Vorstellung Pizzaschnecken
Pizzaschnecken übertragen den Belag einer Pizza auf eine Rolle. Den ausgerollten Teig bestreicht man mit Tomatensauce, verteilt Schinken und Käse darauf, rollt ihn auf und schneidet die Rolle in daumendicke Scheiben. Im Ofen gehen die Scheiben auf, der Käse läuft an den Seiten heraus und wird knusprig. Die Form kennt man von Zimtschnecken, nur eben herzhaft. In Deutschland sind Pizzaschnecken ein typischer Snack für Feiern, Picknick und die Brotdose. Viele backen sie mit fertigem Blätterteig, schneller geht es kaum. Mit Hefeteig werden sie weicher und brotiger und halten am nächsten Tag besser zusammen.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 200 g Weizenmehl (Type 550)
- 1/2 Würfel frische Hefe (21 g) oder 1 Päckchen Trockenhefe
- 120 ml lauwarmes Wasser
- 1 EL Olivenöl
- 1/2 TL Zucker
- 1/2 TL Salz
- 4 EL passierte Tomaten
- 1 TL Tomatenmark
- 1/2 TL getrockneter Oregano
- 80 g Kochschinken in dünnen Scheiben
- 100 g geriebener junger Gouda
- 1 EL Milch zum Bestreichen
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Mehl Type 550 hat etwas mehr Kleber als Type 405 und macht den Teig elastischer, beides funktioniert aber. Frische Hefe liegt im Kühlregal neben der Butter, Trockenhefe hält sich länger und ist in der Backabteilung zu finden. Beim Käse eignet sich junger Gouda oder Emmentaler, die gut schmelzen. Ein Teil Mozzarella zieht beim Abbeißen Fäden, gibt aber mehr Wasser ab. Kochschinken sollte dünn geschnitten sein, sonst lässt sich die Rolle schwer wickeln. Passierte Tomaten gibt es im Tetrapak, angebrochene Packungen halten sich drei Tage im Kühlschrank.
Vorbereitung des Gerichts
Bröseln Sie die Hefe in das lauwarme Wasser, geben Sie den Zucker dazu und rühren Sie, bis sie sich aufgelöst hat. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen, Hefewasser und Olivenöl dazugeben und 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 45 bis 60 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat. In dieser Zeit verrühren Sie passierte Tomaten, Tomatenmark, Oregano und eine Prise Salz zur Sauce. Den Schinken in schmale Streifen schneiden. Für ein großes Blech mit 24 Schnecken verdoppeln Sie alle Mengen.
Anleitung für die Zubereitung
- Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
- Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck von etwa 30 x 20 cm ausrollen.
- Die Tomatensauce dünn auftragen, dabei an einer langen Seite 2 cm frei lassen.
- Schinkenstreifen und drei Viertel des Käses gleichmäßig darauf verteilen.
- Den Teig von der belegten langen Seite her straff aufrollen und den freien Rand leicht andrücken.
- Die Rolle mit einem scharfen Messer in 12 Scheiben von gut 2 cm Dicke schneiden und mit etwas Abstand flach aufs Blech setzen.
- Die Schnecken 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen, mit Milch bestreichen und mit dem restlichen Käse bestreuen.
- Auf der mittleren Schiene 15 bis 18 Minuten backen, bis Teig und Käse goldbraun sind.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für glutenfreie Pizzaschnecken nehmen Sie eine glutenfreie Mehlmischung für Hefeteig, etwa 200 g, und geben 1 TL Flohsamenschalen dazu, damit der Teig beim Rollen nicht reißt. Er bleibt klebriger, lässt sich aber zwischen zwei Lagen Backpapier gut ausrollen. Laktosefrei wird das Rezept mit gereiftem Gouda, der von Natur aus kaum Laktose enthält, oder mit laktosefreiem Reibekäse. Die Milch zum Bestreichen ersetzen Sie durch Olivenöl.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarier ersetzen den Schinken durch 100 g in Scheiben geschnittene Champignons und eine halbe gewürfelte Paprika, beides ohne Vorbraten. Auch Spinat passt, 80 g Blattspinat gut ausdrücken. Für die vegane Version kommt statt Gouda veganer Reibekäse auf Kokosölbasis auf den Teig, etwa 100 g. Der Hefeteig selbst ist bereits vegan, bestreichen Sie ihn mit Pflanzenmilch oder Öl. Veganer Schinkenaufschnitt aus Weizeneiweiß funktioniert ebenfalls.
