einem Holzstäbchen kein feuchter Teig mehr klebt.
- Lassen Sie den Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen, lösen Sie dann den Rand und lassen Sie ihn auf einem Gitter vollständig abkühlen.
- Bestäuben Sie den Zebrakuchen vor dem Servieren mit Puderzucker.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für einen glutenfreien Zebrakuchen ersetzen Sie das Weizenmehl durch die gleiche Menge glutenfreie Mehlmischung für Kuchen und geben 1/2 TL Johannisbrotkernmehl dazu, damit der Teig hält. Prüfen Sie, ob Ihr Backpulver als glutenfrei ausgewiesen ist. Laktosefrei wird er mit laktosefreier Milch oder Haferdrink, Öl statt Butter macht den Rest einfach. Für die Form nehmen Sie dann Öl statt Butter.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch ist der Kuchen bereits. Für eine vegane Fassung ersetzen Sie die zwei Eier durch 100 g ungesüßtes Apfelmus und erhöhen das Backpulver auf 1 gehäuften EL. Die Milch tauschen Sie gegen Sojadrink, der dank seines Eiweißes den Teig gut stabilisiert. Rühren Sie 1 TL Apfelessig in den Sojadrink, das lockert zusätzlich. Der vegane Kuchen braucht oft 5 Minuten länger.
Weitere Tipps und Tricks
Die Streifen werden nur gleichmäßig, wenn beide Teige gleich flüssig sind. Ist der dunkle Teig dicker, bleibt er als Klecks liegen. Gießen Sie immer exakt in die Mitte und lassen Sie jeden Löffel kurz verlaufen. Öffnen Sie den Ofen in den ersten 25 Minuten nicht, sonst fällt der Kuchen ein. Unter einer Haube oder in einer Dose bleibt er vier Tage saftig. Eingefroren in Stücken hält er drei Monate.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Für Erwachsene geben Sie 1 TL Instant-Espressopulver in den dunklen Teig. Abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange im hellen Teig passt gut zum Kakao. Wer es schokoladiger mag, überzieht den Kuchen mit 60 g geschmolzener Zartbitterkuvertüre. Für Kindergeburtstage lässt sich ein Teil des hellen Teigs auch mit etwas Lebensmittelfarbe einfärben. In einer kleinen Kastenform entstehen statt Ringen wellige Streifen.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Öl können Sie 100 g geschmolzene Butter verwenden, der Kuchen wird dann fester und schmeckt buttriger. Ein Teil der Milch lässt sich durch Joghurt oder saure Sahne ersetzen, das macht den Teig noch feuchter. Statt Vanillezucker nehmen Sie das Mark einer halben Vanilleschote. Weizenmehl Type 550 funktioniert auch, Dinkelmehl Type 630 ebenso.
Ideen für passende Getränke
Zum Zebrakuchen passt ein Glas kalte Milch, gerade bei Kindern. Erwachsene trinken einen Milchkaffee oder Cappuccino dazu. Ein heißer Kakao doppelt die Schokolade, ein milder Früchtetee setzt einen frischen Gegenpunkt.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Schneiden Sie den Kuchen mit einem langen, scharfen Messer in schmale Tortenstücke, damit die Streifen gut sichtbar sind. Legen Sie ein angeschnittenes Stück mit der Schnittfläche nach vorn auf den Teller. Ein Klecks Schlagsahne und ein paar Himbeeren daneben genügen.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Wer den Zebrakuchen erfunden hat, ist nicht belegt. Rührkuchen aus hellem und dunklem Teig kennt man in Deutschland vor allem als Marmorkuchen, dessen Vorläufer, marmorierte Torten, schon in Kochbüchern des 18. Jahrhunderts stehen. Die Eingießtechnik mit den Ringen ist vermutlich deutlich jünger, ein genaues Datum lässt sich nicht nennen. In Russland und anderen Ländern Osteuropas gilt ein Kuchen namens Zebra als verbreiteter Familienkuchen, viele Rezepte dort nehmen saure Sahne in den Teig. Verwandt im Prinzip ist auch das Schwarz-Weiß-Gebäck, bei dem zwei Teigfarben ein Muster ergeben.
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Zusammenfassung: Zebrakuchen
Der Zebrakuchen ist ein Rührkuchen mit einem einzigen Kniff. Gleich flüssige Teige, immer in die Mitte gießen, Form nicht bewegen. Mit Öl gebacken bleibt er tagelang saftig, und die kleine 18-cm-Form reicht für vier bis sechs Stücke. Wer mehr Gäste hat, verdoppelt einfach und nimmt die große Form.
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