
Vorstellung Schokoladenkekse
Schokoladenkekse sind ein Gebäck, das weltweit zu Hause ist und sich auch in der griechischen Küche als beliebte süße Nascherei zum Nachmittagskaffee etabliert hat. Ähnlich wie die traditionellen griechischen Kourabiedes oder Melomakarona werden sie gerne zu besonderen Anlässen gebacken, unterscheiden sich aber durch ihre reichhaltige Schokoladennote und die angenehm weiche Konsistenz im Kern. Butter, Zucker, Mehl und großzügig grob gehackte Schokolade ergeben einen Teig, der beim Backen goldbraun wird, während die Schokoladenstücke schmelzen und für unwiderstehliche, saftige Bissen sorgen. Ein Rezept, das sich hervorragend zum gemeinsamen Backen mit Kindern eignet und garantiert nie lange auf dem Kuchenteller liegen bleibt.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 125 g weiche Butter
- 100 g brauner Zucker
- 50 g weißer Zucker
- 1 Ei
- 1 TL Vanilleextrakt
- 200 g Mehl
- 1/2 TL Natron
- 1 Prise Salz
- 150 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
Einkaufen der Zutaten
Für das beste Ergebnis lohnt es sich, statt Schokotropfen eine gute Tafel Zartbitterschokolade mit mindestens 60 Prozent Kakaoanteil selbst grob zu hacken, da unregelmäßige Stücke beim Backen für schöne Schokoladenseen sorgen. Butter sollte in guter Qualität gekauft und rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen werden, damit sie beim Backen weich genug ist, um sich locker mit dem Zucker zu verrühren. Alle übrigen Zutaten wie Mehl, Zucker, Natron und Vanilleextrakt sind in jedem Supermarkt problemlos erhältlich. Wer mag, kann zusätzlich gehackte Walnüsse oder Pekannüsse besorgen, die dem Keks eine schöne Knusprigkeit verleihen.
Vorbereitung des Gerichts
Nehmen Sie die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie Zimmertemperatur erreicht und sich cremig verarbeiten lässt. Hacken Sie die Schokolade in unregelmäßige, eher grobe Stücke, denn kleine Splitter verbrennen im Ofen schneller als größere Stückchen. Mischen Sie Mehl, Natron und Salz bereits im Voraus in einer separaten Schüssel, damit sich das Backtriebmittel gleichmäßig verteilt. Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor und legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
Anleitung für die Zubereitung
- Weiche Butter mit braunem und weißem Zucker cremig aufschlagen, bis die Masse hell und luftig ist.
- Ei und Vanilleextrakt unterrühren, bis alles gut vermischt ist.
- Mehl, Natron und Salz vorsichtig unterheben, ohne zu lange zu rühren.
- Gehackte Schokolade unter den Teig heben, sodass sie gleichmäßig verteilt ist.
- Mit einem Löffel oder Eisportionierer walnussgroße Portionen Teig formen und mit ausreichend Abstand auf das Backblech setzen.
- Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 10-12 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun, die Mitte aber noch leicht weich ist.
- Kekse einige Minuten auf dem Blech auskühlen lassen, damit sie fest genug zum Umsetzen werden.
- Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Schokoladenkekse enthalten in der klassischen Form sowohl Gluten durch das Weizenmehl als auch Laktose durch die Butter. Für eine glutenfreie Variante lässt sich das Mehl problemlos durch eine fertige glutenfreie Mehlmischung im Verhältnis 1:1 ersetzen, wobei die Kekse dann etwas bröckeliger ausfallen können. Wer laktosefrei backen möchte, greift zu pflanzlicher Margarine oder laktosefreier Butter und achtet zusätzlich darauf, eine Zartbitterschokolade ohne Milchbestandteile zu wählen, wovon es inzwischen viele gute Sorten im Handel gibt.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarier können dieses Rezept ohne jede Anpassung genießen, da alle Zutaten bereits vegetarisch sind. Für eine vegane Variante ersetzen Sie die Butter durch pflanzliche Margarine, das Ei durch einen Leinsamen- oder Chia-Ei-Ersatz (1 EL gemahlene Samen mit 3 EL Wasser verrührt und kurz quellen lassen) und wählen eine vegane Zartbitterschokolade, die meist ohnehin ohne Milchpulver auskommt. Der Geschmack und die Konsistenz bleiben dabei überraschend nah am Original.