Weitere Tipps und Tricks
Zu viel Sauce ist der häufigste Grund für matschige Schnecken. Ein dünner Film reicht. Schneiden Sie die Rolle mit einem Sägemesser oder einem Zwirnsfaden, dann bleibt sie rund. Wer die Rolle vor dem Schneiden 15 Minuten in den Kühlschrank legt, bekommt sauberere Schnitte. Abgekühlt halten sich Pizzaschnecken in einer Dose zwei Tage im Kühlschrank. Sie lassen sich gut einfrieren und gefroren bei 180 Grad in 8 bis 10 Minuten aufbacken. Am zweiten Tag schmecken sie kalt fast besser als frisch.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Mit Salami statt Schinken werden die Schnecken würziger. Kinder mögen oft eine Variante mit Mais und Käse. Für Erwachsene passt eine Füllung aus Pesto, getrockneten Tomaten und Mozzarella. Eine Prise Chiliflocken in der Sauce gibt Schärfe. Wer es italienischer mag, belegt den Teig wie eine Pizza Margherita nur mit Tomate, Mozzarella und Basilikum. Auch ein Teil Bergkäse statt Gouda bringt mehr Geschmack.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Hefeteig können Sie eine Rolle fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal nehmen, 275 g reichen für etwa 15 Schnecken. Die Backzeit liegt dann bei 15 Minuten bei 200 Grad. Quark-Öl-Teig ist eine Alternative ohne Gehzeit. Passierte Tomaten lassen sich durch Pizzasauce aus dem Glas ersetzen. Kochschinken kann gegen gebratenen Speck oder Putenbrust getauscht werden. Oregano ersetzen Sie durch Basilikum oder Thymian.
Ideen für passende Getränke
Zu Pizzaschnecken passen kalte Apfelschorle und Zitronenlimonade, die Kinder wie Erwachsene trinken. Ein Eistee mit Pfirsich ist auf Partys beliebt. Wer weniger Zucker möchte, reicht Mineralwasser mit Gurkenscheiben und Minze oder einen ungesüßten Früchtetee, der kalt serviert wird.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Setzen Sie die Schnecken dicht an dicht auf ein Holzbrett oder in eine flache Schale, die Schnittfläche nach oben. Ein paar frische Basilikumblätter dazwischen sorgen für Farbe. Für ein Buffet passt ein Schälchen Tomatensauce oder Kräuterdip zum Eintunken. Kleine Holzpicker helfen, wenn Gäste stehen.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Wer die Pizzaschnecke erfunden hat, ist nicht bekannt. Sie ist eine Kombination aus zwei bekannten Formen. Pizza kam in den 1950er und 1960er Jahren mit italienischen Gastarbeitern nach Deutschland, die erste Pizzeria eröffnete 1952 in Würzburg. Gerollte Hefegebäcke mit süßer Füllung kannte man hierzulande schon lange. Die herzhafte Rolle mit Pizzabelag wurde vor allem über Familienrezepte und Partybackbücher weitergegeben, inzwischen bieten sie auch Bäckereien an. Fertiger Blätterteig und Pizzateig aus dem Kühlregal machten sie zum schnellen Snack, der heute auf vielen Buffets steht.
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Zusammenfassung: Pizzaschnecken
Pizzaschnecken brauchen einen elastischen Hefeteig, wenig Sauce und gut schmelzenden Käse. Wer die Rolle kurz kühlt und mit dem Sägemesser schneidet, bekommt gleichmäßige Scheiben. Sie lassen sich einfrieren, halten zwei Tage im Kühlschrank und funktionieren mit Gemüse, Salami oder Pesto ebenso gut.
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