Sriracha ist eine glatte, scharfe Sauce aus roten Chilis, Knoblauch, Essig, Zucker und Salz. Sie stammt aus der thailändischen Küstenstadt Si Racha. Weltweit bekannt wurde sie durch eine Version aus Kalifornien, die heute in fast jedem Asia-Regal steht.

Was ist Sriracha?
Die Sauce ist nach Si Racha benannt, einer Stadt in der Provinz Chonburi am Golf von Thailand. Dort entstand sie in den 1930er Jahren und wurde als Dip zu Fisch und Meeresfrüchten gegessen. Für Sriracha werden reife rote Chilis mit Knoblauch, Salz und Zucker gemahlen, mit Essig vermischt und fein püriert. 1980 gründete der aus Vietnam eingewanderte David Tran in Los Angeles die Firma Huy Fong Foods. Seine Sriracha aus roten Jalapeños ist dicker, knoblauchlastiger und weniger süß als die thailändischen Marken. Diese Version mit dem grünen Deckel prägt bis heute, was man in Europa unter Sriracha versteht.
Geschmack und Verwendung
Sriracha schmeckt scharf, säuerlich, leicht süß und deutlich nach Knoblauch. Die Schärfe ist mittel, ein Klecks auf einem Teller Nudelsuppe ist gut auszuhalten. In vietnamesischen Restaurants in Nordamerika und Europa steht sie neben Hoisin-Sauce auf dem Tisch, wenn es Pho gibt, jeder würzt seine Schale selbst. In Vietnam selbst greift man eher zu einheimischer Chilisauce. Auf den gegrillten Reispapier-Fladen Banh Trang Nuong gehört sie dazu. Ein Teelöffel bringt Schärfe in die Glasur der japanischen Hähnchenflügel Tebasaki. Im Alltag passt Sriracha in Mayonnaise als Dip für Pommes und Sushi, in Marinaden für Grillfleisch, über Spiegelei und gebratenen Reis. Zum Kochen eignet sie sich weniger gut als zum Nachwürzen, lange Hitze nimmt ihr Frische.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Sriracha bekommen Sie in jedem Asia-Laden und in den meisten Supermärkten, meist in Quetschflaschen. Die thailändischen Marken sind dünner und süßer, die amerikanische Variante sämiger und schärfer. Probieren Sie beide, sie sind keine austauschbaren Produkte. Achten Sie auf die Zutatenliste. Gute Sauce beginnt mit Chili, nicht mit Wasser oder Zucker, und kommt ohne Farbstoff aus. Wer selten scharf isst, nimmt besser die kleinere Flasche, da die Sauce mit dem Alter nachlässt.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Durch Essig, Salz und Zucker ist Sriracha gut haltbar. Geöffnet hält die Flasche im Kühlschrank mehrere Monate. Bei Zimmertemperatur verdirbt sie nicht schnell, wird aber mit der Zeit dunkler und verliert Schärfe. Eine bräunliche Sauce ist nicht verdorben, nur gealtert. Riecht sie gärig oder zeigt sich Schimmel am Flaschenhals, werfen Sie sie weg.
Womit kann man Sriracha ersetzen?
Der beste Ersatz ist schnell gemischt. Verrühren Sie 2 EL Sambal Oelek mit 1 TL Zucker, 1 TL Reisessig und einer fein geriebenen kleinen Knoblauchzehe, dann alles kurz pürieren. Wer es glatter mag, gibt 1 EL Tomatenmark dazu. Sweet-Chili-Sauce ist zu süß und zu mild, Tabasco zu sauer und zu dünn. Gochujang geht in Marinaden, schmeckt aber fermentiert und malzig.
Rezepte mit Sriracha
Mehr dazu: Zutatenlexikon
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