Taro ist eine stärkereiche Knolle, die in Asien, im Pazifik, in Afrika und der Karibik seit Jahrhunderten angebaut wird. Sie schmeckt mild und nussig und muss immer gegart werden. Auch die großen herzförmigen Blätter kommen in den Topf.

Was ist Taro?
Taro, botanisch Colocasia esculenta, gehört zu den Aronstabgewächsen und stammt vermutlich aus Süd- und Südostasien. Von dort kam die Pflanze früh in den Pazifik, nach Ägypten und über Westafrika später in die Karibik. Die Knolle hat eine braune, faserige Schale mit Ringen und weißes bis cremefarbenes Fleisch, oft mit feinen violetten Punkten. Je nach Region heißt sie anders, auf Fiji dalo, auf Samoa talo, in Ägypten Qolqas, in der Karibik Dasheen, in der Türkei Gölevez. Knolle und Blätter enthalten feine Kristalle aus Calciumoxalat. Roh reizen sie Mund und Rachen, erst gründliches Garen macht Taro bekömmlich. Mindestens 20 Minuten Kochzeit sind ein guter Richtwert.
Geschmack und Verwendung
Gekochter Taro schmeckt mild, leicht süß und nussig, die Konsistenz liegt zwischen Kartoffel und Esskastanie. Beim Kochen wird er etwas schleimig, wie Okra, das gibt Suppen Bindung. Im Pazifik gart man ihn in Kokoscreme, so bei Taro Dumplings aus Fiji. In Ägypten wird er als Qolqas mit Mangold, Knoblauch und Koriander in Brühe gekocht. Die Blätter sind ein eigenes Gemüse. Auf Samoa füllt man sie mit Kokoscreme und Zwiebeln und gart sie als Palusami, auf Trinidad sind sie die Grundlage von Callaloo. Tragen Sie beim Schälen Handschuhe, der Saft kann auf der Haut jucken.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Taro finden Sie im Asialaden, in Afroläden und in türkischen Läden unter dem Namen Gölevez. Große Knollen und kleine, runde Eddoes sind im Handel, die kleinen garen schneller und sind cremiger. Die Knollen sollten fest und schwer sein, ohne weiche Stellen oder Schimmel am Stielansatz. Frische Taroblätter sind bei uns selten, im Asialaden gibt es getrocknete oder tiefgekühlte. Für Laing und Palusami funktionieren beide, getrocknete Blätter brauchen nur länger in der Kokosmilch.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Ganze Taroknollen lagern Sie kühl, trocken und dunkel, nicht im Kühlschrank. So halten sie etwa eine bis zwei Wochen. Geschälter Taro verfärbt sich an der Luft und sollte bald gekocht werden. Gekochte Stücke halten im Kühlschrank zwei bis drei Tage und lassen sich gut einfrieren.
Womit kann man Taro ersetzen?
Für 400 g Taro nehmen Sie 300 g festkochende Kartoffeln und 100 g Süßkartoffel. Das trifft die leicht süße, nussige Note recht gut. Die schleimige Bindung fehlt dann, in Suppen hilft ein Teelöffel Speisestärke. Die Blätter ersetzen Sie durch Mangold oder Blattspinat, die viel kürzer garen müssen, etwa fünf statt zwanzig Minuten.
Rezepte mit Taro
- Steamed Taro with Fish (Tuvalu)
- Taro and Coconut Cream (Papua-Neuguinea)
- Taro Leaf Rolls (Salomonen)
- Dasheen Pie (St. Lucia)
- Callaloo (Trinidad und Tobago)
- Laing (Philippinen)
Mehr dazu: Zutatenlexikon
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