Couscous besteht aus Hartweizengrieß, der zu kleinen Kügelchen gerollt und gedämpft wird. In Marokko, Algerien und Tunesien ist er ein Grundnahrungsmittel und wird mit Gemüse, Fleisch oder Fisch serviert. Bei uns gibt es ihn meist vorgegart, er ist dann in fünf Minuten fertig.

Was ist Couscous?
Couscous ist keine eigene Getreideart, sondern ein Erzeugnis aus Grieß. Traditionell wird Hartweizengrieß mit Salzwasser besprengt und mit den Handflächen in einer großen Schüssel gerollt, bis sich kleine Kügelchen bilden. Diese werden gesiebt, getrocknet und später im oberen Teil eines zweistöckigen Topfes gedämpft, der Couscoussière. Unten köchelt der Eintopf, dessen Dampf den Couscous gart. In Nordafrika gibt es auch Couscous aus Gerste oder Hirse. Die Kultur des Couscous kennt man in der ganzen Maghreb-Region, von Mauretanien bis Libyen. 2020 hat die UNESCO das Wissen um Herstellung und Verzehr von Couscous als gemeinsames Kulturerbe von Algerien, Marokko, Mauretanien und Tunesien anerkannt.
Geschmack und Verwendung
Couscous schmeckt neutral nach Weizen und nimmt Brühe, Butter und Gewürze gut auf. Die Instantware aus dem Supermarkt ist bereits vorgegart. Übergießen Sie sie im Verhältnis 1:1 mit kochender Brühe oder Wasser, decken Sie sie 5 Minuten ab und lockern Sie die Körner dann mit einer Gabel und etwas Butter oder Öl auf. In Marokko gibt es freitags traditionell Couscous mit Gemüse und Fleisch. In Tunesien gibt es ihn oft mit Fisch und die Brühe ist durch Harissa scharf. Kalt wird Couscous zum Salat mit Gurke, Tomate, Minze und Zitrone. Süß mit Butter, Zimt und Rosinen ist er im Maghreb auch ein Dessert.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Instant-Couscous gibt es in jedem Supermarkt, meist in mittelfeiner Körnung, die für Beilagen und Salate passt. Im Fachhandel finden Sie auch feine und grobe Körnungen. Im türkischen und arabischen Lebensmittelladen finden Sie größere Packungen, Vollkorncouscous und Gerstencouscous. Perlcouscous mit größeren, runden Kugeln ist eine Nudelvariante, die gekocht wird. In Israel heißt er Ptitim, in Palästina gibt es den ähnlichen Maftoul. Für Menschen mit Zöliakie ist Couscous aus Weizen ungeeignet.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Trockener Couscous hält in einem dicht schließenden Behälter, kühl und dunkel gelagert, ein bis zwei Jahre. Gegarter Couscous bleibt im Kühlschrank etwa drei Tage frisch. Zum Aufwärmen beträufeln Sie ihn mit etwas Wasser und erhitzen ihn zugedeckt, so verkleben die Körner nicht. Er lässt sich auch einfrieren.
Womit kann man Couscous ersetzen?
Bulgur ist der einfachste Ersatz, besonders im Salat. Feinen Bulgur übergießen Sie wie Couscous mit der gleichen Menge kochendem Wasser und lassen ihn 10 bis 15 Minuten quellen. Glutenfrei funktionieren Hirse und Quinoa. Kochen Sie 100 g davon mit 200 bis 250 ml Wasser etwa 15 Minuten. Für eine kohlenhydratarme Variante reiben Sie Blumenkohl grob und braten ihn 5 Minuten in etwas Öl an.
Rezepte mit Couscous
- Couscous Royale
- Couscous
- Couscous bil Khodra
- Couscous au Lait
- Couscous Tfaya
- Couscous with Raisins and Nuts
- Fruchtiger Couscous-Salat
- Jollof Couscous
- Couscous with Vegetables
Mehr dazu: Zutatenlexikon
Rezepte-Planer
Füge das Rezept dem Tages-Planer hinzu. Zum Planer hier klicken.
