Vorstellung Schupfnudeln
Schupfnudeln haben ihren Namen vom Formen, dem Schupfen der Teigstränge zwischen den Handflächen, wodurch die charakteristische spindelförmige, an den Enden spitz zulaufende Form entsteht. Verbreitet sind sie im gesamten alpenländischen Raum, von Österreich über Bayern bis in die Schweiz, mit kleinen regionalen Unterschieden bei der Würzung. Der Kartoffelteig braucht keine Hefe und keine Ruhezeit, dafür etwas Geduld beim Formen der einzelnen Stücke. Nach dem Kochen im Salzwasser werden sie in Butter angebraten, bis die Außenseite leicht knusprig wird, während das Innere weich bleibt. Als herzhafte Beilage zu Kraut oder als eigenständiges Gericht mit süßer Note sind sie vielseitig einsetzbar.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 500 g Kartoffeln
- 100 g Mehl
- 1 Ei
- Salz nach Geschmack
- Muskatnuss
- 1 EL Butter
Einkaufen der Zutaten
Für die Zubereitung von Schupfnudeln benötigen Sie nur wenige, aber wichtige Zutaten. Achten Sie beim Kauf der Kartoffeln darauf, dass sie mehligkochend sind, da diese Sorte am besten für die Herstellung von Schupfnudeln geeignet ist. Die Frische der Eier und die Qualität des Mehls tragen maßgeblich zum Gelingen bei. Zusätzlich hilft ein Stück hochwertige Butter dabei, das Gericht abzurunden.
Vorbereitung des Gerichts
Die Vorbereitung der Schupfnudeln ist einfach, erfordert aber etwas Geduld. Zuerst müssen die Kartoffeln gründlich gewaschen und in einem Topf mit Salzwasser weich gekocht werden. Nach dem Abkühlen die Kartoffeln schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Mehl, Ei, Salz und einer Prise Muskatnuss zu einem Teig verkneten. Der Teig sollte glatt und nicht zu klebrig sein.
Anleitung für die Zubereitung
- Den Teig in gleichmäßige Portionen teilen und daraus etwa fingerlange, leicht spitz zulaufende Würstchen formen.
- Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und die Schupfnudeln darin garen, bis sie an die Oberfläche steigen.
- Die fertig gegarten Schupfnudeln abschöpfen und gut abtropfen lassen.
- Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schupfnudeln darin goldbraun anbraten.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine glutenfreie Variante können Sie das Weizenmehl durch glutenfreies Mehl ersetzen. In der Regel funktioniert diese Umstellung problemlos, da die restliche Zubereitung gleich bleibt. Bei einer Laktoseintoleranz kann die Butter durch laktosefreie Butter oder Pflanzenöl ersetzt werden. Auch hierbei bleibt der Geschmack weitestgehend erhalten.
Tipps für Veganer & Vegetarier
Schupfnudeln können einfach vegan zubereitet werden, indem das Ei durch eine vegane Alternative wie Aquafaba oder Leinsamen ersetzt wird. Statt Butter eignet sich Margarine oder ein pflanzliches Öl zum Anbraten. Vegetarier müssen lediglich darauf achten, keine tierischen Fette zu verwenden, um das Gericht abzurunden.
Weitere Tipps und Tricks
Sollten Ihre Schupfnudeln beim Formen zu klebrig sein, können Sie etwas mehr Mehl einarbeiten. Achten Sie dabei darauf, nicht zu viel Mehl zu verwenden, da die Nudeln sonst zu fest werden. Lagern Sie die fertigen Schupfnudeln im Kühlschrank, wenn Sie sie eine Weile im Voraus zubereiten möchten. Vor dem Servieren sollten sie aber frisch in der Pfanne angebraten werden.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Schupfnudeln können auf verschiedene Arten und Weisen genossen werden. Sie können sie zum Beispiel mit Sauerkraut und Speck als klassische Variante servieren oder mit Apfelmus für eine süße Alternative. Durch Hinzufügen von gehackten Kräutern wie Petersilie oder Schnittlauch erhalten die Schupfnudeln einen frischen Geschmack. Experimentieren Sie mit verschiedenen Zutaten und Saucen, um Ihre bevorzugte Variante zu finden.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Falls Ihnen eine Zutat fehlt, gibt es oftmals gute Alternativen. Statt Muskatnuss können Sie Pfeffer oder andere Gewürze verwenden, die Ihnen zusagen. Für eine kalorienärmere Version können Sie einen Teil der Butter durch Öl ersetzen. Statt normalen Mehls lässt sich auch Vollkornmehl verwenden, das erhöht den Nährstoffgehalt.
Ideen für passende Getränke
Zu Schupfnudeln passen eine Vielzahl von Getränken, je nach Variante, die Sie zubereiten. Ein helles, kräftiges Bier ergänzt die herzhafte Variante gut. Für die süße Version kann ein frischer Apfelsaft oder auch ein leichter Weißwein passend sein. Verschiedene Optionen zeigen, welche Kombination am besten passt.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Eine ansprechende Präsentation beginnt mit dem richtigen Geschirr. Verwenden Sie schöne, flache Teller und garnieren Sie die Schupfnudeln mit frischen Kräutern. Bei der süßen Variante können Sie die Nudeln mit etwas Puderzucker bestäuben. Achten Sie darauf, farblich passende Elemente wie eine Beilage oder eine Sauce attraktiv zu platzieren.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Schupfnudeln haben eine lange Geschichte und werden schon seit Jahrhunderten in verschiedenen Regionen Österreichs und Deutschlands zubereitet. Ursprünglich wurden sie als Notgericht aus einfachen Zutaten in bäuerlichen Küchen hergestellt. Heute sind sie ein beliebtes Gericht auf regionalen Festen und in der traditionellen Küche. Ihre Beliebtheit verdanken sie ihrer Vielseitigkeit und ihrem besonderen Geschmack.
Weitere Rezeptvorschläge
Noch mehr Ideen: 294 weitere Rezepte aus Österreich entdecken.
Zusammenfassung: Schupfnudeln
Schupfnudeln sind handgeformte Kartoffelnudeln, gekocht und anschließend in Butter angebraten. Sie eignen sich als herzhafte Beilage ebenso wie als süßes Gericht mit Zimt und Zucker. Übrig gebliebene Nudeln lassen sich am nächsten Tag einfach in der Pfanne aufbraten.
Rezepte-Planer
Füge das Rezept dem Tages-Planer hinzu. Zum Planer hier klicken.






