Vorstellung Green Goddess Dressing
Green Goddess Dressing ist eine Salatsauce aus Kalifornien. Ihren Namen hat sie von einem Theaterstück aus den 1920er-Jahren, nicht von der Farbe allein. Die Grundlage sind Mayonnaise und saure Sahne, dazu kommen große Mengen frischer Kräuter. Klassisch sind Petersilie, Estragon und Schnittlauch. Sardellenfilets, Knoblauch und etwas Essig oder Zitrone geben Säure und Tiefe. Fisch schmeckt man nicht heraus, die Sardellen sorgen nur für Würze. Das Dressing ist dicker als eine Vinaigrette und liegt geschmacklich zwischen Remoulade und Kräuterquark. Man gibt es über Blattsalate, über Meeresfrüchte wie im Crab Louie Salad oder nimmt es als Dip für rohes Gemüse.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 60 g Mayonnaise
- 60 g saure Sahne (10 % Fett) oder Schmand
- 2 Sardellenfilets in Öl, abgetropft
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 15 g glatte Petersilie (eine kleine Handvoll)
- 10 g frischer Estragon (Blätter von etwa 4 Zweigen)
- 1 EL Schnittlauchröllchen
- 1 Frühlingszwiebel, nur das Grüne
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Weißweinessig oder Estragonessig
- 1 bis 2 EL Wasser
- Salz und schwarzer Pfeffer
Einkaufen der Zutaten
Frischer Estragon ist die Zutat, auf die es ankommt. Sie bekommen ihn im Sommer auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt manchmal in kleinen Schalen oder als Topfpflanze. Nehmen Sie französischen Estragon, der russische schmeckt flach. Sardellenfilets in Öl gibt es im Glas oder in kleinen Dosen beim Fischkonserven-Regal. Ein Glas reicht für mehrere Portionen und hält sich geöffnet im Kühlschrank einige Wochen, wenn die Filets mit Öl bedeckt bleiben. Bei der Mayonnaise lohnt eine mit hohem Eigelbanteil.
Vorbereitung des Gerichts
Waschen Sie die Kräuter und schütteln Sie sie gut trocken, nasses Grün verwässert das Dressing. Zupfen Sie die Blätter von Petersilie und Estragon, dicke Stiele kommen nicht hinein. Den Knoblauch schälen, die Sardellen abtropfen lassen. Für ein großes Glas, das für eine Woche Salat reicht, verdoppeln Sie die Mengen. Das Dressing schmeckt besser, wenn es eine Stunde im Kühlschrank durchzieht, planen Sie die Zeit ein.
Anleitung für die Zubereitung
- Knoblauch und Sardellen in einen hohen Mixbecher geben und mit dem Zitronensaft und dem Essig grob zerkleinern.
- Petersilie, Estragon, Schnittlauch und das Grün der Frühlingszwiebel dazugeben.
- Mayonnaise und saure Sahne einfüllen und alles mit dem Stabmixer 30 bis 40 Sekunden zu einer glatten, hellgrünen Sauce mixen.
- Je nach gewünschter Dicke 1 bis 2 EL Wasser einrühren; als Dip bleibt es dicker, als Dressing etwas flüssiger.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken; wegen der Sardellen zuerst probieren, dann salzen.
- Das Dressing in ein Schraubglas füllen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Green Goddess Dressing ist ohne Änderung glutenfrei, solange Mayonnaise und Essig keine Zusätze aus Weizen enthalten. Laktosefrei wird es mit laktosefreier saurer Sahne oder laktosefreiem Joghurt. Sie können die saure Sahne auch weglassen und nur Mayonnaise mit etwas mehr Wasser nehmen, dann wird das Dressing kräftiger und reichhaltiger.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für die vegetarische Version lassen Sie die Sardellen weg und mixen stattdessen 1 TL weiße Misopaste und 1 TL Kapern unter. Beides bringt die salzige Tiefe, die sonst der Fisch liefert. Vegan wird das Dressing mit veganer Mayonnaise und 60 g ungesüßtem Sojajoghurt. Eine halbe reife Avocado statt der sauren Sahne macht es sehr cremig und noch grüner.
Weitere Tipps und Tricks
Mixen Sie nicht zu lange, die Kräuter erwärmen sich sonst und das Grün wird stumpf. Bei der Farbe hilft frischer Estragon mehr als jede Menge Petersilie. Das Dressing hält sich im geschlossenen Glas drei bis vier Tage im Kühlschrank. Danach verliert es Farbe, und die Kräuter schmecken muffig. Wenn es zu salzig geraten ist, mildern Sie es mit einem Löffel saurer Sahne. Einfrieren sollten Sie es nicht, die Mayonnaise trennt sich.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Moderne Versionen in Kalifornien setzen oft auf Avocado, Basilikum und Joghurt und kommen ohne Mayonnaise aus. Wer es frischer mag, gibt ein paar Blätter Minze oder Dill dazu. Mit mehr saurer Sahne und weniger Wasser wird ein dicker Dip für Gemüsesticks, Pommes oder als Sauce zu gegrilltem Fisch daraus. Als Brotaufstrich auf Sandwiches mit Hähnchen schmeckt es ebenfalls.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt Estragon funktioniert Kerbel, der ebenfalls leicht nach Anis schmeckt, oder eine Mischung aus Basilikum und Fenchelgrün. Statt Sardellen geht 1 TL Worcestersauce, die selbst Sardellen enthält. Saure Sahne lässt sich durch griechischen Joghurt oder Crème fraîche ersetzen. Wer Mayonnaise selbst macht, braucht ein Eigelb und etwa 100 ml neutrales Öl. Eine einfache Alternative mit Buttermilch ist das Ranch Dressing.
Ideen für passende Getränke
Zum Salat mit Green Goddess Dressing passt ein Glas Mineralwasser mit Zitrone und ein paar Gurkenscheiben. Auch eine Holunderblütenschorle oder ein ungesüßter grüner Eistee passen gut zu den Kräutern. Wer es fruchtig mag, nimmt eine Limonade aus Limette und Minze.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie das Dressing in einem kleinen Glas- oder Porzellanschälchen neben dem Salat, dann sieht man die hellgrüne Farbe. Ein Estragonblatt oder ein paar Schnittlauchhalme obenauf reichen als Garnitur. Für einen Dip stellen Sie Karotten, Gurke, Radieschen und Paprikastreifen in Streifen geschnitten rund um die Schale.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Nach der verbreitetsten Darstellung stammt das Green Goddess Dressing aus dem Palace Hotel in San Francisco. Der Küchenchef Philip Roemer soll es 1923 zu Ehren des britischen Schauspielers George Arliss erfunden haben. Arliss trat damals in der Stadt in der Hauptrolle des Theaterstücks The Green Goddess von William Archer auf. Später lief das Stück auch als Film. Das Dressing gilt als Abwandlung einer älteren französischen Kräutersauce, der Sauce au vert. Spätere Rezepte nahmen Worcestersauce, Avocado oder Basilikum dazu. Anfang der 1970er-Jahre gab es das Dressing in den USA auch fertig in Flaschen.
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Zusammenfassung: Green Goddess Dressing
Green Goddess Dressing ist eine kräftige Kräutersauce auf Basis von Mayonnaise und saurer Sahne. Frischer Estragon, Petersilie und ein paar Sardellen bestimmen den Geschmack. Es passt zu Blattsalat, Meeresfrüchten und Gemüse und ist mit dem Stabmixer in wenigen Minuten fertig. Am besten schmeckt es frisch und gut gekühlt.
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