Am Día de Muertos erwarten mexikanische Familien den Besuch ihrer Verstorbenen, und die bekommen zuerst etwas zu essen. Auf den Hausaltar kommen deren Lieblingsgerichte, daneben süßes Brot, Kerzen und orangefarbene Studentenblumen. Was der Altar übrig lässt, isst später die Familie.

Wann und wie wird gefeiert?
Gefeiert wird Anfang November, verbunden mit Allerheiligen und Allerseelen. Am 1. November gedenkt man vor allem der verstorbenen Kinder, am 2. November der Erwachsenen. Schon Ende Oktober bauen viele Familien die ofrenda auf, einen gestuften Altar mit Fotos, Kerzen, Kopal, Blüten der Cempasúchil und Speisen. Ein Glas Wasser steht für die Gäste bereit, die durstig von einer langen Reise kommen, dazu Salz, das reinigen soll. In vielen Orten verbringt man die Nacht auf dem Friedhof, schmückt die Gräber und isst dort gemeinsam. Die UNESCO hat die Tradition 2008 in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Regional unterscheiden sich die Bräuche stark, auf Yucatán heißt das Fest Hanal Pixán.
Was kommt auf den Tisch?
Fester Bestandteil jeder ofrenda ist das Pan de Muerto, ein rundes Hefebrot mit Orangenblütenaroma. Die gekreuzten Teigstreifen obendrauf stehen für Knochen, die Kugel in der Mitte für den Schädel. Daneben liegen Totenköpfe aus Zucker, oft mit dem Namen des Verstorbenen. Als Hauptgericht kocht man, was die Toten zu Lebzeiten gern aßen, sehr oft Mole Poblano mit Huhn oder Truthahn. In Oaxaca ist es eher der dunkle Mole Negro. Dazu gehören Tamales, die in Maisblättern gedämpft werden und sich gut ein paar Tage halten. Süß und typisch für die Jahreszeit ist Calabaza en Tacha, Kürbis in Piloncillo-Sirup mit Zimt. In der kalten Nacht auf dem Friedhof trinkt man heißen Champurrado, ein dickes Maisgetränk mit Schokolade.
Tipps für das eigene Festessen
Backen Sie das Pan de Muerto am Vortag, es schmeckt nach einer Nacht in der Dose sogar runder. Mole Poblano ist aufwendig, lässt sich aber gut in größerer Menge kochen und einfrieren. Für ein überschaubares Menü genügen Mole mit Hähnchen und Reis, dazu Pozole Rojo als Vorspeise und Calabaza en Tacha zum Schluss. Zum Brot passt ein Becher Atole de Chocolate.
Rezepte zu Día de Muertos
Mehr dazu: Festtagsküche weltweit
Rezepte-Planer
Füge das Rezept dem Tages-Planer hinzu. Zum Planer hier klicken.