Weitere Tipps und Tricks
Für besonders saftige Kekse mit ausgeprägtem Karamellgeschmack sollten Sie den Teig vor dem Backen mindestens 30 Minuten, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Nehmen Sie die Kekse aus dem Ofen, sobald die Ränder fest, die Mitte aber noch leicht glänzend und weich erscheint, denn sie backen auf dem heißen Blech noch etwas nach. Ein paar grobe Salzflocken auf den fertigen Keksen verstärken den Schokoladengeschmack auf angenehme Weise. Bewahren Sie die Kekse in einer gut verschlossenen Dose auf, damit sie mehrere Tage weich und aromatisch bleiben.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es intensiver mag, kann einen Teil des Mehls durch Kakaopulver ersetzen und so einen Double-Chocolate-Keks zaubern, während Liebhaber von Nüssen gehackte Walnüsse, Haselnüsse oder Pekannüsse unter den Teig mischen können. Eine Prise Zimt oder etwas Orangenabrieb verleiht den Keksen eine winterliche, weihnachtliche Note, die sich hervorragend zur Adventszeit eignet. Wer es weniger süß mag, reduziert den Zuckeranteil leicht und setzt dafür ganz auf eine sehr dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Braucht es einen Ersatz für Weizenmehl, eignen sich glutenfreie Mehlmischungen oder gemahlene Mandeln in Kombination mit etwas mehr Bindemittel. Statt Zartbitterschokolade können auch Vollmilch- oder weiße Schokolade verwendet werden, wobei sich dann der Zuckergehalt des Teigs leicht reduzieren lässt. Braunen Zucker ersetzen Sie bei Bedarf durch normalen weißen Zucker mit einem Löffel Melasse oder Ahornsirup, um die charakteristische Karamellnote zu erhalten.
Ideen für passende Getränke
Zu Schokoladenkekse passt klassisch ein starker griechischer Kaffee (Ellinikos kafes) oder ein Cappuccino besonders gut, da die Bitterstoffe des Kaffees die Süße der Kekse ausgleichen. Auch ein Glas kalte Milch ist ein bewährter Klassiker, der Kinder wie Erwachsene gleichermaßen begeistert. Für einen edleren Rahmen eignet sich ein Glas süßer Dessertwein wie ein griechischer Mavrodaphne, dessen Aromen sich wunderbar mit der Schokolade verbinden.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Stapeln Sie die Kekse locker auf einem rustikalen Holzteller oder in einer hübschen Keksdose, damit die aufgebrochenen Schokoladenstücke gut sichtbar bleiben. Ein paar Krümel und angebrochene Schokoladenstücke daneben verstärken den appetitlichen, hausgemachten Eindruck. Wer die Kekse noch lauwarm serviert, kann sie mit einem kleinen Klecks Vanilleeis kombinieren, das auf dem warmen Keks langsam zu schmelzen beginnt.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Der moderne Schokoladenkeks, wie wir ihn kennen, geht auf die Amerikanerin Ruth Wakefield zurück, die in den 1930er-Jahren im Toll House Inn in Massachusetts grob gehackte Schokolade in ihren Butterteig mischte und damit den weltberühmten Chocolate Chip Cookie erfand. Von den USA aus verbreitete sich das Rezept über die ganze Welt und wurde in unzähligen Ländern, auch in Griechenland, in die heimische Backtradition aufgenommen und mit lokalen Zutaten wie griechischem Honig oder Olivenöl variiert. Heute gehört der Schokoladenkeks zu den international bekanntesten Gebäckstücken überhaupt und wird in griechischen Cafés und Bäckereien längst neben traditionellem Gebäck wie Kourabiedes angeboten.
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Zusammenfassung: Schokoladenkekse
Schokoladenkekse sind ein einfaches, aber unwiderstehliches Gebäck, das mit wenigen Grundzutaten und wenig Aufwand gelingt. Ob klassisch, vegan oder glutenfrei angepasst – der unverwechselbare Kontrast aus knusprigem Rand und weicher, schokoladiger Mitte macht dieses Rezept zu einem echten Dauerbrenner in jeder Küche. Perfekt zum Kaffee, als süßer Abschluss eines griechischen Menüs oder einfach für den kleinen Hunger zwischendurch.
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