Quinoa sind die Samen einer Pflanze aus den Anden, die seit Jahrtausenden in Peru und Bolivien angebaut wird. Botanisch ist Quinoa kein Getreide, wird aber wie Reis oder Hirse gekocht. Sie ist glutenfrei und passt in Salate, Suppen und Bratlinge.

Was ist Quinoa?
Quinoa (Chenopodium quinoa) gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und ist mit Amarant und Spinat verwandt, nicht mit Weizen oder Reis. Man spricht deshalb von einem Pseudogetreide. Die Pflanze wächst im Hochland der Anden noch auf über 3.500 Metern, wo Mais kaum gedeiht. Für die Andenvölker war sie ein Grundnahrungsmittel. Heute kommen die meisten Körner aus Peru und Bolivien. Die kleinen runden Samen sind von Saponinen umhüllt, Bitterstoffen, die die Pflanze vor Vögeln schützen. Handelsware ist meist schon gewaschen oder geschliffen. Quinoa enthält mehr Eiweiß als die meisten Getreidearten und alle essenziellen Aminosäuren, dazu Magnesium und Eisen. Gluten enthält sie nicht. Die Vereinten Nationen erklärten 2013 zum Internationalen Jahr der Quinoa.
Geschmack und Verwendung
Gekochte Quinoa schmeckt mild und leicht nussig. Die Körner bleiben bissfest, beim Garen löst sich ein kleiner weißer Keimring, das ist normal. Spülen Sie die Körner vor dem Kochen in einem feinen Sieb unter fließendem Wasser ab, damit kein Rest Bitterkeit bleibt. Dann kochen Sie 1 Teil Quinoa mit 2 Teilen Wasser oder Brühe etwa 15 Minuten und lassen sie zugedeckt 5 Minuten nachquellen. In Peru und Bolivien kommt Quinoa in Suppen und Eintöpfe, etwa in der bolivianischen Sopa de Quinoa. Außerhalb der Anden wird sie oft wie Couscous oder Bulgur verwendet, als Salat, Beilage oder Füllung für Paprika. Geröstet wird sie knusprig und eignet sich zum Bestreuen.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Quinoa führen heute fast alle Supermärkte, Drogerien und Bioläden. Es gibt drei gängige Sorten. Weiße Quinoa ist die mildeste und gart am schnellsten. Rote Quinoa bleibt fester und sieht im Salat gut aus. Schwarze Quinoa ist am bissfestesten und schmeckt etwas erdiger. Oft wird eine Mischung verkauft. Achten Sie bei Menschen mit Zöliakie auf die Kennzeichnung „glutenfrei“, denn Quinoa wird teils in Anlagen verarbeitet, in denen auch Weizen läuft. Gepuffte Quinoa und Quinoaflocken sind fürs Müsli gedacht.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Trocken, dunkel und gut verschlossen hält ungekochte Quinoa ein bis zwei Jahre. Ein Schraubglas schützt vor Lebensmittelmotten. Gekochte Quinoa bleibt im Kühlschrank drei bis vier Tage frisch. Sie lässt sich auch portionsweise einfrieren und hält dann etwa zwei Monate. Lassen Sie sie vorher vollständig abkühlen.
Womit kann man Quinoa ersetzen?
Für glutenfreie Gerichte ist Hirse der naheliegende Ersatz. Nehmen Sie die gleiche Menge und 2 ½ Teile Wasser, die Garzeit liegt bei etwa 15 bis 20 Minuten. Amarant ist ebenfalls glutenfrei, wird aber weicher. Spielt Gluten keine Rolle, ersetzen Sie 100 g Quinoa im Salat durch 100 g Bulgur oder Couscous. In Suppen funktionieren auch Graupen oder Reis, die Garzeit verlängert sich dann je nach Sorte.
Rezepte mit Quinoa
- Quinoa con Verduras
- Pudding de Quinoa
- Ensalada de Quinoa
- Quinoa con Charqui
- Sopa de quinoa
- Tabbouleh bil Quinoa
- Gefüllte Paprika mit Quinoa
- Gemüsesuppe mit Quinoa
- Stuffed Butternut Squash
Mehr dazu: Zutatenlexikon
Rezepte-Planer
Füge das Rezept dem Tages-Planer hinzu. Zum Planer hier klicken.
