Edamame sind junge, grün geerntete Sojabohnen. In Japan werden sie in der Hülse gekocht, gesalzen und als Snack gegessen. Bei uns gibt es sie vor allem tiefgekühlt, mit oder ohne Schote.

Was ist Edamame?
Edamame ist keine eigene Pflanze, sondern die Sojabohne (Glycine max) in einem frühen Erntezustand. Die Hülsen werden gepflückt, solange die Bohnen noch weich und grün sind, meist im Spätsommer. Ausgereifte Sojabohnen dagegen werden hart und gelb und landen in Tofu, Sojamilch oder Miso. Der japanische Name bedeutet ungefähr „Bohnen am Zweig“, früher kamen sie samt Stängel auf den Markt. In China und Japan isst man grüne Sojabohnen seit langer Zeit, in Japan sind sie vor allem als Beilage in Kneipen (Izakaya) verbreitet. Edamame liefern viel pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe. Wie alle Sojabohnen müssen sie gegart werden, roh sind sie schwer verdaulich. Eine Portion von 100 g ausgelösten Bohnen bringt gut 10 g Eiweiß.
Geschmack und Verwendung
Gekochte Edamame schmecken mild, leicht süßlich und erinnern an junge Erbsen, sind aber fester im Biss. Die klassische Zubereitung ist schlicht. Sie kochen die Schoten 4 bis 5 Minuten in kräftig gesalzenem Wasser, gießen sie ab und bestreuen sie mit grobem Salz. Gegessen wird nur die Bohne. Sie drücken sie mit den Zähnen aus der Schote, die Hülse selbst ist zäh. Ausgelöste Edamame passen in Salate, Reisschalen, Poke Bowls und gebratenen Reis oder kommen am Ende in eine japanische Miso-Suppe. Püriert mit etwas Zitrone und Öl ergeben sie einen grünen Dip. Wer es würziger mag, schwenkt die gekochten Schoten mit Knoblauch, Sesamöl und Chili in der Pfanne.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Frische Edamame sieht man in Deutschland selten, am ehesten im Spätsommer im Asialaden. Üblich ist Tiefkühlware, die Supermärkte und Asialäden in zwei Formen anbieten. Edamame in der Schote eignen sich als Snack, ausgelöste Bohnen für Salate und Pfannengerichte. Die Hülsen sollten hellgrün und prall sein, gelbe oder fleckige Schoten deuten auf überlagerte Ware. Bei Tiefkühlbeuteln zeigen Eiskristalle und zusammengefrorene Klumpen, dass die Kühlkette unterbrochen war. Viele Produkte sind schon blanchiert und brauchen nur kurz Hitze.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Tiefgekühlt halten Edamame bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum, meist rund ein Jahr. Frische Schoten verderben schnell und sollten innerhalb von zwei Tagen gekocht werden. Gekochte Edamame bleiben im geschlossenen Behälter im Kühlschrank zwei bis drei Tage gut und schmecken auch kalt. Gefrorene Edamame brauchen kein Auftauen, sie kommen direkt ins kochende Wasser.
Womit kann man Edamame ersetzen?
Im Salat oder in der Reisschale ersetzen Sie 100 g ausgelöste Edamame durch 100 g tiefgekühlte Erbsen. Die sind süßer und weicher und brauchen nur 2 bis 3 Minuten. Näher an Biss und Farbe kommen junge dicke Bohnen (Saubohnen), am besten aus der Haut gelöst. Grüne Limabohnen sind eine weitere Möglichkeit. Als Snack in der Schote gibt es keinen echten Ersatz, gesalzene Zuckerschoten gehen am ehesten in diese Richtung.
Rezepte mit Edamame
Mehr dazu: Zutatenlexikon
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