Vorstellung Pele
Pele ist zugleich der Name der Pflanze und des Gerichts, das aus ihren zarten grünen Blättern entsteht. Zwiebel wird in Öl glasig gedünstet, wahlweise mit etwas Corned Beef für eine herzhaftere Variante, dann kommen die klein geschnittenen Blätter dazu und fallen unter Rühren rasch zusammen. Kokosmilch macht die Sauce cremig, nach zehn bis zwölf Minuten bei mittlerer Hitze sind die Blätter weich und die Flüssigkeit leicht eingedickt. Im Vergleich zu den aufwendigen Wickelgerichten der Insel ist Pele fast schon unscheinbar, dafür gehört es in Tonga zu den Gerichten, die fast täglich gekocht werden. Es dient selten als Hauptspeise, sondern begleitet Fisch, Fleisch oder Wurzelgemüse.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 300 g Pele-Blätter (ersatzweise Mangold, Spinat oder Grünkohl)
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 200 ml Kokosmilch
- 1 EL Öl
- Salz nach Geschmack
- Optional: 50 g Corned Beef oder geräuchertes Fleisch für eine herzhaftere Variante
Einkaufen der Zutaten
Frische Pele-Blätter finden Sie am ehesten in pazifisch-asiatischen Lebensmittelgeschäften; ist die Pflanze nicht erhältlich, greifen Sie zu Mangold, Spinat oder jungem Grünkohl als Ersatz. Kokosmilch in Dosen ist in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich – wählen Sie eine cremige Variante ohne Zusatzstoffe. Wer die herzhafte Variante mit Corned Beef zubereiten möchte, findet Dosenware in vielen Supermärkten.
Vorbereitung des Gerichts
Waschen Sie die Pele-Blätter gründlich, entfernen Sie grobe Stiele und schneiden Sie die Blätter in mundgerechte Streifen. Die Zwiebel wird fein gehackt und griffbereit gestellt. Falls Sie Corned Beef verwenden, zerkleinern Sie es grob, damit es sich später leicht in das Gemüse einarbeiten lässt.
Anleitung für die Zubereitung
- Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten.
- Falls verwendet, das Corned Beef hinzugeben und kurz mitbraten.
- Die geschnittenen Pele-Blätter zugeben und unter Rühren leicht zusammenfallen lassen.
- Die Kokosmilch angießen und alles gut verrühren.
- Bei niedriger bis mittlerer Hitze 10-12 Minuten köcheln lassen, bis die Blätter weich und die Sauce cremig sind.
- Mit Salz abschmecken und Pele heiß als Beilage servieren.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Pele ist von Natur aus glutenfrei und laktosefrei, da Kokosmilch anstelle von Kuhmilch verwendet wird und keine glutenhaltigen Zutaten vorkommen. Achten Sie bei der Verwendung von Corned Beef darauf, eine Sorte ohne Gluten-Zusatzstoffe zu wählen. So können auch Menschen mit entsprechenden Unverträglichkeiten Pele bedenkenlos genießen.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für eine vegane oder vegetarische Variante lassen Sie das Corned Beef einfach weg, denn Pele schmeckt auch ganz ohne Fleisch cremig. Wer zusätzliches Eiweiß möchte, kann etwas geräucherten Tofu unterrühren. Alle übrigen Zutaten sind ohnehin rein pflanzlich.
Weitere Tipps und Tricks
Rühren Sie während des Köchelns gelegentlich um, damit die Kokosmilch nicht ansetzt. Je feiner Sie die Blätter schneiden, desto schneller werden sie gar und desto cremiger wird das Endergebnis. Ein Spritzer Limettensaft am Ende bringt eine angenehme Frische in das milde Gericht.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es würziger mag, gibt etwas fein gehackte Chili oder Knoblauch beim Anschwitzen der Zwiebel hinzu. Auch eine kleine Menge geriebener Ingwer sorgt für zusätzliche Aromatiefe. Die Menge an Kokosmilch lässt sich je nach gewünschter Cremigkeit anpassen.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Sind keine Pele-Blätter erhältlich, eignen sich Mangold, Spinat oder Grünkohl als naheliegender Ersatz. Anstelle von Corned Beef können Sie auch geräucherten Schinken oder Speck verwenden. Für eine leichtere Variante lässt sich ein Teil der Kokosmilch durch Gemüsebrühe ersetzen.
Ideen für passende Getränke
Zu Pele passt ein frisches Kokoswasser oder eine tropische Ananas-Limonade hervorragend. Wer es alkoholisch mag, reicht dazu ein leichtes Lagerbier. Auch ein einfacher Zitrussaft rundet die milde Kokosnote des Gerichts angenehm ab.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie Pele in einer Schale neben gegartem Taro, Süßkartoffel oder gegrilltem Fisch. Ein paar frische Kräuter oder ein Spritzer Limette obenauf setzen einen appetitlichen Akzent. Eine schlichte, rustikale Präsentation unterstreicht den authentischen Charakter dieses Inselgerichts.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Pele zählt zu den ältesten Blattgemüsegerichten Tongas und ist eng mit der traditionellen Subsistenzküche der pazifischen Inseln verbunden, in der Kokosmilch als vielseitige Zutat allgegenwärtig ist. Als preiswerte, nährstoffreiche Beilage begleitet Pele seit Generationen Fisch- und Wurzelgemüsegerichte bei alltäglichen Mahlzeiten wie auch bei Festen. Ähnliche Blattgemüse-Kokos-Gerichte finden sich in vielen Nachbarländern des Pazifiks und zeigen die enge kulinarische Verwandtschaft der Inselkulturen.
Weitere Rezeptvorschläge
- Lu Pulu – Taro-Blätter mit Corned Beef und Kokosmilch, gedämpft in Bananenblättern.
- Ota Ika – roher Fisch, mariniert in Limettensaft und Kokosmilch.
- Palusami – Kokosmilch-Taro-Blätter-Päckchen, im Erdofen gegart.
- Faikakai – süßer Pudding aus Kürbis oder Bananen mit Kokossauce.
- Umu Feast
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Zusammenfassung: Pele
Pele ist eine milde Blattgemüse-Beilage aus Tonga, geschmort in Kokosmilch mit Zwiebeln, in gut zehn Minuten fertig. Sie passt zu fast jedem Hauptgericht der Insel und lässt sich mit Mangold oder Spinat kochen, wenn Pele-Blätter nicht zu bekommen sind.
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