Vorstellung Lazenki
Lazenki, manchmal auch Lazanki geschrieben, gehören zu den älteren Nudelgerichten Weißrusslands und sind eng mit der bäuerlichen Küche der Region verwandt. Der Eierteig ähnelt dem für Spätzle oder Nudeln, wird aber trockener verarbeitet und in kleine Quadrate geschnitten. Speck liefert das Fett zum Anbraten von Zwiebeln und Weißkohl, die zusammen weich schmoren, bevor die gekochten Teigstücke dazukommen. Insgesamt braucht das Gericht etwa vierzig Minuten, ein Großteil davon ist Schmorzeit für den Kohl. Auf dem Teller wirkt es rustikal und satt machend, ideal für kühle Jahreszeiten.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 150 g Mehl
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 2-3 EL Wasser (nach Bedarf)
- 100 g Räucherspeck, gewürfelt
- 200 g Weißkohl, in feine Streifen geschnitten
- 1 Zwiebel, gewürfelt
- Salz, Pfeffer, etwas Butter
Einkaufen der Zutaten
Für Lazenki benötigen Sie im Grunde nur einfache Vorratszutaten: Mehl, Eier, Speck, Weißkohl und Zwiebeln, die Sie in jedem gut sortierten Supermarkt finden. Achten Sie beim Speck auf gute Räucherqualität, da dieser dem Gericht seinen herzhaften Grundgeschmack verleiht. Ein frischer, fester Kopf Weißkohl sorgt zudem für den nötigen Biss beim Schmoren.
Vorbereitung des Gerichts
Verkneten Sie Mehl, Ei, Salz und etwas Wasser zu einem festen, glatten Nudelteig und lassen Sie ihn kurz ruhen. Rollen Sie den Teig anschließend dünn aus und schneiden Sie ihn in kleine Quadrate oder Rauten von etwa 3 cm Kantenlänge. Würfeln Sie den Speck und die Zwiebel, und schneiden Sie den Weißkohl in feine Streifen, damit alles bereit für die Zubereitung ist.
Anleitung für die Zubereitung
- Die Teigquadrate in reichlich gesalzenem Wasser etwa 4-5 Minuten al dente kochen, dann abgießen.
- Den gewürfelten Speck in einer Pfanne knusprig auslassen.
- Die Zwiebel im Speckfett glasig andünsten.
- Den Weißkohl dazugeben und unter gelegentlichem Rühren weich schmoren.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die gekochten Teigflecken zum Kohl-Speck-Gemisch geben und alles gut vermengen.
- Mit etwas Butter verfeinert heiß servieren.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine glutenfreie Variante von Lazenki ersetzen Sie das Weizenmehl im Nudelteig durch eine glutenfreie Mehlmischung mit Bindemittel, damit sich der Teig weiterhin gut ausrollen lässt. Das Gericht ist ohnehin von Natur aus laktosefrei, sofern Sie auf die abschließende Butter verzichten oder sie durch eine laktosefreie Alternative ersetzen – der Geschmack bleibt dabei nahezu unverändert.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für eine vegetarische Version lassen Sie den Speck einfach weg und dünsten Zwiebel sowie Kohl stattdessen in etwas Butter oder Öl an – geräucherter Paprika sorgt für eine ähnliche rauchige Note. Für eine vegane Variante ersetzen Sie zusätzlich das Ei im Teig durch etwas mehr Wasser und eine Prise Kurkuma für die Farbe. So bleibt das herzhafte Grundgericht auch ohne tierische Zutaten erhalten.
Weitere Tipps und Tricks
Rollen Sie den Nudelteig möglichst dünn aus, damit die Teigflecken beim Kochen zart bleiben und nicht mehlig schmecken. Schmoren Sie den Kohl langsam und geduldig, damit er weich wird, ohne zu verkochen. Ein Schuss Weißweinessig beim Kohl verleiht dem Gericht eine angenehme, leicht säuerliche Tiefe.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es herzhafter mag, kann zusätzlich etwas Knoblauch oder Kümmel zum Kohl geben. Auch eine Prise Zucker beim Schmoren rundet die Süße des Kohls schön ab. Für mehr Fülle lässt sich das Gericht mit gewürfelten, gekochten Kartoffeln strecken, was in manchen weißrussischen Regionen ebenfalls üblich ist.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Ist kein Räucherspeck zur Hand, funktioniert auch durchwachsener Bauchspeck oder geräucherte Wurst als Ersatz. Statt Weißkohl können Sie auch Spitzkohl verwenden, der etwas milder und zarter schmeckt. Fertige Bandnudeln oder Fleckerl aus dem Supermarkt sind zudem eine schnelle Alternative, falls keine Zeit für selbstgemachten Teig bleibt.
Ideen für passende Getränke
Zu Lazenki passt traditionell ein Glas kaltes Bier oder ein Schnaps wie Krupnik hervorragend, da beide die deftige Speck-Kohl-Kombination gut begleiten. Auch ein herber Kwass, ein leicht gesäuertes Brotgetränk, ist eine typisch osteuropäische, alkoholfreie Wahl dazu. Für ein wärmendes Gefühl an kalten Tagen eignet sich zudem ein Glas trockener Rotwein.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie Lazenki in einer tiefen Schale, sodass die Nudelflecken gut mit dem Kohl-Speck-Gemisch vermengt zur Geltung kommen. Ein paar frisch gehackte Petersilienblätter obenauf sorgen für einen frischen, farblichen Akzent. Dazu passt ein einfaches Stück dunkles Roggenbrot, das die rustikale Optik des Gerichts abrundet.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Lazenki zählen zu den ältesten Gerichten der weißrussischen Bauernküche und finden sich in ähnlicher Form auch in der polnischen und litauischen Nachbarschaft. Der einfache Eierteig kombiniert mit Kohl und Speck spiegelt die traditionelle Vorratshaltung wider, bei der aus wenigen, lange haltbaren Zutaten sättigende Mahlzeiten für die kalte Jahreszeit entstanden. Bis heute gilt das Gericht als Inbegriff bodenständiger, wärmender Hausmannskost.
Weitere Rezeptvorschläge
- Draniki – Knusprige weißrussische Kartoffelpuffer.
- Machanka – Deftiger Fleischeintopf mit Speck, traditionell zu Blinis serviert.
- Kolduny – Gefüllte Teigtaschen mit Fleisch, ähnlich Piroggen.
- Zatirukha – Einfache Mehlbröckchen-Suppe der weißrussischen Landküche.
- Babka – Herzhafter Kartoffelauflauf, ein weiterer Klassiker der weißrussischen Küche.
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Zusammenfassung: Lazenki
Lazenki verbinden hausgemachte Nudelquadrate mit Speck und geschmortem Weißkohl zu einem deftigen Gericht für kalte Tage. Statt Speck lässt sich auch geräucherter Schinken verwenden, vegetarisch gelingt es mit Pilzen anstelle des Specks.
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