Im Fastenmonat Ramadan essen und trinken Muslime erst nach Sonnenuntergang. Das Fastenbrechen am Abend, Iftar genannt, ist deshalb oft ein großes Essen mit Familie, Nachbarn und Gästen. Zum Abschluss kommt das Zuckerfest mit viel Gebäck.

Wann und wie wird gefeiert?
Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Das Mondjahr ist rund elf Tage kürzer als unser Kalenderjahr, deshalb wandert der Fastenmonat durch alle Jahreszeiten. 2027 beginnt er um den 8. Februar, in den Jahren danach jeweils etwa elf Tage früher. Gefastet wird von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Vor dem Morgengrauen gibt es eine kleine Mahlzeit, das Suhur. Das Iftar beginnt nach alter Tradition mit Datteln und Wasser. Danach folgt eine Suppe, das Hauptgericht kommt oft erst nach dem Abendgebet. Nach 29 oder 30 Tagen endet der Monat mit dem Fest des Fastenbrechens, das im Deutschen Zuckerfest heißt. Es dauert meist drei Tage, und Kinder bekommen Süßigkeiten und kleine Geldgeschenke.
Was kommt auf den Tisch?
Welche Suppe nach den Datteln kommt, hängt vom Land ab. In Marokko ist es die Harira mit Tomaten, Linsen und Kichererbsen. Daneben liegt Chebakia, frittiertes Sesamgebäck in Honigsirup. In der Levante und am Golf löffelt man Shorbat Adas, eine Linsensuppe mit Kreuzkümmel und Zitrone. Frittierte Samosa mit Hackfleisch oder Gemüse stehen in Ostafrika und auf der Arabischen Halbinsel auf fast jedem Iftar-Tisch. Am Golf kochen Familien Harees, Weizen und Fleisch, die über Stunden zu einem cremigen Brei zerfallen. Eine Süßspeise gibt es in Syrien, Jordanien und Ägypten fast nur im Ramadan. Qatayef sind kleine Pfannkuchen, die man mit Nüssen oder Sahnecreme füllt und zu Halbmonden zuklappt. Ein kühles Getränk gehört nach einem langen Fastentag immer dazu. In Ägypten und Syrien ist das oft Qamar al-Din aus getrockneter Aprikosenpaste, die man in Wasser auflöst.
Tipps für das eigene Festessen
Ein Iftar für Gäste lässt sich gut vorbereiten. Kochen Sie die Suppe am Vortag, Harira wird beim Aufwärmen dicker und kräftiger. Datteln, Wasser und ein Salat wie Fattoush stehen bereit, bevor die Sonne untergeht. Als Hauptgericht passt eine Maqluba, die Sie vor den Gästen auf die Platte stürzen. Für das Zuckerfest backen viele Familien Tage vorher Ma’amoul, Grießkekse mit Dattel- oder Pistazienfüllung. In einer Blechdose bleiben sie gut eine Woche frisch.
Rezepte zu Ramadan und Zuckerfest
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