Kokosmilch ist die weiße, cremige Flüssigkeit, die man aus dem geriebenen Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse presst. Sie ist die Basis vieler Currys in Thailand, Indonesien und Sri Lanka und kommt in der Karibik, in Westafrika und in Brasilien in Reis, Eintöpfe und Desserts.

Was ist Kokosmilch?
Für Kokosmilch wird das weiße Fleisch reifer Kokosnüsse fein gerieben, mit warmem Wasser vermischt und ausgepresst. Die erste, dicke Pressung ergibt Kokoscreme, weitere Pressungen mit mehr Wasser eine dünnere Milch. Mit Kokoswasser, der klaren Flüssigkeit im Inneren junger Nüsse, hat sie nichts zu tun. Handelsübliche Kokosmilch in der Dose hat meist etwa 15 bis 25 Prozent Fett, leichte Varianten deutlich weniger, weil sie mehr Wasser enthalten. Kokosdrinks im Tetrapak aus dem Kühlregal sind noch stärker verdünnt und eignen sich für Kaffee oder Müsli, nicht für Currys. Steht die Dose länger, setzt sich oben eine feste weiße Fettschicht ab. Das ist normal und kein Zeichen von Verderb.
Geschmack und Verwendung
Kokosmilch schmeckt mild, leicht süß und nussig und dämpft Schärfe. In thailändischen Currys wie Gaeng Keow Wan brät man die Currypaste zuerst in der dicken Creme von der Dosenoberfläche an, bis sich das Fett trennt und die Paste duftet. Erst dann kommt die restliche Milch dazu. Beim Rendang Daging köchelt Rindfleisch stundenlang in Kokosmilch, bis die Sauce fast ganz eingekocht ist und das Fleisch in Fett und Gewürzen brät. In Brasilien gehört sie in den Fischeintopf Moqueca, in der Karibik in Reis mit Bohnen. Lassen Sie Kokosmilch nur sanft köcheln, bei starker Hitze flockt sie leicht aus. Für Desserts wie Milchreis ersetzt sie Kuhmilch ganz oder zur Hälfte.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Kokosmilch gibt es in jedem Supermarkt, günstiger und in mehr Sorten im Asialaden. Schauen Sie auf die Zutatenliste. Ein hoher Anteil Kokosnussextrakt, oft 60 bis 80 Prozent, und wenige Zusätze sprechen für Qualität. Guarkernmehl als Verdickung ist üblich und stört nicht. Für Currys und Rendang nehmen Sie die vollfette Variante, die leichte schmeckt wässrig. Kokoscreme in kleinen Packungen ist dicker und eignet sich für Desserts.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Ungeöffnete Dosen halten bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum, meist ein bis zwei Jahre. Angebrochene Kokosmilch füllen Sie in ein Glas um und stellen sie in den Kühlschrank, dort hält sie drei bis vier Tage. Riecht sie säuerlich, gehört sie weg. Reste lassen sich gut in Eiswürfelformen einfrieren und halten so etwa zwei Monate. Nach dem Auftauen kräftig verrühren.
Womit kann man Kokosmilch ersetzen?
Selbst gemacht geht es schnell. Übergießen Sie 100 g ungesüßte Kokosraspeln mit 400 ml heißem Wasser, lassen Sie alles 15 Minuten ziehen, pürieren Sie die Mischung und pressen Sie sie durch ein Tuch. Das ergibt etwa 350 ml. Ohne Kokosgeschmack funktionieren 150 ml Sahne mit 50 ml Wasser für 200 ml Kokosmilch. Als vegane Alternative verrühren Sie 3 EL Cashewmus mit 180 ml Wasser.
Rezepte mit Kokosmilch
Mehr dazu: Zutatenlexikon
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